Wochenausblick: Ein neuer Monat bringt einen neuen Bericht zur Beschäftigung

Ein neuer Monat bringt einen neuen Bericht zur Beschäftigung. Die Märkte werden hoffen, dass der Ausrutscher vom August ein Einzelfall bleibt. Australische und neuseeländische Zentralbanken bereiten auch große Stellungnahmen vor währen OPEC+ sich für die Politikgespräche im Oktober sammelt.

Zurücknahme oder nicht, die Beschäftigungszahlen am Freitag sind für die USA extrem wichtig.

Die Märkte werden darauf achten, ob es eine Kehrtwende im amerikanischen Arbeitsmarkt gibt, nachdem die Zahlen vom August weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Die Beschäftigungszahlen für August lagen insgesamt bei einem Plus von 275.000 und verfehlten damit die Erwartungen des Markts von 750.000 bei weitem.

Die Arbeitslosenquote ist auf etwas unter 5,2% gesunken, während die Teilnahme am Arbeitsmarkt unverändert bei 61,7% liegt. Der Stundenlohn stieg im August um 0,6%, was über den Marktprognosen von 0,3% lag.

Wir wissen, dass Jerome Powell und die Fed starke Beschäftigungszahlen lieben. Wir wissen aber auch, dass unabhängig der Zahlen für September eine Zurücknahme kommt – vermutlich im November. Natürlich könnte, wenn der Bericht am Freitag wirklich schrecklich ausfällt, dies die Pläne der Fed zur Zurücknahme durcheinanderbringen, aber die Zeichen stehen gut, dass eine Zurücknahme bald erfolgen könnte.

Allerdings glaubt der Fed-Vorsitzende Powell weiterhin, dass die USA noch weit von dem entfernt ist, wo er die Arbeitslosigkeit gerne hätte.

In einer Rede letzte Woche sagte Powell: „Was ich letzte Woche gesagt habe, ist das fast die Zustände erreicht haben, die wir für eine Zurücknahme benötigen. Ich habe klargestellt, dass wir meiner Meinung nach weit weg von der maximalen Beschäftigung sind.“

Wann wird sie kommen? Laut einer aktuellen Umfrage der National Association for Business Economics glauben 67% der teilnehmenden Ökonomen, dass das Beschäftigungsniveau bis Ende 2022 wieder Vor-Pandemie-Niveau erreichen wird. Weniger als ein Drittel glaubt, dass die Erholung des Arbeitsmarkt nicht bis 2023 passiert ist.

Der Weg zur Erholung ist aber noch weit. Wir haben 2021 aber auch einige Male erlebt, dass Beschäftigungszahlen nach einem enttäuschenden Monat einen Sprung hingelegt haben.

Der Sprung vom Januar zum Februar zeigte eine Zunahme von -306.000 auf +233.000 Arbeitsplätze. Beschäftigungszahlen stiegen von 269.000 im April auf 614.000 im Mai 2021. Da gibt es einen Präzedenzfall.

Mehr als 7,5 Millionen Amerikanern wurde das Pandemie-Arbeitslosengeld gekürzt. Die Zusatzzahlungen in Höhe von 300 US-Dollar wurden Anfang September eingestellt, da die Regierung damit beginnt, die Steuerhilfe zu kürzen. Könnte dies ein Katalysator für weitere Anstellung sein? Wir werden es vielleicht Freitag bei den Beschäftigungszahlen sehen.

Weg von den USA stehen die großen antipodischen Zentralbanken diese Woche vor der Veröffentlichung der aktuellen Zinsberichte.

Fangen wir mit Australien an: Gouverneur Philip Lowe und seine Kollegen scheinen sich beim September-Treffen der Reserve Bank of Australia in Richtung einer flexibleren Politik zu bewegen. Daher gehen die Märkte nicht von drastischen Veränderungen im Oktober aus.

Wir haben gesehen, dass die Zinsen in Australien auf dem Stand der letzten anderthalb Jahre geblieben ist. Die RBA steht immer noch voll dahinter, den Leitzins nicht anzuheben, „bis die tatsächliche Inflation nachhaltig im 2%- bis 3%-Bereich liegt.

Die Stellungnahme vom September zeigte einige nuancierte Änderungen.

Der Leitzins und der dreijährige Kontroll-Zins blieben beide bei 0,1%, aber die Formulierung des Programms zur Zurücknahme des Anleihenankaufs wurde geändert. Ursprünglich sollte es nicht später als im November überprüft werden, nachdem ab Juli um 4 Milliarden AUD gekürzt wurde. Jetzt wird es bis mindestens Februar 2022 auf dem Level bleiben.

Das bedeutet im Grunde, dass die Geschwindigkeit der RBA-Anleihenkäufe sich bis nächsten Februar nicht verlangsamen wird. Nach dem Treffen vom Juli ging man davon aus, dass die Bank beginnen würde, ihr Anleihenkaufprogramm alle drei Monate zu überprüfen, bevor es über dem Lauf des Jahres komplett abgeschafft werden würde. Das scheint bisher aber nicht passiert zu sein.

Wir erwarten immer noch kein Feuerwerk, wenn die RBA am Dienstag morgen ihre Stellungnahmen zum Zins abgibt.

Die Märkte könnten stattdessen eher falkenartige Bewegungen der Reserve Bank of New Zealand erwartet haben – aber die jüngsten Kommentare des stellvertretenden Gouverneurs Christian Hawksby deuten darauf hin, dass es verfrüht ist, von einer größeren Erhöhen des Leitzins zu sprechen.

„Zentralbanken weltweit neigen dazu, einem geglätteten Pfad zu folgen und ihren Leitzins unverändert zu lassen oder in Schritten von 25 Basispunkten zu bewegen“, sagte Hawksby und machte damit jegliche Vorstellung von einem 50 Basispunkt Aufschwung des neuseeländischen 0,25%-Leitzins zunichte.

Stattdessen wird das vermutlich stückweise passieren, bis er Ende 2022 1,5% erreicht hat.

Aber wie immer steht COVID-19 bedrohlich am Horizont für Neuseeland Steuerpolitik. Das Land ging nach eine Anstieg der Fälle der Delta-Variante vor kurzem wieder in den Lockdown. Obwohl sie da wieder raus sind, war die geringe Menge an Vorfällen genug, um die RBNZ zum Zittern zu bringen.

Reuters zufolge preisen die Märkte eine 60%ige Chance eines Zinsanstiegs für Mittwoch ein, wenn Gouverneur Orr zu Wort kommt.

Zum Schluss treffen sich am Montag die OPEC und ihre Verbündeten wieder zu ihrem monatlichen Get-Together zur Politikdiskussion.

Mit hohen Preisen und hoher Nachfrage werden wir wahrscheinlich ein Durchwinken weiterer Fördererhöhungen sehen. OPEC+ hat sich dazu verpflichtet bis Ende nächsten Jahres jeden Monat weitere 400.000 Barrel pro Tag zu fördern, als Versuch pandemiebedingte Verluste wieder auszugleichen.

Dem monatlichen Ölmarktbericht vom September zufolge glaubt OPEC+, dass die Nachfrage das Niveau von 2019 bis Ende 2022 überschritten haben wird.

Mit dem Anstieg auf Brent-Rohöl auf beinahe 80 USD gehen in den USA die Alarmglocken über den hohen Benzinpreis an. Die USA haben in der Vergangenheit viel günstigere Benzinpreise genossen als einige andere Industrienationen und alles, was das ändern könnte, wird von Joe Sixpack und Joe Biden als inakzeptabel angesehen wird.

Der Präsident sagt, dass die USA sich zurzeit in Gesprächen mit OPEC befinden, um das Fördervolumen weiter anzuheben und dem so entgegenzuwirken – was vielleicht aber die Tatsache ignoriert, dass wenn US-Ölschiefer bereit steht, es mindestens 800.000 Barrel pro Tag zum weltweiten Angebot hinzuzufügen könnte.

Die OPEC+ macht sowieso ihr eigenes Ding. Alles was sie machte, macht es im Interesse ihrer Mitgliedstaaten, Verbündeten und dem weltweiten Ölpreis insgesamt. Ob Bidens Bitten auf taube Ohren fallen wird wissen wir noch nicht, aber es wäre keine Überraschung, wenn OPEC-JMMC im Oktober und darüber hinaus ihre eigenen Pläne verfolgen.

Top Wirtschafts-Daten

Date  Time (GMT+1)  Asset  Event 
Mon 04-Oct  All Day  OIL  OPEC-JMMC Meetings 
       
Tue 05-Oct  4.30am  AUD  RBA Rate Statement 
  4.30am  AUD  Cash Rate 
  3.00pm  USD  ISM Services PMI 
       
Wed 06-Oct  2.00am  NZD  Official Cash Rate 
  2.00am  NZD  RBNZ Rate Statement 
  1.15pm  USD  ADP Nonfarm Employment Change 
  3.30pm  OIL  US Crude Oil Inventories 
       
Thu 07-Oct  3.30pm  GAS  US Natural Gas Inventories 
       
Fri 08-Oct  1.30pm  CAD  Employment Change 
  1.30pm  CAD  Unemployment Rate 
  1.30pm  USD  Average Hourly Earnings m/m 
  1.30pm  USD  Nonfarm Employment Change 
  1.30pm  USD  Unemployment Rate 
  Tentative  USD  Treasury Currency Report 

Wochenausblick: Zentralbanken im Fokus

Diese Woche wird von den Zentralbanken dominiert. Wir haben drei im Blick, die erste ist die EZB. Ihr zurückhaltender Ausblick steht im Widerspruch zu dem der Reserve Bank of Australia und der Bank of Canada, die in letzter Zeit einen eher aggressiven Charakter angenommen haben. Wir erwarten keine großen Anpassungen der Politik – aber Überraschungen sind in der Welt der Volkswirtschaften nie weit weg.

Der letzte Einblick in das Denken der europäischen Zentralbank kam in Form der Sitzungsprotokolle vom Juni. In einer Welt, in der Zentralbanken anfangen aggressivere Stellungen zu beziehen, ist die EZB zurückhaltend.

Die EZB hat im Juni ihre erste große strategische Finanzpolitik bekannt gegeben. Inflationsziele wurden angepasst, weg vom Versuch sie unter 2% zu halten, und durch die Annahme eines spezifischen Gesamtinflationsziels von 2 % ersetzt. Seitdem ist die Inflation in der Euro-Zone mit 3% auf den höchsten Stand des Jahrzehnts gestiegen, was vermutlich die Falken im Rat der EZB bestärken dürfte.

Alles schön und gut, aber was ist mit COVID-19? Die Pandemie ist noch lange nicht vorbei, aber einige wichtige Vorstandsmitglieder der EZB sind sich sicher, dass selbst die Delta-Variante Europas Weg zurück zu schwarzen Zahlen nicht aufhalten kann.

Mit einem leichten Gegenwind ist zu rechnen. Die Stimmung ist positiv.

„Ich würde sagen, dass wir grob gesehen, nicht weit von dem Weg sind, was wir im Juni für das ganze Jahr erwartet haben“ sagte Philip Lane, Chief Economist der EZB am Mittwoch Reuters. „Es ist insgesamt ein relativ ausgewogenes Bild.“

Wichtig ist, dass die EZB angekündigt hat, auch in Zukunft eine „anhaltend entgegenkommende“ Haltung beizubehalten. Die Zinsen bleiben vermutlich auf ihrem bisherigen, außergewöhnlich niedrigen Niveau. Wir rechnen in naher Zukunft nicht mit einem Wandel zu einer falkenartigeren Position.

In Australien hat sich die RBA in der jüngsten Kommunikation sehr optimistisch gegeben. Eine neue Stellungnahme zum Zinssatz kommt am Dienstag morgen von der Reserve Bank of Australia und wir rechnen nicht damit, dass die Bank groß von ihrem bisherigen Kurs abweichen wird.

Das heißt, die Rücknahme des Anleihenkaufprogramms der RBA wird mit dem Ziel fortgesetzt, es ab September wieder zu reduzieren. Die Zinsen werden vermutlich niedrig bleiben. Wir rechnen frühestens spät 2022 mit einem Zinsanstieg.

Vieles hängt davon ab, wie robust die australische Wirtschaft vor dem Hintergrund steigender Coronavirus-Fallzahlen und lokaler Lockdowns bleibt.

„Der Vorstand wäre bereit, auf weitere schlechte Nachrichten an der Gesundheitsfront zu reagieren, falls dies zu einem deutlicheren Rückschlag für die wirtschaftliche Erholung führen sollte“, sagte die RBA in ihrem Sitzungsprotokoll vom August. „Die Erfahrung bisher zeigt, dass sobald Virenausbrüche eingedämmt sind, sich die Wirtschaft schnell wieder erholt.“

Gouverneur Lowe und seine Kollegen haben gesagt, dass eine Rezession nicht sehr wahrscheinlich ist, obwohl die Wachstumsaussichten für 2021 korrigiert wurden. Dieses Jahr rechnet die RBA mit einem Wachstum von etwa 4%, was unter dem vorherigen Prognosen von 4,75% liegt, das aber bis Ende 2022 auf 4,25% steigen wird.

Den Abschluss der Zentralbank-Flut macht dieses Woche die Bank of Canada. Die BOC ist eine der Falken unter den Zentralbanken der Welt, die ihr Anleihenkaufprogramm ziemlich schnell zurückgefahren hat, obwohl der Tagesgeldsatz bei 0,25% gehalten wurde.

Die BOC wies darauf hin, dass das Wachstum im Q2 durch eine neue Infektionswelle und Lockdowns gehemmt wurde, aber die Bank ist zuversichtlich, dass das Wachstum gegen Ende des Jahres schnell zunehmen wird.

Die Zentralbank sagte, dass Kanadas Wirtschaft 2021 voraussichtlich um 6,0% wachsen wird, etwas unter der im April vorhergesagten Wachstumsrate von 6,5%, während sie die Wachstumsprognose für 2022 von 3,7% auf 4,6% korrigiert hat.

Heiße Inflation liegt noch in der Luft und wir rechnen mit 3% oder mehr bis 2022. Ziemlich heiß – und am oberen Ende der 1-3% Spanne der BOC. Allerdings ist die Bank sicher, dass dies nur vorübergehend so ist. Es ist unwahrscheinlich, dass dies zu einem Umdenken der Politik führen wird.

Top Wirtschafts-Daten

Date  Time (GMT+1)  Asset  Event 
Tue 7-Sep  5.30am  AUD  RBA Rate Statement 
  5.30am  AUD  Cash Rate 
  10.00am  EUR  ZEW Economic Sentiment 
  10.00am  EUR  German ZEW Economic Sentiment 
       
Wed 8-Sep  3.00pm  CAD  BOC Rate Statement 
  3.00pm  CAD  Ivey PMI 
  3.00pm  CAD  Overnight Rate 
  Tentative  CAD  BOC Press Conference 
       
Thu 9-Sep  12.45pm  EUR  Monetary Policy Statement 
  12.45pm  EUR  Main Referencing Rate 
  1.30pm  EUR  ECB Press Conference 
  1.30pm  USD  Unemployment Claims 
  3.30pm  GAS  US Natural Gas Inventories 
  4.00pm  OIL  US Crude Oil Inventories 
       
Fri 10-Sep  1.30pm  CAD  Employment Change 
  1.30pm  CAD  Unemployment Rate 
  1.30pm  USD  PPI m/m 
  1.30pm  USD  Core PPI m/m 
  Tentative  GBP  Monetary Policy Hearings 

Wochenausblick: Bestätigt das Sitzungsprotokoll der FOMC das Umdenken der Fed?

Diese Woche haben die Zentralbanken gut zu tun. Als Erstes werfen wir einen Blick auf das Sitzungsprotokoll der Juni-Gespräche der FOMC. Tapering stand auf der Agenda, während sich unter den politisch Verantwortlichen Unterstützungstendenzen für steigende Zinsen mehren. Ein tiefgreifendes Verständnis dieser Entscheidungsträger ist daher essentiell für die Analyse der Marktbewegungen.

Auch die australische Zentralbank veröffentlicht ihr neustes Update, im Schatten steigender Covid-Zahlen und Lockdowns. Wird das die Politik zum umdenken bewegen?

Die Auswirkungen der Delta-Variante auf die Erholung der Eurozone steht im Zuge der Veröffentlichung der neusten Wirtschaftsdaten aus der EU ebenfalls im Fokus.

Das Sitzungsprotokoll der FOMC wird kommenden Mittwoch die wichtigste Bekanntgabe der Woche.

Die internen Diskussionen der Fed nach dem Juni-Meeting werden von hohem Interesse sein. Die Fed machte deutlich, dass sie keine inflationäre Überhitzung zulassen wird und dass eine Anhebung des Zinsniveaus etwas früher als erwartet eintreten könnte.

Der Median der Fed-Prognosen zeigt eine Anhebung des Zinsziels von nahe null auf 0,6% bis Ende 2023. Im März wurde erwartet, dass die Zinsen über das Jahr hinweg stabil bleiben.

Auch Tapering auf der Agenda. Wir wissen, dass der Vorsitzende Powell und die anderen Mitglieder eine Einschränkung der Anleihekäufe durch die Fed besprochen haben, aber die Stellungnahme nach dem Meeting lies keinerlei Hinweise erkennen, wann dies der Fall sein wird.

Nach wie vor kauft die Fed Monat für Monat als Teil der Post-Covid-Strategie Anleihen für um die 120 Mrd. USD auf.

Einblicke in die Gedankenwelt der Zentralbanken ist für Marktbeobachter essentiell. Investoren müssen ihre Wetten auf steigende Inflationsraten als Reaktion auf den hawkischen Schwenk der Fed im Juni anpassen.

Was wir aktuell sehen, ist eine US-Wirtschaft in einer Umbruchphase. Keine Volkswirtschaft, egal wie groß, kann es sich leisten einfach mitzuschwimmen. Reaktionsfähigkeit ist Pflicht. Genau daran hat sich die Fed gehalten, aber weitere Details aus dem Herzen der Fed in dieser kritischen Situation werden von höchstem Interesse sein.

Wir bleiben bei den Zentralbanken. Am Mittwoch gibt es Neues von der australischen Zentralbank. In diesem Land, das lange Zeit dem Anschein nach die Kontrolle über Covid-19 behalten hatte, greift die Krankheit nun einmal mehr um sich. Die Delta-Variante ist auf dem Vormarsch durch Australien. Und mit ihr rollt eine neue Welle von Lockdowns über das Land.

Ungefähr 80% der australischen Bevölkerung muss sich aktuell wieder mit Einschränkungen der Bewegungsfreiheit oder Ausgangsbeschränkungen arrangieren.

Könnte das Anlass für die australische Zentralbank sein ihren Ansatz vor dem Meeting am 6. Juli zu ändern? Gouverneur Lowe und sein Team fahren eine dovische Linie. Der Zinssatz hat sich seit dem historischen Tief letzten November nicht von seiner Marke bei 0,10% bewegt.

Nach dem Treffen letzten Monat hörte man von Gouverneur Lowe: „Der wirtschaftliche Aufschwung in Australien fällt stärker aus und macht sich früher bemerkbar als prognostiziert. Es wird erwartet, dass diese Entwicklung anhält. Die Zentralbank prognostiziert ein BIP-Wachstum von 4,75% in diesem Jahr und 3,5% 2022. Diese Prognose wird gestützt von fiskalischen Maßnahmen und einer äußerst lockeren Geldpolitik.“

Zu beachten ist, dass diese Aussagen getroffen wurden, als der Pfad der Erholung noch nicht blockiert war. Die australische Zentralbank muss klar und akkurat agieren, um die australische Wirtschaft auf dem richtigen Kurs zu halten. Mehr dazu erfahren wir, wenn sich die Zentralbank Mittwoch weiter dazu äußert.

Auch die Wirtschaftsprognosen der EU werden diese Woche erwartet.

Die Union scheint relativ stark aus dem gröbsten der Pandemie herauszukommen. Wir sehen starke PMI-Zahlen und auch die BIP-Prognosen sind solide. Einige Mitglieder der Europäischen Zentralbank lassen durchklingen, dass es angeraten sein könnte, das PEPP-Programm einzuschränken.

Im Hinblick auf PEPP schlägt das Mitglied des EZB-Rates und der Präsident der Deutschen Bundesbank Jens Weidmann ein Auslaufen des Programms vor seinem geplanten Ende im März 2022 vor. Bis dahin wird die EZB 2,2 Billionen Euro in die Wirtschaft der Eurozone gepumpt haben. Um das zu erreichen, müsste es aber zu einer starken Erholung der Wirtschaft und einer kompletten Abschaffung aller Covid-Restriktionen kommen.

Immer stärkere Auswirkungen der Deltavariante machen einen kompletten Abschied von den Restriktionen allerdings unwahrscheinlich. Tatsächlich wird es der entscheidende Faktor sein, wie die EU auf die Welle neuer Covid-Fälle reagieren wird. Muss sie ihr Denken und ihre wirtschaftlichen Prognosen in Reaktion darauf neu ausrichten?

Nichtsdestotrotz sind die Prognosen der Analysten überwiegend positiv. S&P Global hat beispielsweise ein paar Anpassungen vorgenommen.

„Wir haben unsere Prognose für das Wachstum der Eurozone für dieses Jahr auf 4,4% und für 2022 auf 4,5% erhöht, da wir eine breitere Umsetzung des Stimuluspakets unter Next Generation EU wahrnehmen und ein geringeres Negativwachstum des BIPs im ersten Quartal,“ so die Rating-Agentur.

„Eine koordinierte Finanz- und Geldpolitik in Europa wird langfristige Schäden an der Wirtschaft wohl verhindern, wodurch sich bis 2024 die Produktionslücke schließen sollte.“

Top Wirtschafts-Daten

Date  Time (GMT+1)  Asset  Event 
Mon 05-Jul  3.30pm  CAD  BOC Business Outlook Survey 
       
Tue 06-Jul  5.30am  AUD  RBA Rate Statement 
  5.30am  AUD  Cash Rate 
  10.00am  EUR  EU Economic Forecasts 
  10.00am  EUR  ZEW Economic Sentiment 
  10.00am  EUR  German ZEW Economic Sentiment 
  3.00pm  USD  ISM Services PMI 
       
Wed 07-Jul  3.00pm  CAD  IVEY PMI 
  3.00pm  USD  JOLTS Job Openings 
  7.00pm  USD  FOMC Meeting Minutes 
       
Thu 08-Jul  2.30am  AUD  Retail Sales m/m 
  1.30pm  USD  Unemployment Claims 
  3.30pm  GAS  US Natural Gas Inventories 
  4.00pm  OIL  US Crude Oil Inventories 
       
Fri 09-Jul  1.30pm  CAD  Employment Change 
  1.30pm  CAD  Unemployment Rate 

 

Top Geschäftsberichte

Date  Company  Event 
Tue 06-Jul  Ocadao Group  Q2 2021 Earnings 
     
Wed 07-Jul  Aeon  Q1 2021 Earnings 
     
Thu 08-Jul  Levi’s  Q2 2021 Earnings 
     
Fri 09-Jul  Tryg  Q2 2021 Earnings 

Wochenausblick: Der US-Arbeitsmarktbericht ist angesichts der Inflationsängste der Schlüssel zur Marktrichtung

Beschäftigungszahlen für die USA dominieren diese Woche den Zahlen-Kalender. Die wichtigste Kennzahl für den Arbeitsmarkt ist in der Regel ein massiver Markttreiber. Daher wird dem Zustand des nationalen Arbeitsmarktes viel Aufmerksamkeit gewidmet, wenn die neuesten Zahlen am Freitag veröffentlicht werden.

Die monatlichen Treffen der OPEC-JMMC beginnen Mitte der Woche vor dem Hintergrund weltweit erstarkender Ölmärkte. Die Reserve Bank of Australia teilt außerdem ihre jüngste Entscheidung zum Kassakurs – vermutlich eine direkte Kopie der Nicht-Veränderung vom Mai.

Beginnend mit den USA: das Land hofft, dass sich nach der Pleite im April ein Teil der Aufbruchsstimmung am Arbeitsmarkt im März in den Zahlen für Mai zeigt. Die Beschäftigungszahlen für den letzten Monat zeigten nur ein Viertel des erwarteten Stellenzuwachses und fielen damit weit hinter den Erwartungen zurück.

Die Zahlen für April liegen bei 266.000 geschaffenen Arbeitsplätzen. Schätzungen hatte auf über eine Million gehofft, getragen vom schnellen Wirtschaftswachstum und dem Stellenzuwachs von 916.000 im März.

Ende April waren 9,8 Millionen Amerikaner immer noch arbeitslos. Interessant ist, dass Ende März 8,1 Millionen Stellen offen waren, was die Schere erheblich zusammenbringt. Arbeitsnachfrage und Arbeitsangebot nähern sich wieder an, sind aber noch nicht ganz wieder im Lot, was zu Reibungen führt.

In der Bevölkerung gibt es immer noch Bedenken, sich mit dem Virus zu infizieren, obwohl 50% der Impfberechtigten bereits geimpft wurden. Zweidrittel der schulpflichtigen Kinder sind noch nicht in die Klassenzimmer zurückgekehrt. Einige könnten auch noch nicht bereit sein, ihr Arbeitslosengeld aufzugeben.

Der Stellenbericht wird vom Markt genau beobachtet, um zu bestimmen, wann die Federal Reserve voraussichtlich mit dem Rückzug der Unterstützung beginnen könnte. Die Fed hat ihre Farben an den Beschäftigungsmast gebunden. Je langsamer die Beschäftigungszuwächse sind, desto einfacher wird die Fed-Politik bleiben. Die Inflation erschwert die Lage, aber die Märkte glauben bisher der Fed, wenn sie sagt, dass sie den „vorübergehenden“ Preisdruck aussitzen wird.

OPEC-JMMC-Treffen für den 1. Juni erwartet. Das Ziel des Kartells für 2021 war der Schutz der Ölmärkte und die Stärkung der Preise. Fördereinschnitte waren hier der Schlüssel. Die vollen Produktionsmengen von vor der Pandemie sind noch nicht wieder erreicht. Trotz der Wiedereröffnung der Weltwirtschaft und der steigenden Ölnachfrage überwiegt bei der OPEC und ihren Verbündeten weiter die Vorsicht.

Dennoch kommt mehr Rohöl von den OPEC-Mitgliedern. Sie haben die letzten paar Monate langsam die Fördereinschnitte zurückgenommen. Beim Treffen im Juni werden die Pläne für Juli und August festgelegt, etwa ob die Rücknahme der Fördereinschnitte beschleunigt erhöht oder der ursprüngliche Plan des Kartells eingehalten werden soll.

Beim Treffen am 1. April vereinbarte die OPEC-JMMC zwischen Mai und Juli 2,1 Millionen Barrel pro Tag mehr an den Markt zu bringen. Fördereinschnitte werden um 5,6 Milliarden Barrel pro Tag zurückgefahren.

OPEC wettet auf eine höhere Ölnachfrage für dieses Jahr. Die Erholungsaussichten deuten darauf hin, dass die tägliche Nachfrage bis Ende 2021 6 Millionen Barrel pro Tag erreichen wird – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Niveau von 2020, aber immer noch rund 3,5 Millionen Barrel pro Tag weniger als vor der Pandemie.

Während das Impfprogramm in einigen wichtigen Ländern erfolgreich verlaufen ist, gibt es noch Sorgen. Steigende Coronavirus-Fallzahlen in Indien, dem weltweit drittgrößten Ölimporteur, belasten OPEC stark. Es ist noch ein langer Weg, bis die weltweiten Ölmärkte auch nur annährend ihrem Zustand vor der Pandemie ähneln.

Aufmerksamkeit wird auch der Reserve Bank of Australia gewidmet sein – der nächsten Zentralbank, die uns über bevorstehende Änderungen der australischen Finanzpolitik informiert.

Eine Entscheidung zum Kassakurs ist überfällig. Vermutlich kommt aber nichts Weltbewegendes. Australiens Kassakurs liegt seit November 2020 bei 0,10%. Gouverneur Dr. Philip Lowe hat angedeutet, dass sie 2021 vermutlich nicht angehoben werden wird. Auf Basis der vorherigen Bekanntgabe werden wir keinen Anstieg des australischen Kassakurses bis frühstens 2024 sehen.

Dr. Lowe gibt an, dass Inflationsziele und eine niedrigere Arbeitslosenquote die wichtigsten Messgrößen sind, die die RBA als Anlass für eine Erhöhung des Kassakurses verwendet. Die RBA erwartet 2021 eine Inflation von 1,5%, sagten sie in ihrem Bericht vom Mai, und 2% für Mitte 2023. Die Bank hat wiederholt erklärt, dass die Inflation im Bereich von 2-3% liegen müsste, bevor die Zinsen angehoben werden würden.

Was den Arbeitsmarkt anbelangt, erwartet die RBA, dass die Arbeitslosenrate 4,8% bis zum Ende 2021 erreichen könnte, bevor sie leicht auf 4,4% im Jahr 2022 absinkt.

Top Wirtschafts-Daten

Date  Time (GMT+1  Asset  Event 
Mon 31-May  2.00am  CNH  Manufacturing PMI 
       
Tue 01-Jun  All Day  Oil  OPEC-JMMC Meeting 
  5.30am  AUD  Cash Rate 
  5.30am  AUD  RBA Rate Statement 
  1.30am  CAD  GDP m/m 
  3.00pm  USD  ISM Manufacturing PMI 
       
Wed 02-Jun  2.30am  AUD  GDP q/q 
       
Thu 03-Jun  2.30am  AUD  GDP m/m 
  3.00pm  USD  ISM Services PMI 
  3.30pm  Nat gas  US Natural Gas Inventories 
  4.00pm  Oil  US Crude Oil Inventories 
       
Fri 04-Jun  1.30pm  CAD  Employment Change 
  1.30pm  CAD  Unemployment Rate 
  1.30pm  USD  Average Hourly Earnings m/m 
  1.30pm  USD/Indices/Gold  Non-farm Employment Change 
  1.30pm  USD  Unemployment Rate 

 

Top Geschäftsberichte

Date  Company  Event 
Tue 01-Jun  Zoom  Q1 2022 Earnings 
  Scotiabank  Q2 2021 Earnings 
  Hewlett Packard  Q2 2021 Earnings 
     
Wed 02-Jun  Splunk  Q1 2022 Earnings 
     
Thu 03-Jun  Broadcom  Q2 2021 Earnings 
  Slack  Q1 2022 Earnings 

 

Wochenausblick: Beschäftigungszahlen plus Zinsentscheidungen von BOE und RBA

Beschäftigungszahlen kommen diesen Freitag. Wir haben gesehen, wie die US-Wirtschaft im März wiedererwacht ist. Wir werden also sehen, ob die Dynamik anhält.

Außerdem erwarten uns Zinsentscheidungen der Bank of England und der Reserve Bank of Australia, aber wie es dieses Jahr immer zu sein scheint, erwarten wir keine großen Richtungswechsel. Es ist immer noch Earnings Season.

Hunderte Large Caps berichten von einem, für einige hervorragend gelaufenem Quartal.

Beschäftigungszahlen – kann April die super Zahlen vom März erreichen?

Die Beschäftigungszahlen für April werden am Freitag veröffentlicht. Der Fokus liegt auf dem US-Arbeitsmarkt, nachdem die Zahlen von März die Erwartungen übertroffen hatten, was ein Anzeichen dafür sein könnte, dass wieder Leben in die US-Wirtschaft einkehrt.

Die Zahlen stiegen um 916.000 im März – und übertrafen damit die Schätzung des Dow Jones von 675.000. Der größte Zuwachs wurde in den Freizeit- und Gastronomie-Bereichen verzeichnet, wo monatlich 280.000 Neuanstellung hinzugekommen sind.

Die Baubranche baute auf dem Erfolg des Vormonats auf und schaffte im Monat 110.000 neue Arbeitsplätze. Bildung erlebte einen Boom mit der Wiedereröffnung der Schulen in den USA. Lokale, staatliche und private Bildungseinrichtungen zusammen stellten im Monat 190.000 Beschäftigte ein.

Überall Zeichen für wirtschaftliches Wachstum. Die Geschäftsaktivität nährt sich dem Niveau vor der Pandemie und erreicht 93,4% auf Jefferies JeffData US-Wirtschaftstätigkeit-Tracker. Die Erwartungen an das BIP-Wachstum sind ebenfalls hoch.

Die ISM PMI-Zahlen für das produzierende Gewerbe werden diese Woche ebenfalls erwartet. Ein weiterer Wirtschaftsindikator nach der exzellenten Leistung im März. Der Index lag letzten Monat bei 64,7% und zeigte einen deutlichen Anstieg der Produktionsaktivität im Vergleich zum Vorjahr.

Der Fokus liegt darauf, den Impuls in diesen überlebenswichtigen Wirtschaftsbereichen zu erhalten.

Keine Politikänderung der Bank of England diesen Monat

Erwarten Sie auf der Sitzung der Bank of England am 6. Mai keine Änderung der Geldpolitik. Die viel besseren wirtschaftlichen Aussichten deuten jedoch darauf hin, dass die Bank ihren Notfallmodus früher zurückfahren kann.

Der Fokus wird darauf liegen, wann das MPC sich dazu entscheidet bekanntzugeben, die derzeit bei wöchentlichen Käufen von 4 Milliarden GBP liegende quantitative Lockerung später im Jahr zurückzufahren.

Der Rückgang des BIP im ersten Quartal war nicht so schlimm wie befürchtet, da die Wirtschaft eine weitaus größere Widerstandsfähigkeit gegenüber dem dritten Lockdown als dem ersten gegenüber zeigte, während der Erfolg von Impfungen deutlich wird und die Aufhebung aller Beschränkungen bis zum 21. Juni immer wahrscheinlicher wird.

Es besteht daher das Risiko, dass die Bank beim Treffen bekanntgeben wird, Anleihenkäufe früher als der Markt es vielleicht erwartet zurückzunehmen. Das wäre vermutlich positiv für den Pfund Sterling, da die Devisenmärkte weiterhin die Falken des MPC unter Preis bewerten.

Die Bank sagt eine Abnahme von 4% im ersten Quartal voraus (Quartal zu Quartal). Allerdings deuten die Zahlen bisher darauf hin, dass das Schrumpfen bisher milder war, als in der Vorhersage vom Februar angenommen. Wachstumsschätzungen für das ganze Jahr könnten vom jetzigen 5% Stand nach oben korrigiert werden. Dies kann Munition für eine frühere Zurücknahme liefern, die MPC könnte es jedoch vorziehen, länger zu warten (z. B. im Juni, wenn das Ausmaß der Wiedereröffnung besser einzuschätzen sein wird), um in der zweiten Jahreshälfte eine stärkere Zurücknahme zu veranlassen.

Keine Änderungen des Leitzins für RBA, aber Verlängerung der quantitative Lockerung möglich

Die Reserve Bank of Australia spiegelt die BOE wider und wird voraussichtlich keine wesentlichen Änderungen in der Politik vornehmen, wenn Philip Lowe und Co. ihre Bekanntmachung zur Zinsrate veröffentlichen.

„Der Vorstand wir den Zinssatz nicht anheben, bis die tatsächliche Inflation nachhaltig bei 2 bis 3% liegt. Dafür müsste das Lohnwachstum aber deutlich höher liegen, als das derzeit der Fall ist“, sagte RBA Gouverneur Philip Lowe in einer Erklärung im März. Der Zins liegt für die vorhersehbare Zukunft bei 0,10%.

Erhebliche Beschäftigungszuwächse und ein insgesamt angespannter Arbeitsmarkt sind die Faktoren, die Lowes zum Handeln zwingen werden. Zurzeit sieht die RBA eine Rückkehr frühsten 2024.

Stattdessen könnten wir eine Verlängerung der quantitative Lockerung in Australien sehen. Westpac-Analysten gehen davon aus, dass ein drittes Anleihekaufregime in Höhe von 100 Milliarden USD auf dem Weg ist, um „die Entscheidung zu ergänzen, die Yield Curve Control (YCC) -Richtlinie zum Kauf der Anleihe vom November 2024 zum Barkurs von 0,1% zu verlängern“.

Insgesamt ist die Stimmung der RBA gut.

In der Stellungnahme vom März, sagte die Zentralbank: „Die wirtschaftliche Erholung in Australien ist bereits in vollem Gange und stärker als erwartet. Die Arbeitslosenquote viel auf 5,8% im Februar und die Anzahl der Menschen mit Anstellung ist wieder auf das Niveau vor der Pandemie zurückgekehrt.“

„Das BIP stieg im Dezemberquartal um starke 3,1 Prozent, was durch einen weiteren Anstieg des Haushaltskonsums im Zuge der Verbesserung der Gesundheitssituation gefördert wurde. Man geht davon aus, dass die Erholung mit überdurchschnittlichem Wachstum in diesem und im nächsten Jahr anhält. Die Finanzen von Haushalten und Geschäften stehen gut da und sollten weitere Ausgaben stützen.“

Die Earnings-Season an der Wall Street geht weiter

Large Caps bereiten sich diese Woche auf ein weitere Welle von Gewinnberichten an der Wall Street vor.

Bisher sieht es so aus, als wäre durchgehen ein überdurchschnittliches Quartal für die berichtenden Unternehmen. Laut dem Earnings Insight-Bericht von FactSet vom 23. April haben Unternehmen bisher ein um 23,6% über den Erwartungen liegendes Gesamtergebnis gemeldet.

Big Hitter wie Apple und Alphabet verzeichneten starke Quartale, obwohl einige große Tech-Player wie Spotify und Netflix bei wichtigen Abonnenten- und Benutzerkennzahlen schlechter als erwartet abschnitten.

In der Vorschau für diese Woche erwarten uns eine Reihe Large Caps mit Berichten. Tech-Firmen wie PayPal und Square führen die Schlange an, genau wie Covid-19-Impfstoff-Pionier Pfizer. Die Impfkampagne hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Volkswirtschaften wieder zur Normalität zurückkehren. Daher erwarten wir wahrscheinlich ein erfolgreiches Quartal für das Pharmaunternehmen.

Sehen Sie unten für eine Übersicht über die Large Caps, die ihre Gewinnberichte in der kommende Woche veröffentlichen.

Top Wirtschafts-Daten

Date  Time (GMT+1)  Currency  Event 
Mon 03-May  3.00pm  USD  ISM Manufacturing PMI 
       
Tue 04-May  5.30am  AUD  Cash Rate 
  5.30am  AUD  RBA Rate Statement 
  Tentative  AUD  Annual Budget Release 
  11.45pm  NZD  Employment Change q/q 
  11.45pm  NZD  Unemployment Rate 
       
Wed 05-May  10.00am  EUR  EU Economic Forecasts 
  3.00pm  USD  ISM Services PMI 
  3.30pm  USD  US Crude Oil Inventories 
       
Thu 06-May  12.00pm  GBP  BOE Monetary Policy Report 
  12.00pm  GBP  MPC Official Bank Rate Votes 
  12.00pm  GBP  Monetary Policy Statement 
  12.00pm  GBP  Official Bank Rate 
  3.30pm  USD  US Natural Gas Inventories 
       
Fri 07-May  1.30pm  CAD  Employment Change 
  1.30pm  CAD  Unemployment Rate 
  1.30pm  USD  Average Hourly Earnings m/m 
  1.30pm  USD  Nonfarm Employment Change 
  1.30pm  USD  Unemployment Change 

Top Geschäftsberichte

Date  Time (GMT+1)  Currency  Event 
Mon 03-May  3.00pm  USD  ISM Manufacturing PMI 
       
Tue 04-May  5.30am  AUD  Cash Rate 
  5.30am  AUD  RBA Rate Statement 
  Tentative  AUD  Annual Budget Release 
  11.45pm  NZD  Employment Change q/q 
  11.45pm  NZD  Unemployment Rate 
       
Wed 05-May  10.00am  EUR  EU Economic Forecasts 
  3.00pm  USD  ISM Services PMI 
  3.30pm  USD  US Crude Oil Inventories 
       
Thu 06-May  12.00pm  GBP  BOE Monetary Policy Report 
  12.00pm  GBP  MPC Official Bank Rate Votes 
  12.00pm  GBP  Monetary Policy Statement 
  12.00pm  GBP  Official Bank Rate 
  3.30pm  USD  US Natural Gas Inventories 
       
Fri 07-May  1.30pm  CAD  Employment Change 
  1.30pm  CAD  Unemployment Rate 
  1.30pm  USD  Average Hourly Earnings m/m 
  1.30pm  USD  Nonfarm Employment Change 
  1.30pm  USD  Unemployment Change 

Wochenausblick: RBA spricht, US-Arbeitsmarktzahlen veröffentlicht und OPEC-Streit

US-Beschäftigungszahlen werden die Woche veröffentlicht und werden zeigen, ob der US-Arbeitsmarkt an Fahrt aufnimmt oder weiter Flaute herrscht. Anderswo droht ein Streit der Giganten bei der OPEC zu entbrennen und die RBA steht vor dem nächsten Zins-Bericht, wobei keine großen Änderungen erwartet werden.

Australische Zentralbank gibt Stellungnahme zu Zinsen

Australien, wie Neuseeland, hatte eine der besten Antworten auf Covid. Wirtschaftlich sind die Australier stärker, wenn auch nicht in perfektem Zustand, als die meisten anderen Länder in Zeiten von Covid.

Was ist auf der Tagesordnung der nächsten Zins-Bekanntgabe der australischen Zentralbank (RBA)? Renditen steigen weltweit, bereitet die RBA also einen Zinsanstieg vor? Möglicherweise, aber während sich die australische Wirtschaft schneller erholt hat als andere, scheint ein Anstieg noch in weiter Ferne. Es wird eine gute Idee sein, die nächsten Schritte aufmerksam zu verfolgen.

Im Januar-Bericht behielt die RBA ihre 3-Jahres-Ziele für Anleihen und Kassakurs bei 0,1%. Sie bestätigte außerdem nochmals die Absicht die Inflation nicht anzuheben, bis sie im 2-3% Bereich liegt.

Große Banken erwarten keine große Änderung der RBA-Politik im März. ING, Westpac, TDS und ANZ sehen alle keine Änderungen voraus und Australien wird wahrscheinlich auf dem jetzigen wirtschaftlichen Kurs bleiben.

Die RBA hat außerdem zugesagt, ihr Anleihekaufprogramm ab Mitte April bis auf 100 Milliarden AUD (76,4 Milliarden. USD) zu erhöhen, um Arbeitsplätze zu fördern und die Inflation anzukurbeln. Die konservative Regierung hat jedoch auch erklärt, dass sie ihre JobKeeper-Zahlungen, zweiwöchentliche Zahlungen im Wert von 1.000 AUD (775 USD), abschafft, da die Wirtschaft über den Erwartungen liegt. Das hat bei den beurlaubten Australiern, etwa in der Luftfahrtindustrie, ein wenig Bestürzung ausgelöst, könnte aber ein Zeichen dafür sein, dass die australische Wirtschaft gesünder ist als viele andere.

US-Beschäftigungszahlen veröffentlicht

Beobachter werden aufmerksam auf die am Freitag erscheinenden Zahlen zum US-Arbeitsstellen schauen, da diese einen Hinweis auf die Stärke oder Schwäche des US-Arbeitsmarkts bieten könnten.

Im Januar konnten 49.000 neue Stellen in der US-Wirtschaft geschaffen werden, nachdem im Dezember 227.000 verloren gegangen waren. Sicherlich Wachstum, aber weit unter den 100.000+, die erwartet wurden.

Der weiter gefasste Arbeitsplatz-Bericht vom Januar hob die schwierige Lage des US-Arbeitsmarktes hervor.

Die Freizeit- und Gastronomie-Branchen müssen weiter Schläge einstecken. So haben im Januar 61.000 Menschen ihren Arbeitsplatz in den Branchen verloren. Der Bereich hat seit Februar 2019 4 Millionen Arbeitsstellen verloren, was den massiven Schaden zeigt, den Covid verursacht hat. Aber solange die Menschen nicht ausgehen und Spaß haben können, wird es so weitergehen. Es ist eine traurige Geschichte, aber eine die nur enden wird, wenn die USA wieder zur Normalität zurückgekehrt sind. Die Arbeitsstellen im Einzelhandelsbereich sind um 37.800 gesunken, nachdem sie im Dezember um 134.900 gestiegen waren.

Aber einige Bereiche des Arbeitsmarktes zeigen Verbesserung. Bemerkenswert ist, das durch professionelle und Unternehmensdienstleistungen beinahe 100.000 Arbeitsplätze hinzu gekommen sind, nachdem dort im Dezember bereits 156.000 Stellen geschaffen wurden. Nach einem Anstieg von 15.500 im Dezember stieg die Zahl der Beschäftigten im Großhandel um mehr als 14.000. Laut dem monatlichen Stellenbericht von ADP sind auch die privaten Gehaltslisten im Januar um 174.000 gestiegen.

Im Januar konnte außerdem ein leichter Rückgang der US-Arbeitslosenquote beobachtet werden, von 6,7% auf 6,3%.

Also gemischte Gefühle vor der Veröffentlichung der Arbeitsmarktzahlen nächste Woche. Während neue Arbeitsplätze zur Wirtschaft hinzugekommen sind, ist die Anzahl nicht groß genug gewesen, um wirklich einen massiven Vertrauenszuwachs zu bewirken. Das Versprechen zukünftiger Konjunkturpakete bleibt bestehen, ebenso wie die Bedrohung durch Covid. Bekommt man das in den Griff wird ein besserer Arbeitsmarkt sehr wahrscheinlich folgen (wenn Sie das lesen Präsident Biden!).

OPEC-Treffen – Spannung im Anmarsch?

Jedes Haus, das in sich uneins ist, wird nicht bestehen, wie Abraham Lincoln eins sagte. Könnte das Gleiche der OPEC passieren?

Es sieht so aus, als ob die Großen wieder bereit wären aneinander zu geraten. In der blauen Ecke sitzt Saudi-Arabien, OPEC-Platzhirsch und größter Ölproduzent der Welt. In der roten sitzt Russland, das wieder auf die Rücknahme von Fördereinschnitten pocht und beginnen möchte, mehr Öl herauszupumpen.

Saudi-Arabien war immer schon der vorsichtigere der Top-OPEC-Akteure. So hat das Land freiwillig eine weitere Millionen Barrel pro Tag zusätzlich zu den bereits vereinbarten OPEC-Einschnitten aus seiner Produktion gestrichen, um die Preis die Preise zu schützen.

7 Millionen Barrel sind dank der OPEC-Fördereinschnitte jeden Tag aus dem weltweiten Angebot genommen. Daran liegt es auch teilweise, das WTI und Brent sich bei über 62 und 65 USD sammeln konnten.

Aber Russland würde gerne mehr Öl auf den Markt bringen. Öl ist für das russische BIP extrem wichtig. Es macht etwa 40% der jährlichen Regierungseinnahmen aus, es ist also kein Wunder, dass sie dafür eintreten, die Förderung wieder anzukurbeln.

Die weltweite Nachfrage ist allerdings weiterhin gehemmt. Während in den USA die Covid-Zahlen und die Anzahl der Erkrankten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, zurückgehen und Großbritannien dank des Erfolgs der Impfkampagne einen Plan aus dem Lockdown aufstellen konnte, ist der Großteil der Welt immer noch im strengen Lockdown.

Das März-Treffen von OPEC und Verbündeten wird interessant werden. Händler und Ölbeobachter werden sich der Possen vom März letzten Jahres nur allzu bewusst sein, als die Zusammenstöße zwischen Russland und Saudi-Arabien zu einer einmonatigen Aussetzung der OPEC führten.

 

Top Wirtschafts-Daten der Woche

Date  Time (GMT)  Currency  Event 
Mon 01 Mar  01.00am  CNH  Manufacturing PMI 
  9.00am  EUR  Final Manufacturing PMI 
  9.30am  GBP  Final Manufacturing PMI 
  2.30pm  CAD  Manufacturing PMI 
  3.00pm  USD  ISM Manufacturing PMI 
       
Tue 02 Mar  3.30am  AUD  Cash Rate 
  3.30am  AUD  RBA Rate Statement 
  1.30pm  CAD  GDP m/m 
       
Wed 03 Mar  12.30am  AUD  GDP q/q 
  1.15pm  USD  ADP Non-Farm Employment Change 
  3.00pm  USD  ISM Services PMI 
  3.30pm  USD  US Crude Oil Inventories 
       
Thu 04 Mar  All Day  All  OPEC-JMMC Meeting 
  3.30pm  USD  US Natural Gas Inventories 
       
Fri 05 Mar  1.30pm  USD  Average Hourly Earnings m/m 
  1.30pm  USD  Nonfarm Employment Change 
  1.30pm  USD  Unemployment Rate 

 

Top Geschäftsberichte diese Woche

Date  Company  Event 
Mon 1 Feb  Zoom  Q4 2021 Earnings 
  Novavax  Q4 2021 Earnings 
     
Tue 2 Feb  Target  Q4 2020 Earnings 
  Hewlett Packard  Q1 2021 Earnings 
     
Wed 3 Feb  Prudential  Q4 2020 Earnings 
  Vivendi  Q4 2020 Earnings 
  Gazprom Neft  Q4 2020 Earnings 
  Marvell Technology  Q4 2021 Earnings 
     
Thu 4 Feb  Broadcom  Q1 2021 Earnings 
  Sberbank  Q4 2020 Earnings 
     
Fri 5 Feb  London Stock Exchange  Q4 2020 Earnings 

Trump returns, big tech faces antitrust concerns

Don’t be afraid: President Trump returned to the White House, but it might not be for much longer. Whilst Trump almost revelled in his victory over the virus, telling Americans not to fear it, Joe Biden’s lead in the polls is rising. Trump has work to do in the battlegrounds to swing back in his favour.

Wall Street climbs on stimulus hopes

Wall Street rallied as we saw decent bid come through for risk that left the dollar lower and benchmark Treasury yields higher amid hopes that policymakers in Washington are close to doing a deal on stimulus. House Democrat leader Nancy Pelosi and Treasury Secretary Steven Mnuchin spoke yesterday but failed to reach agreement on a fresh stimulus package.

Negotiations are due to resume today and whilst the mood seems to be better, getting agreement so close to the election will be tough but not impossible.

The S&P 500 rose 1.8% to close at the high of the day above the  3,400 level but the intra-day high at 3,428 from Sep 16th remains the top of the channel that bulls will look to take out – failure here may call for a retreat towards the middle of the range again.

Stimulus hopes will drive sentiment, but election risk is also a factor. Vix futures for Oct at $30.86 compared with November’s $32.23.

European markets turned lower in early trade on Tuesday as bulls failed to follow through on the relief rally on Monday – still very much range bound.

As noted last week the key is the 3300 level on the Stoxx 50 and 6,000 on the FTSE 100 to signal the market has broken the range. The S&P 500 is closer to doing it.

Benchmark yields rose firmly with 10-year Treasuries breaking out of the recent dull range towards 0.80%, settling at 0.77% near 4-month highs. The 30-year yield also hit its highest since Jun 9th.

With polling and odds improving for a Democrat clean sweep, the market is starting to price in more aggressive stimulus, greater issuance and bigger deficits. Fed chair Jay Powell speaks later today about the US economic outlook at the National Association of Business Economics annual meeting.

Cable eyes Brexit latest Brexit headlines

Brexit talks rumble on – are we closer to a deal? Deadlines are fast approaching and on the whole it seems more likely than not that we at least see a skinny deal or sorts.

EC vice president Maros Sefcovic has been on the wires this morning underlining that ‘full and timely’ implementation of the withdrawal agreement is not up for debate. The British Parliament and government say otherwise.

Meanwhile the European Parliament is not budging on its demands over the EU budget – whilst the recovery fund was announced to much fanfare, it needs to be delivered for Europe’s economy to recover more quickly than it is.

Democrats to target tech giants

Big tech stocks need monitoring after reports that a Democrat-led House panel will call for an effective breakup of giants like Apple, Amazon and Alphabet. It comes after a long anti-trust investigation by the panel led by Democratic Representative David Cicilline.

If approved and legislation is enacted, it would be the most significant reform in this area since Teddy Roosevelt. Certainly, the concentration of capital in a handful of big tech stocks is worrisome for lots of reason. Even if approved, getting from draft to legislation will not be easy. However, if there were a Democrat clean sweep, it could open the door to some aggressive reforms.

As I noted over a year ago, given that the FAANGs have been at the front of the market expansion in recent years, any breakup or threat of it may act as a drag on broader market sentiment. Calls have been growing louder and louder for the authorities to at least look at antitrust issues for the tech giants.

Political pressure is building – lawmakers sniff votes in tackling big tech. The shift really happened two years ago with the Facebook scandals, which really broke the illusion that Silicon Valley is in it for the little guy.

AUDUSD sinks on dovish RBA meeting

The Reserve Bank of Australia left interest rates on hold, refraining from a cut below 0.25% but maintaining a decidedly dovish bias that still indicates a further cut may occur this year.

The RBA said it will keep monetary policy easy “as long as is required” and will not increase the cash rate target until progress is being made towards full employment and it is confident that inflation will be sustainably within the 2–3% target band. It kept its options open and stressed that it will continue to consider additional monetary easing.

After a decent run since the Sep 25th low AUDUSD was smacked down from its 50-day SMA at 0.7210 to trade around 0.7150. Currently contained by its 50- and 100-day SMAs.

The dollar index broke the horizontal support and the 21-day SMA, with the price action testing the trendline off the September lows. After the RSI trend breach and the MACD bearish crossover flagged yesterday was confirmed. 50-day SMA around 93.25 is the next main support.

The softer dollar gave some support to GBPUSD as it tests the top of the range and big round number and Fibonacci resistance at 1.30 this morning. Markets are also pushing back expectations for negative rates in the UK, which may be feeding through to a stronger pound.

Brexit risks remain but the odds of a deal seem to be better than evens, at least a ‘skinny’ deal that keeps dollar-parity wolves from the door.

The weaker dollar, higher inflation outlook is pushing up gold prices, which have broken above $1,900 but faces immediate resistance at the 21-day SMA on $1,916. Yesterday’s potential MACD bullish crossover has been confirmed.

Wochenausblick: Arbeitsmarktzahlen im Fokus angesichts durch US-Lockdowns gefährdeter Erholung

Die Earning-Season neigt sich dem Ende zu, aber der Q3-Bericht von Walt Disney wird diese Woche noch im Fokus stehen. Auf der volkswirtschaftlichen Seite halten die RBA und die BoE beide Treffen zur Geldpolitik und die Freitag erscheinenden Berichte zu den Nonfarm-Payrolls drohen die Volatilität der Märkte bis zum Wochenende zu erhalten.

PMIs von Markit, Caixin, ISM auf dem Weg

Eine Reihe PMIs wird diese Woche weitere Informationen zum Zustand der Weltwirtschaft liefern. Abschließende PMIs für Produktion und Dienstleistung werden für die Eurozone, England und die USA erwartet. Der genau im Auge behaltene chinesische Caixin Manufacturing PMI erscheint bereits am Montag, der Services PMI zur asiatischen Sitzung am Mittwoch.

Außerdem erwartet werden diese Woche die ISM Manufacturing- und Nonmanufacturing-Indizes. Vom Nonmanufacturing-Index wird ein leichter Rückgang erwartet, nach dem Ansprung von 12 im Bericht von Juni, bleibt dabei aber stabil im Wachstumsbereich.

Treffen der Reserve Bank of Australia – kommt eine Reaktion auf die jüngste Deflation?

Die Reserve Bank of Australia trifft sich vor dem Hintergrund steigender Coronavirus-Fälle, weltweit und im eigenen Land.

Neue Einschränkungen bedrohen die Wiedereröffnung der Wirtschaft und vor kurzem erschienene VPI-Zahlen legen offen, dass das Preisniveau im Q2 aufs Jahr gerechnet zum ersten mal seit 1997 gefallen ist und der Verbraucherpreisindex den größten Einbruch seit Beginn der Aufzeichnungen verbucht hat.

Die Märkte werden wahrscheinlich von der Politik erwarten, mehr zur Stimulation einer Inflation zu tun. Da Zinsraten effektiv bereits bei null liegen und es kein Interesse gibt noch tiefer zu gehen, lieft der Fokus darauf, ob die RBA jetzt oder in naher Zukunft andere Konjunkturmaßnahmen für nötig hält.

Walt Disney Gewinne

Investoren werden auf drei Schlüsselfaktoren ganz besonders achten im Q3-Gewinnbericht von Disney, der nach Börsenschluss am 4. August erwartet wird. Der Großteil des Einkommens der Firma kommt aus Vergnügungsparks – einige davon sind wieder geöffnet, aber andere bleiben über die ursprünglich angepeilten Eröffnungstermine hinaus wegen steigender Corona-Fallzahlen geschlossen.

Verzögerungen, nicht nur in der Veröffentlichung von Blockbuster-Filmen, sondern auch in der der Produktion, werden einen Einfluss auf das Saldo und Empfehlungen haben.

Disney+ könnte hier einen Lichtblick bedeuten – die Maßnahmen zum Coronavirus haben zu einem raketenhaften Anstieg der Abo-Zahlen für den Rivalen Netflix gesorgt und Investoren werden genau zusehen, ob Disney einen ähnlichen Boom genossen hat.

Bank of England Zinsentscheidung, Inflationsbericht

Der geld- und währungspolitische Ausschuss der Bank of England wird am Donnerstag die jüngsten Entscheidungen zur Geldmarktpolitik bekannt geben.

Chefökonom Andy Haldane sagte vor kurzem dem Treasury Select Committee, dass er glaube, dass sich die englische Wirtschaft um „etwa die Hälfte“ von den riesigen Einbrüchen im März und April erholt hätte, warnte aber davor, dass die Arbeitslosigkeit Höhen erreichen könnte, die man seit den 80er Jahren nicht mehr gesehen hat.

Haldane nannte einige Strategien, die die Bank of England einsetzen könnte, wenn die Politik diese für nötig erachten würde – jedes Wort zu Negativzinsen wäre direkt in den Schlagzeilen, aber die MPC könnten auch zusätzliche quantitative Lockerungen, Credit Easing und Forward Guidance in Betracht ziehen.

Es werden gerade aber keine Änderungen der Zinsrate oder der quantitative Lockerung erwartet. Die BoE wir außerdem am Donnerstag die neuesten Zahlen zur Inflation veröffentlichen.

Nonfarm-Payrolls – verlangsamen neue Corona-Einschränkungen die Erholung des Arbeitsmarktes?

Die US-Zahlen zu Nonfarm-Payrolls werden am Freitag erwartet. Die letzten zwei Berichte haben eine enorme Erholung nach dem Wegfall von 20 Millionen Stellen im April gezeigt, mit 2,7 Millionen neuen Stellen im Mai und 4,8 Millionen im Juni. Ökonomen erwarten die Schaffung 2,2 Millionen zusätzlicher Stellen für Juli zu sehen.

Es ist noch ein langer Weg, bis die USA wieder auf dem Beschäftigungsniveau von vor der Corona-Krise angelangt sind und steigende Corona-Fallzahlen und frische Einschränkungen auf Geschäfte in vielen Staaten könnte sich negativ auf zukünftiges Stellenwachstum auswirken.

Highlights auf XRay diese Woche

Lesen Sie den gesamten Zeitplan der Finanzmarkt-Analyse und des Trainings.

07.15 UTC Daily European Morning Call
12.00 UTC 03-Aug Master the Markets with Andrew Barnett
From 15.30 UTC 04-Aug Weekly Gold, Silver, and Oil Forecasts
17.00 UTC 06-Aug Election2020 Weekly
12.00 UTC 07-Aug Marketsx Platform Walkthrough

Top Quartalsberichte diese Woche

Hier sind einige der größten, für diese Woche angekündigten Quartalsberichte:

05.30 UTC 04-Aug Bayer – Q2
04-Aug Sony – Q1
Pre-Market (UK) 04-Aug BP – Q2
After-Market 04-Aug Walt Disney – Q3
05.00 UTC 05-Aug Allianz – Q2
Pre-Market 05-Aug Regeneron
06.00 UTC 06-Aug Glencore – Q2
06-Aug Adidas – Q2
Pre-Market 06-Aug Siemens – Q3
06-Aug Uber – Q2

Die wichtigsten Wirtschafts-Ereignisse

Behalten Sie die wichtigsten Ereignisse des wirtschaftlichen Kalenders dieser Woche im Auge:

01.45 UTC 03-Aug China Caixin Manufacturing PMI
07.15 UTC – 08.00 UTC 03-Aug Finalised Eurozone Manufacturing PMIs
08.30 UTC 03-Aug Finalised UK Manufacturing PMI
14.00 UTC 03-Aug US ISM Manufacturing PMI
04.30 UTC 04-Aug RBA Interest Rate Decision
22.45 UTC 04-Aug New Zealand Quarterly Employment Change / Jobless Rate
01.45 UTC 05-Aug China Caixin Services PMI
07.15 UTC – 08.00 UTC 05-Aug Finalised Eurozone Services PMIs
08.30 UTC 05-Aug Finalised UK Services PMI
14.00 UTC 05-Aug US ISM Nonmanufacturing PMI
14.30 UTC 05-Aug US EIA Crude Oil Inventories
11.00 UTC 06-Aug Bank of England Rate Decision, Monetary Policy Report
12.30 UTC 06-Aug US Weekly Jobless Claims
14.30 UTC 06-Aug US Natural Gas Storage
01.30 UTC 07-Aug RBA Monetary Policy Statement
06.00 UTC 07-Aug Germany Industrial Production / Trade Balance
12.30 UTC 07-Aug US Nonfarm Payrolls, Average Earnings, Jobless Rate

Euro wobbles ahead of German court ruling, risk appetite improves

Attention this morning was on the German constitutional court and its ruling on the ECB’s long-standing bond buying programme. This could limit the amount of bonds the Bundesbank can buy, potentially creating a rift with the ECB and other member states. The real concern is whether it could affect the €750bn Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP), which has much looser rules than other QE programmes.

 

It’s high stakes – if the court blocks the Bundesbank from participating in QE it would be curtains for the ECB and creates significant Eurozone breakup risks. The good news is that the judges probably realise this. High stakes but the risk of serious ructions appears low.  The European Court of Justice has already ruled in favour of the ECB’s bond buying, so it’s hoped the German court will not rock the boat at this critical moment.

 

EURUSD was lower, breaking down at the 1.09 support having failed to sustain the move above 1.10 last week, which could open move back to around 1.0810. The euro seems to be displaying some degree of stress this morning ahead of the German court ruling. 

 

European markets rose after Asian equities made some gains. Markets in Japan, South Korea and China were shut for a holiday, but Hong Kong and Sydney rose. Wall Street closed a little higher after bulls pushed the S&P 500 into positive territory only in the final hour of trading yesterday. There is a little more risk appetite as oil prices climb. 

 

The Reserve Bank of Australia left rates on hold at the record low 0.25% and seems to be well dug in here. The RBA won’t go negative and won’t hike until the Covid-19 crisis is well in the rear view mirror. This is a pattern being repeated by most major central banks. 

 

Oil continues to make steady gains with front month WTI to $22 on hopes lockdowns are being lifted. The idea that we will be moving around anything like as much as before is fanciful, at least in the near term. New Zealand is going to be shut to foreigners – except perhaps their pan-Tasman pals – for a long time to come, the prime minister says. Ryanair has reported passenger numbers in April fell 99.6% and sees minimal traffic in May and June. Carnival is getting cruises going again – tentatively – in August. New car registrations in the UK collapsed in April, falling 97% to just 4,000 vehicles.

API data later today could show a very small build in inventories, but as always we prefer to look at tomorrow’s EIA figures. A small build would give more hope to oil bulls that the glut is not as bad as feared, however I would caution that we are simply seeing inventories naturally build more slowly as we approach tank tops.

Chart: EURUSD wobbles

European markets tumble in catchup trade, Trump bashes China

On the plus side, the UK is sketching out how it plans to end the lockdown. On the minus side, it’s going to take a long time to get back to normal. This, in a nutshell, is the problem facing the global economy and it is one reason why equity markets are not finding a straight line back to where they were pre-crisis.

Indices on mainland Europe are catching up with the losses sustained in London and New York today, having been shut Friday. The DAX retreated 3% on the open to take a look again at 10,500, whilst the FTSE 100 extended losses to trade about 20 points lower. Hong Kong turned sharply lower ahead of its GDP report.

Whilst monetary and fiscal stimulus sustained a strong rally through April – the best monthly gain for Wall Street since 1987 – it’s harder to see how it can continue to spur gains for equity markets. Moreover, US-China tensions are resurfacing as a result of the outbreak, which is weighing on sentiment. Donald Trump spoke of a ‘very conclusive’ report on China – the demand for reparations will grow, and trade will suffer as the easiest policy lever for the White House to pull. This is an election year so I’d expect Trump to beat on the Chinese as hard as he can without actually going to war. Trade Wars 2.0 will be worse than the original.

And as I pointed out in yesterday’s note, equity indices are showing signs of a potential reversal with the gravestone doji formations on the weekly candle charts looking ominous.

Warren Buffet doesn’t see anything worth investing in. Berkshire Hathaway has $137bn in cash but the Oracle of Omaha hasn’t found anything attractive, he said on Sunday’s shareholder meeting. His advice: buy an index fund and stop paying for advice.

In FX, today’s slate is rather bare but there are some European manufacturing PMIs likely to print at the low end. The US dollar is finding bid as risk appetite weakens, favouring further downside for major peers. EURUSD retreated further having bounced off the 100-day SMA just above 1.10 to find support around 1.09250. GBPUSD has further pulled away from 1.25 to 1.2460.

Front month WTI retreated further away from $20. CFTC figures show speculative long trades in WTI jumped 35% – the worry is traders are trying to pick this market and the physical market is still not able to catch up with the speculators. The move in speculative positioning and price action raises concerns about volatility in the front month contract heading into the rest of May.

BT Group shares dropped more than 3% on reports it’s looking to cut its dividend this week. Quite frankly they ought to have cut it months ago. I rehash what I said in January: Newish CEO Philip Jansen should have done a kitchen sink job and cut the dividend from the start. The cost of investment in 5G and fibre is crippling, despite the cutbacks and cost savings. Net debt ballooned to more than £18.2bn – up £7.2bn from March 31st 2019. How can BT justify paying over £1bn in dividends when it needs to sort this debt out, get a grip on the pension deficit and do the kind of capex needed for 5G and mass fibre rollout? Given the current environment, a dividend cut seems assured.

What to watch this week

NFP – Friday’s nonfarm payrolls release is likely to be a history-making event. Last month’s -701k didn’t reflect many days of lockdown, so the coming month’s print will be seismic. However, this is backward looking data – we know that in the last initial jobless claims have totalled around 30m in six weeks – the NFP number could be as high as 22m according to forecasts. The unemployment rate will soar to 16-17%. The main focus remains on exiting lockdown and finding a cure.

BOE – The Bank of England may well choose this meeting to expand its QE programme by another £200bn, but equally it may choose to sit it out and simply say that it stands ready to do more etc. The Bank will update forecasts in the latest Monetary Policy Report, with the main focus likely to be on how bad they think Q2 will be. Estimates vary, but NIESR said Thursday the contraction will be 15-25%.

RBA – The Australian dollar is our best risk proxy right now. The collapse in AUDJPY on Thursday back to 68.5 after it failed to break 70 was a proxy for equity market sentiment. We will wait to see whether the Reserve Bank of Australia meeting on Tuesday gives any fresh direction to AUD, however there is not going to be a change in policy.

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