Wochenausblick: Bereiten Sie sich auf die Flut der Q3-Geschäftsberichte vor

Wall Street wird diese Woche vor lauter Quartalsberichten brummen, da es diese Woche mit der Q3-Earnings-Season ernst wird. Auf der Zahlenseite erwarten uns die US-VPI-Zahlen, sowie ein Blick hinter die Kulissen der Fed mit den jüngsten FOMC-Sitzungsprotokollen.

Wichtige Inflations-Metrik mit US-VPI-Bericht

Zuerst steht die Veröffentlichung des Verpraucherpreisindex-Bericht am Mittwoch an, der die Inflation in den USA bemisst.

Nach der Veröffentlichung der August-Zahlen im September halten sich Jerome Powell und seine Kollegen an das bekannte Drehbuch: dass all diese hohe Inflation nur vorübergehend ist. Werden die Zahlen am Mittwoch das untermauern?

Im Vergleich zeigte der letzte, im September veröffentlichte VPI-Bericht eine kleine Abkühlung im August. Die zugrundeliegenden Preise stiegen am langsamsten seit 6 Monaten. Insgesamt stieg der VPI 0,3% nachdem er im Juli bereits 0,5% zugelegt hatte. In den 12 Monaten bis August stieg der VPI 5,3%, nachdem er im Jahresvergleich für Juli um 5,4% in die Höhe geschossen war.

Einige Fed-Mitglieder sind aber nicht besorgt.

„Ich kann mir gut vorstellen, dass dies vorübergehend erhöhte Preise sind, die auch wieder sinken werden, wenn Lieferengpässe behoben sind“, sagte der Präsident der Chicagoer Fed, Charles Evans, gegenüber CNBC. „Ich glaube es könnte länger dauern als wir erwarten, definitiv, da habe ich keine Zweifel. Aber ich glaube, dass die weitere Anstieg dieser Preise unwahrscheinlich ist.“

Treibstoffpreise steigen aber. Öl und Gas schossen letzte Woche in die Höhe. Höhere Ölpreise deuten im Allgemeinen auf höhere Input- und Transportkosten in mehreren Sektoren hin, die dann auf den Verbraucher abgewälzt werden können, was zu allgemein höheren Preisen führt. Vor dem Hintergrund könnten sich die höheren Energiepreise und ihre Auswirkungen deutlicher im VPI-Bericht des nächsten Monats hervortreten anstatt dem vom Mittwoch.

Sitzungsprotokolle des FOMC-Treffens könnten Einblicke ins Denken der Fed geben

Mittwoche sehen wir auch die Veröffentlichung des FOMC-Sitzungsprotokolle für das Treffen im September.

Wir wissen mittlerweile alle was kommt: Zinsen bleiben niedrig; Zurücknahme kommt bald.

Wir wissen aber auch, dass die Falken unter den Fed-Mitgliedern mit früher als erwarteten Zinserhöhungen rechnen. Es gibt das Gefühl, dass ein Anstieg der Zinsen im nächsten Jahr kommen könnte.

Der Vorsitzende Powell stimmte bei denen mit ein, die vor dem Nicht-Anheben der Schuldenbremse warnten. Finanzministerin Janet Yellen warnte Ende September, dass der US-Regierung das Geld ausgehen könnte, wenn nichts unternommen wird.

Die Nichtbedienung der US-Schulden würde Powell zufolge der US-Wirtschaft „deutliche Schäden“ zufügen. Präsident Biden hat angedeutet, dass ein Anstieg der Staatsschulden möglich ist, sodass die Krise vielleicht noch abgewendet werden kann.

Was die Steuerung der Wirtschaft angeht ist aber wahrscheinlich die Rücknahme die große Maßnahme. Man glaubt, dass die Fed ihre Unterstützung schrittweise zurücknehmen wird, bis sie bis Ende 2022 komplett zurückgenommen ist.

Es ist ein starkes Zeichen, dass die USA schnell zur wirtschaftlichen Normalität zurückkehren wollen. Aber die Bedrohung durch neue COVID-19-Varianten steht immer noch im Raum. Man kann nur hoffen, dass 2022 keine neue Delta-Variante zu einer Welle neuer Lockdowns führt oder die Fed steht im Regen.

Die Earning Season ist wieder hier

Gehen wir zur Wall Street. Wir stehen kurz vor Veröffentlichung der Gewinne des dritten Quartals von den ganz Großen, da diese Woche wieder die Earnings Season beginnt.

Wie immer beginnen wir mit den großen Investitionsbanken, die im Q2 wunderschöne Wachstumszahlen verzeichnet haben. Wird der Trend anhalten? JPMorgan, Wells Fargo, Citigroup, Goldman Sachs und andere bringen den Ball dieses Quartal ins Rollen. Der erste Geschäftsbericht kommt am Mittwoch von JP.

Obwohl es so aussieht als ob sich das Wachstum vom sehr guten zweiten Quartal 2021 verlangsamt, könnte uns immer noch ein sehr leistungsstarkes Quartal erwarten. Die US-Finanzdatengruppe FactSet prognostiziert für S&P500-Unternehmen ein Gewinnwachstum von 27,6% im dritten Quartal – die dritthöchste Jahresgewinnwachstumsrate des Index seit 2010.

Im Q3 gibt es auch noch Lieferengpässe. Es gab sie in der ersten Jahreshälfte, aber mit dem Anstieg der Preise von Rohmaterialien und Energie könnten wir eine Verlangsamung der Ergebnisse sehen.

Apple und Konsorten haben zwar gewarnt, dass sich das Absatzwachstum gegen Ende des Jahres verlangsamen könnte, aber lassen Sie uns mal abwarten, was passiert.

Unser Kalender für die US-Earnings-Season hält Sie auf dem Laufenden, welche Mega Caps wann melden, damit Sie Ihre Trades basierend auf den Gewinnberichten dieses Quartals planen können. Unten finden Sie eine Übersicht über die Unternehmen, die diese Woche ihre Geschäftsberichte veröffentlichen.

Top Wirtschafts-Daten

Date  Time (GMT+1  Asset  Event 
Tue Oct-12  10:00am  EUR  ZEW Economic Sentiment 
  10:00am  EUR  German ZEW Economic Sentiment 
  3:00pm  USD  JOLTS Job Openings 
       
  6:01pm  USD  10-y Bond Auction 
Wed Oct-13  1:30pm  USD  CPI m/m 
  1:30pm  USD  Core CPI m/m 
  6:01pm  USD  30-y Bond Auction 
  7:00pm  USD  FOMC Meeting Minutes 
       
Thu Oct-14  1:30am  AUD  Employment Change 
  1:30am  AUD  Unemployment Rate 
  1:30pm  USD  PPI m/m 
  1:30pm  USD  Core PPI m/m 
  1:30pm  USD  Unemployment Claims 
  4:00pm  USD  Crude Oil Inventories 
       
Fri Oct-15  1:30pm  USD  Core Retail Sales m/m 
  1:30pm  USD  Retail Sales m/m 
  1:30pm  USD  Empire State Manufacturing Index 
  3:00pm  USD  Prelim UoM Consumer Sentiment 
  Tentative  USD  Treasury Currency Report 

 

Key earnings data 

Wed 13 Oct  Thu 14 Oct  Fri 15 Oct 
JPMorgan Chase & Co (JPM) PMO  Bank of America Corp (BAC) PMO  Goldman Sachs Group Inc (GS) PMO 
     
Wells Fargo & Co (WFC) E  Citigroup Inc (C) PMO  Goldman Sachs Group Inc (GS) PMO 
     
  Morgan Stanley (MS) PMO   

 

Wochenausblick: Ein neuer Monat bringt einen neuen Bericht zur Beschäftigung

Ein neuer Monat bringt einen neuen Bericht zur Beschäftigung. Die Märkte werden hoffen, dass der Ausrutscher vom August ein Einzelfall bleibt. Australische und neuseeländische Zentralbanken bereiten auch große Stellungnahmen vor währen OPEC+ sich für die Politikgespräche im Oktober sammelt.

Zurücknahme oder nicht, die Beschäftigungszahlen am Freitag sind für die USA extrem wichtig.

Die Märkte werden darauf achten, ob es eine Kehrtwende im amerikanischen Arbeitsmarkt gibt, nachdem die Zahlen vom August weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Die Beschäftigungszahlen für August lagen insgesamt bei einem Plus von 275.000 und verfehlten damit die Erwartungen des Markts von 750.000 bei weitem.

Die Arbeitslosenquote ist auf etwas unter 5,2% gesunken, während die Teilnahme am Arbeitsmarkt unverändert bei 61,7% liegt. Der Stundenlohn stieg im August um 0,6%, was über den Marktprognosen von 0,3% lag.

Wir wissen, dass Jerome Powell und die Fed starke Beschäftigungszahlen lieben. Wir wissen aber auch, dass unabhängig der Zahlen für September eine Zurücknahme kommt – vermutlich im November. Natürlich könnte, wenn der Bericht am Freitag wirklich schrecklich ausfällt, dies die Pläne der Fed zur Zurücknahme durcheinanderbringen, aber die Zeichen stehen gut, dass eine Zurücknahme bald erfolgen könnte.

Allerdings glaubt der Fed-Vorsitzende Powell weiterhin, dass die USA noch weit von dem entfernt ist, wo er die Arbeitslosigkeit gerne hätte.

In einer Rede letzte Woche sagte Powell: „Was ich letzte Woche gesagt habe, ist das fast die Zustände erreicht haben, die wir für eine Zurücknahme benötigen. Ich habe klargestellt, dass wir meiner Meinung nach weit weg von der maximalen Beschäftigung sind.“

Wann wird sie kommen? Laut einer aktuellen Umfrage der National Association for Business Economics glauben 67% der teilnehmenden Ökonomen, dass das Beschäftigungsniveau bis Ende 2022 wieder Vor-Pandemie-Niveau erreichen wird. Weniger als ein Drittel glaubt, dass die Erholung des Arbeitsmarkt nicht bis 2023 passiert ist.

Der Weg zur Erholung ist aber noch weit. Wir haben 2021 aber auch einige Male erlebt, dass Beschäftigungszahlen nach einem enttäuschenden Monat einen Sprung hingelegt haben.

Der Sprung vom Januar zum Februar zeigte eine Zunahme von -306.000 auf +233.000 Arbeitsplätze. Beschäftigungszahlen stiegen von 269.000 im April auf 614.000 im Mai 2021. Da gibt es einen Präzedenzfall.

Mehr als 7,5 Millionen Amerikanern wurde das Pandemie-Arbeitslosengeld gekürzt. Die Zusatzzahlungen in Höhe von 300 US-Dollar wurden Anfang September eingestellt, da die Regierung damit beginnt, die Steuerhilfe zu kürzen. Könnte dies ein Katalysator für weitere Anstellung sein? Wir werden es vielleicht Freitag bei den Beschäftigungszahlen sehen.

Weg von den USA stehen die großen antipodischen Zentralbanken diese Woche vor der Veröffentlichung der aktuellen Zinsberichte.

Fangen wir mit Australien an: Gouverneur Philip Lowe und seine Kollegen scheinen sich beim September-Treffen der Reserve Bank of Australia in Richtung einer flexibleren Politik zu bewegen. Daher gehen die Märkte nicht von drastischen Veränderungen im Oktober aus.

Wir haben gesehen, dass die Zinsen in Australien auf dem Stand der letzten anderthalb Jahre geblieben ist. Die RBA steht immer noch voll dahinter, den Leitzins nicht anzuheben, „bis die tatsächliche Inflation nachhaltig im 2%- bis 3%-Bereich liegt.

Die Stellungnahme vom September zeigte einige nuancierte Änderungen.

Der Leitzins und der dreijährige Kontroll-Zins blieben beide bei 0,1%, aber die Formulierung des Programms zur Zurücknahme des Anleihenankaufs wurde geändert. Ursprünglich sollte es nicht später als im November überprüft werden, nachdem ab Juli um 4 Milliarden AUD gekürzt wurde. Jetzt wird es bis mindestens Februar 2022 auf dem Level bleiben.

Das bedeutet im Grunde, dass die Geschwindigkeit der RBA-Anleihenkäufe sich bis nächsten Februar nicht verlangsamen wird. Nach dem Treffen vom Juli ging man davon aus, dass die Bank beginnen würde, ihr Anleihenkaufprogramm alle drei Monate zu überprüfen, bevor es über dem Lauf des Jahres komplett abgeschafft werden würde. Das scheint bisher aber nicht passiert zu sein.

Wir erwarten immer noch kein Feuerwerk, wenn die RBA am Dienstag morgen ihre Stellungnahmen zum Zins abgibt.

Die Märkte könnten stattdessen eher falkenartige Bewegungen der Reserve Bank of New Zealand erwartet haben – aber die jüngsten Kommentare des stellvertretenden Gouverneurs Christian Hawksby deuten darauf hin, dass es verfrüht ist, von einer größeren Erhöhen des Leitzins zu sprechen.

„Zentralbanken weltweit neigen dazu, einem geglätteten Pfad zu folgen und ihren Leitzins unverändert zu lassen oder in Schritten von 25 Basispunkten zu bewegen“, sagte Hawksby und machte damit jegliche Vorstellung von einem 50 Basispunkt Aufschwung des neuseeländischen 0,25%-Leitzins zunichte.

Stattdessen wird das vermutlich stückweise passieren, bis er Ende 2022 1,5% erreicht hat.

Aber wie immer steht COVID-19 bedrohlich am Horizont für Neuseeland Steuerpolitik. Das Land ging nach eine Anstieg der Fälle der Delta-Variante vor kurzem wieder in den Lockdown. Obwohl sie da wieder raus sind, war die geringe Menge an Vorfällen genug, um die RBNZ zum Zittern zu bringen.

Reuters zufolge preisen die Märkte eine 60%ige Chance eines Zinsanstiegs für Mittwoch ein, wenn Gouverneur Orr zu Wort kommt.

Zum Schluss treffen sich am Montag die OPEC und ihre Verbündeten wieder zu ihrem monatlichen Get-Together zur Politikdiskussion.

Mit hohen Preisen und hoher Nachfrage werden wir wahrscheinlich ein Durchwinken weiterer Fördererhöhungen sehen. OPEC+ hat sich dazu verpflichtet bis Ende nächsten Jahres jeden Monat weitere 400.000 Barrel pro Tag zu fördern, als Versuch pandemiebedingte Verluste wieder auszugleichen.

Dem monatlichen Ölmarktbericht vom September zufolge glaubt OPEC+, dass die Nachfrage das Niveau von 2019 bis Ende 2022 überschritten haben wird.

Mit dem Anstieg auf Brent-Rohöl auf beinahe 80 USD gehen in den USA die Alarmglocken über den hohen Benzinpreis an. Die USA haben in der Vergangenheit viel günstigere Benzinpreise genossen als einige andere Industrienationen und alles, was das ändern könnte, wird von Joe Sixpack und Joe Biden als inakzeptabel angesehen wird.

Der Präsident sagt, dass die USA sich zurzeit in Gesprächen mit OPEC befinden, um das Fördervolumen weiter anzuheben und dem so entgegenzuwirken – was vielleicht aber die Tatsache ignoriert, dass wenn US-Ölschiefer bereit steht, es mindestens 800.000 Barrel pro Tag zum weltweiten Angebot hinzuzufügen könnte.

Die OPEC+ macht sowieso ihr eigenes Ding. Alles was sie machte, macht es im Interesse ihrer Mitgliedstaaten, Verbündeten und dem weltweiten Ölpreis insgesamt. Ob Bidens Bitten auf taube Ohren fallen wird wissen wir noch nicht, aber es wäre keine Überraschung, wenn OPEC-JMMC im Oktober und darüber hinaus ihre eigenen Pläne verfolgen.

Top Wirtschafts-Daten

Date  Time (GMT+1)  Asset  Event 
Mon 04-Oct  All Day  OIL  OPEC-JMMC Meetings 
       
Tue 05-Oct  4.30am  AUD  RBA Rate Statement 
  4.30am  AUD  Cash Rate 
  3.00pm  USD  ISM Services PMI 
       
Wed 06-Oct  2.00am  NZD  Official Cash Rate 
  2.00am  NZD  RBNZ Rate Statement 
  1.15pm  USD  ADP Nonfarm Employment Change 
  3.30pm  OIL  US Crude Oil Inventories 
       
Thu 07-Oct  3.30pm  GAS  US Natural Gas Inventories 
       
Fri 08-Oct  1.30pm  CAD  Employment Change 
  1.30pm  CAD  Unemployment Rate 
  1.30pm  USD  Average Hourly Earnings m/m 
  1.30pm  USD  Nonfarm Employment Change 
  1.30pm  USD  Unemployment Rate 
  Tentative  USD  Treasury Currency Report 

Wochenausblick: Könnten PCE-Zahlen für die USA die Fed zum Zurückfahren bringen?

Auf dem Plan stehen diese Woche: Wir verabschieden Angela Merkel und schauen, was die Zukunft für Deutschland bringt, das zum ersten mal seit 10 Jahren nicht unter ihrer Führung ist. Uns erwarten außerdem große Veröffentlichungen von Daten aus den USA, unter anderem die Lieblingsmetrik der Fed zur Inflation und Zahlen zum kanadischen BIP. Wird sie rückfällig werden?

Wir wissen alle, dass die Fed PCE-Zahlen liebt. Personal Consumption Expenditures (also persönliche Konsumausgaben) ist ihre Lieblingsmetrik für Inflation – und eine, die das viel diskutierte Zurückfahren früher herbeiführen könnte, je nach dem wie die Zahlen für August aussehen.

Der breite Marktkonsens ist, dass die Fed im November oder Dezember beginnen wird, ihre wirtschaftliche Unterstützung zurückzuziehen, die Frage jetzt ist also der Anstieg des Leitzins’. Die Fed hat bereits im Juni ihre Vorhersagen zur Kern-PCE-Inflation für 2021 von 3,7% auf 3% zurückgefahren – sie wissen, dass es heiß ist. Vorsitzender Powell hat außerdem bekanntgegeben, dass die Fed dieses Jahr anfangen wird, Maßnahmen zurückzufahren. Die Frage ist jetzt, ob die Fed diese Erwartungen noch weiter nach oben korrigieren muss und was das für steigende Leitzinsen bedeuten könnte. Ein die Erwartungen übertreffender Wert diese Woche, könnte die Sorge schüren, dass dies der Fall ist.

Natürlich spielen da auch externe Faktoren noch eine Rolle. Es sollte außerdem erwähnt werden, dass 0,4%-Sprung im Juli den Erwartungen entsprach und eine Abkühlung im Vergleich zu den Zahlen vom Juni zeigte.

Im Juli hatte die Gesamtinflation 4,2% erreicht. Den jüngsten VPI-Zahlen zufolge stieg der Preis von Konsumgütern im August um 5,3%. Das entspricht den Erwartungen. Es könnte außerdem Hinweise darauf geben, in welche Richtung sich die PCE-Zahlen bewegen.

Die Fed hat zu Protokoll gegeben, dass sie kein Problem damit habe, die Inflation über dem Ziel von 2% laufen zu lassen, da sie diese Höhen für nur von vorübergehender Natur halten.

Die Vereinigten Staaten versucht wie alle großen Volkswirtschaften ihren Weg aus der Pandemie-Wirtschaft zurück zur Normalität zu finden. Es könnte der Fall sein, dass eine heiße Inflation die Wirtschaft weiterhin versengt, bevor sie 2022 ausbrennt und verblasst.

Die jüngsten PCE-Zahlen kommen am Freitag.

Daran gebunden ist das US-Verbrauchervertrauen. Logischerweise deuten höhere Preise auf eine schlechtere Konsumstimmung hin. Das kann man auch in den Zahlen vom August sehen und es könnte sein, dass sich das in den Zahlen für September, die wir Dienstag Nachmittag erhalten, fortsetzt.

Im August sank das Verbrauchervertrauen auf ein Sechs-Monatstief. Der Conference Board Index fiel im Juli auf 113,8 von einem angepassten Wert von 125,1.

„Besorgnis über die Delta-Variante – und in geringerem Maße steigende Gas- und Lebensmittelpreise – führten zu einer ungünstigeren Einschätzung der aktuellen Wirtschaftslage und der kurzfristigen Wachstumsaussichten“, sagte Lynn Franco, Senior Director of Economic Indicators beim Conference Board , in einer Erklärung zum Rückgang.

Mehr als 39 Millionen COVID-19-Fälle wurden bisher in im Laufe der Pandemie in den USA gemeldet.

Weg von den USA, schließt Deutschland das Kapitel Angela Merkel mit Ende ihrer Kanzlerschaft. Nach 16 Jahren tritt Merkel zurück, was dem aktuellen Wahlkampf einen Hauch spannender Veränderung bringt.

Nach Heute wird Deutschland einen brandneuen Kanzler haben. Vorsitzender der SPD Olaf Scholz war im Wahlkampf der Spitzenreiter vor den Konkurrenten von CDU und den Grünen.

Man geht davon aus, dass die Grünen, denen Umfragen zufolge das beste Wahlergebnis ihrer Geschichte bevorsteht, der Hauptpartner der SPD in einer neuen Koalition werden könnten.

Unsere Volkswirtschaftsexpertin und Politik-Guru Helen Thomas hat sich mit dem möglichen Ergebnis der aktuellen Bundestagswahl beschäftigt. Haben sich ihre Vorhersagen bewahrheitet?

Da wir gerade von Wahlen sprechen, die Kanadier haben vor kurzem für eine Reihe politischer Veränderungen gestimmt, mit PM Trudeau im Sattel für eine dritte Amtszeit. Die Mehrheit der Liberalen ist geschrumpft – was die wirtschaftlichen Schritte der Nation interessant lassen werden könnten.

Nach einem Rückgang von 1,1%, werden diesen Monat die monatlichen BIP-Zahlen für Kanada veröffentlicht. Schätzungen gingen von 2,5% Wachstum aus, als selbst wenn die vorgezogenen Wahlen Trudeau weiterhin im Amt lassen, wird er die gleichen Herausforderungen meistern müssen wie zuvor.

Die wirtschaftliche Erholung wird „weiterhin das gleiche Maß außergewöhnlicher Unterstützung erfordern“, sagte der Gouverneur der Bank of Canada Tiff Macklem. Es werden keine Anpassungen der Wirtschaftspolitik erwartet – trotz enttäuschender BIP-Zahlen im letzten Monat. Vielleicht sehen wir diesen Monat eine Trendwende oder verschwindet das Thema möglicherweise hinter dem Wahlkampf-Getöse?

Top Wirtschafts-Daten

Date  Time (GMT+1)  Asset  Event 
Sun 26-Sep  All Day  EUR  German Federal Elections 
       
Tue 28-Sep  2.30am  AUD  Core Retail Sales m/m 
  3.00pm  USD  CB Consumer Confidence 
       
Wed 29-Sep  3.30pm  OIL  US Crude Oil Inventories 
       
Thu 30-Sep  2.00am  CNH  China Manufacturing PMI 
  1.30pm  CAD  GDP m/m 
       
Fri 01-Oct  8.55am  EUR  German Final Manufactuing PMI 
  1.30pm  USD  Core PCE Index m/m 
  3.00pm  USD  ISM Manufacturing PMI 

 

Wochenausblick: Zentralbanken im Fokus

Diese Woche wird von den Zentralbanken dominiert. Wir haben drei im Blick, die erste ist die EZB. Ihr zurückhaltender Ausblick steht im Widerspruch zu dem der Reserve Bank of Australia und der Bank of Canada, die in letzter Zeit einen eher aggressiven Charakter angenommen haben. Wir erwarten keine großen Anpassungen der Politik – aber Überraschungen sind in der Welt der Volkswirtschaften nie weit weg.

Der letzte Einblick in das Denken der europäischen Zentralbank kam in Form der Sitzungsprotokolle vom Juni. In einer Welt, in der Zentralbanken anfangen aggressivere Stellungen zu beziehen, ist die EZB zurückhaltend.

Die EZB hat im Juni ihre erste große strategische Finanzpolitik bekannt gegeben. Inflationsziele wurden angepasst, weg vom Versuch sie unter 2% zu halten, und durch die Annahme eines spezifischen Gesamtinflationsziels von 2 % ersetzt. Seitdem ist die Inflation in der Euro-Zone mit 3% auf den höchsten Stand des Jahrzehnts gestiegen, was vermutlich die Falken im Rat der EZB bestärken dürfte.

Alles schön und gut, aber was ist mit COVID-19? Die Pandemie ist noch lange nicht vorbei, aber einige wichtige Vorstandsmitglieder der EZB sind sich sicher, dass selbst die Delta-Variante Europas Weg zurück zu schwarzen Zahlen nicht aufhalten kann.

Mit einem leichten Gegenwind ist zu rechnen. Die Stimmung ist positiv.

„Ich würde sagen, dass wir grob gesehen, nicht weit von dem Weg sind, was wir im Juni für das ganze Jahr erwartet haben“ sagte Philip Lane, Chief Economist der EZB am Mittwoch Reuters. „Es ist insgesamt ein relativ ausgewogenes Bild.“

Wichtig ist, dass die EZB angekündigt hat, auch in Zukunft eine „anhaltend entgegenkommende“ Haltung beizubehalten. Die Zinsen bleiben vermutlich auf ihrem bisherigen, außergewöhnlich niedrigen Niveau. Wir rechnen in naher Zukunft nicht mit einem Wandel zu einer falkenartigeren Position.

In Australien hat sich die RBA in der jüngsten Kommunikation sehr optimistisch gegeben. Eine neue Stellungnahme zum Zinssatz kommt am Dienstag morgen von der Reserve Bank of Australia und wir rechnen nicht damit, dass die Bank groß von ihrem bisherigen Kurs abweichen wird.

Das heißt, die Rücknahme des Anleihenkaufprogramms der RBA wird mit dem Ziel fortgesetzt, es ab September wieder zu reduzieren. Die Zinsen werden vermutlich niedrig bleiben. Wir rechnen frühestens spät 2022 mit einem Zinsanstieg.

Vieles hängt davon ab, wie robust die australische Wirtschaft vor dem Hintergrund steigender Coronavirus-Fallzahlen und lokaler Lockdowns bleibt.

„Der Vorstand wäre bereit, auf weitere schlechte Nachrichten an der Gesundheitsfront zu reagieren, falls dies zu einem deutlicheren Rückschlag für die wirtschaftliche Erholung führen sollte“, sagte die RBA in ihrem Sitzungsprotokoll vom August. „Die Erfahrung bisher zeigt, dass sobald Virenausbrüche eingedämmt sind, sich die Wirtschaft schnell wieder erholt.“

Gouverneur Lowe und seine Kollegen haben gesagt, dass eine Rezession nicht sehr wahrscheinlich ist, obwohl die Wachstumsaussichten für 2021 korrigiert wurden. Dieses Jahr rechnet die RBA mit einem Wachstum von etwa 4%, was unter dem vorherigen Prognosen von 4,75% liegt, das aber bis Ende 2022 auf 4,25% steigen wird.

Den Abschluss der Zentralbank-Flut macht dieses Woche die Bank of Canada. Die BOC ist eine der Falken unter den Zentralbanken der Welt, die ihr Anleihenkaufprogramm ziemlich schnell zurückgefahren hat, obwohl der Tagesgeldsatz bei 0,25% gehalten wurde.

Die BOC wies darauf hin, dass das Wachstum im Q2 durch eine neue Infektionswelle und Lockdowns gehemmt wurde, aber die Bank ist zuversichtlich, dass das Wachstum gegen Ende des Jahres schnell zunehmen wird.

Die Zentralbank sagte, dass Kanadas Wirtschaft 2021 voraussichtlich um 6,0% wachsen wird, etwas unter der im April vorhergesagten Wachstumsrate von 6,5%, während sie die Wachstumsprognose für 2022 von 3,7% auf 4,6% korrigiert hat.

Heiße Inflation liegt noch in der Luft und wir rechnen mit 3% oder mehr bis 2022. Ziemlich heiß – und am oberen Ende der 1-3% Spanne der BOC. Allerdings ist die Bank sicher, dass dies nur vorübergehend so ist. Es ist unwahrscheinlich, dass dies zu einem Umdenken der Politik führen wird.

Top Wirtschafts-Daten

Date  Time (GMT+1)  Asset  Event 
Tue 7-Sep  5.30am  AUD  RBA Rate Statement 
  5.30am  AUD  Cash Rate 
  10.00am  EUR  ZEW Economic Sentiment 
  10.00am  EUR  German ZEW Economic Sentiment 
       
Wed 8-Sep  3.00pm  CAD  BOC Rate Statement 
  3.00pm  CAD  Ivey PMI 
  3.00pm  CAD  Overnight Rate 
  Tentative  CAD  BOC Press Conference 
       
Thu 9-Sep  12.45pm  EUR  Monetary Policy Statement 
  12.45pm  EUR  Main Referencing Rate 
  1.30pm  EUR  ECB Press Conference 
  1.30pm  USD  Unemployment Claims 
  3.30pm  GAS  US Natural Gas Inventories 
  4.00pm  OIL  US Crude Oil Inventories 
       
Fri 10-Sep  1.30pm  CAD  Employment Change 
  1.30pm  CAD  Unemployment Rate 
  1.30pm  USD  PPI m/m 
  1.30pm  USD  Core PPI m/m 
  Tentative  GBP  Monetary Policy Hearings 

Wochenausblick: Im Brennpunkt stehen die Beschäftigungszahlen

Diese Woche dreht sich alles um wirtschaftliche Größen. Der Beschäftigungsbericht für die USA wird am Freitag veröffentlicht, wir beginnen die Woche aber mit den jüngsten PMI-Daten zur chinesischen Fertigungsindustrie. OPEC und ihre Verbündeten werden ebenfalls ein Treffen abhalten. Es wird also eine volle Woche für die Weltwirtschaft.

Der US-Arbeitsmarkt hat uns in den vergangenen 18 Monaten in Abgründe und enorme Höhen geführt. Die Pandemie hat sicher ihre Spuren hinterlassen, aber mit erhöhten Beschäftigung haben wir neues Leben in die Venen der US-Wirtschaft fließen sehen.

Betrachten Sie nur einmal die Beschäftigungszahlen des letzten Monats. Die Zahlen für Juli zeigten einen die Erwartungen übertreffenden Zuwachs von 943.000 neuen Arbeitsplätzen.

Am Freitag werden nun die Beschäftigungszahlen für August herausgegeben. Die Märkte werden sie natürlich genau im Blick behalten. Es ist ja auch die große Veröffentlichung des Monats. Aber vor dem Hintergrund der Trends, die wir 2021 beobachten konnten, nehmen die Beschäftigungszahlen diese Woche eine andere Form an.

So kamen zum Beispiel für Beschäftigungszahlen für April 785.000 neue Arbeitsplätze hinzu, eine Steigerung zum Vormonat um 200.000. Aber im Mai sank der NFP-Bericht um über 500.000 auf 269.000.

Juni und Juli zeigten aufeinanderfolgend Wachstum, aber es ist wichtig, sich davon nicht ablenken zu lassen. Wir haben in der jüngeren Vergangenheit gesehen, dass Wachstumsflauten auf Boom-Monate folgen können.

Die Federal Reserve hat ihre politischen Entscheidungen deutlich an die Gesundheit des Arbeitsmarkts geknüpft, sodass dieser Bericht nach dem Jackson Hole Symposium letzte Woche von besonderem Interesse sein dürfte.

So wie Beginn eines neuen Monats uns einen weiteren US-Arbeitsmarktbericht bringt, bringt er uns ebenfalls ein neues Treffen der OPEC+.

Letzte Woche fielen die Benchmarks für WTI und Brent auf 3-Monats-Tiefs, obwohl sie sich seitdem wieder etwas erholt haben. Brent hat bereits die 70 USD-Marke wieder überschritten und WTI steht auf über 67 USD.

Sich ändernde Nachfrageerwartungen könnten sich auf den Rohöl-Preis auswirken. Schlüssel-Importeure haben Reisebeschränkungen oder neue Lockdowns verhängt. Einige chinesische Öl-Häfen zum Beispiel haben durch steigende Fallzahlen der Delta-Varianten COVID-19 schließen müssen.

Aber OPEC+ hat ihren Kurs bisher beibehalten. Sie haben sich immer noch der Produktsteigerung um etwa 400.000 Barrel pro Tag pro Monat ab August verschrieben. Auch auf Drängen von Präsident Biden haben sie bisher keinen Anlass gesehen, diese Zahlen nach oben zu schrauben. Bisher liegt das Niveau bei 400.000 Barrel pro Tag pro Monat.

Es ist wichtig alles zu wiederholen, was OPEC und ihre Alliierten diese Jahr unternommen haben, um die Ölpreise zu stützen. Angesichts der weltweit zunehmenden COVID-19-Fälle könnte sich die Balance zwischen Angebot und Nachfrage, die das Kartell zu erhalten versucht, verschieben, aber OPEC+ zählt vermutlich auf anziehende Impfprogramme, um das zu erhalten.

Wir wissen alle, dass Öl einer der Schlüsselstoffe für Wirtschaftswachstum in unserem, auf fossilen Brennstoffen basierenden Weltwirtschaftssystem. China ist der weltweit größte Importeur von Rohöl, daher wird die Produktionsleistung des Landes genau beobachtet – insbesondere angesichts potenziell niedrigerer Ölimporte in den letzten Monaten.

Wir könnten die Wirkung von weniger Öl und einem massiven Anstieg von Fällen der Delta-Variante in den PMI-Zahlen für das produzierende Gewerbe für August sehen.

Der Wert vom Juli von 50,4 war der kleinste seit 15 Monaten. Junis 51,3 war eine leichte Steigerung der 51,0 vom Mai, aber der Trend scheint eine sich verlangsamende Produktionsleistung in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft zu sein.

Die Schließung von Häfen wird der Produktionsmenge keinen Gefallen tun. Und zur Zeit hohe Rohstoffpreise ebenfalls nicht. Arbeitskräftemangel und höhere Input-Kosten haben ihren Teil zu einer Verlangsamung der Produktion auch in Großbritannien und den USA beigetragen. Das ist kein auf China beschränktes Phänomen.

Ein PMI-Wert über 50 deutet auf Wachstum hin, aber wir sehen China gefährlich nahe dran, darunter zu fallen. Die PMI-Veröffentlichung am Dienstag wird es zeigen.

 

Top Wirtschafts-Daten

 

Date  Time (GMT+1)  Asset  Event 
Mon 30-Aug  3.00pm  USD  US Pending House Sales 
       
Tue 31-Aug  2.00am  CNH  Manufacturing PMI 
  1.30pm  CAD  GDP m/m 
  2.45pm  USD  Chicago PMI 
  3.00pm  USD  CB Consumer Confidence 
       
Wed 01-Sep  ALL DAY  OIL  OPEC Meetings 
  ALL DAY  OIL  OPEC-JMMC Meetings 
  2.30am  AUD   GDP m/m 
  8.55am  EUR  German Final Manufacturing PMI 
  1.15pm  USD  ADP Nonfarm Employment Change 
  3.00pm  USD  ISM Manufacturing PMI  
  3.30pm  OIL  US Crude Oil Inventories 
       
Thu 02-Sep  3.30pm  GAS  US Natural Gas Inventories 
       
Fri 03-Sep  1.30pm  USD  US Nonfarm Payrolls 
  1.30pm  USD  Average Hourly Earnings 
  1.30pm  USD  Unemployment Rate 
  3.00pm  USD  ISM Services PMI 
  Tentative  GBP  Monetary Policy Report Hearings 

Wochenausblick: Jackson Hole im Fokus

Das Jackson Hole Symposium ist diese Woche die Hauptveranstaltung.

Dieses jährliche Treffen von allem was in der Finanzpolitik Rang und Namen hat ist bereits häufiger Ort großer politischer Veränderungen gewesen. Die Märkte erwarten, dass der Vorsitzende der Fed Jerome Powell das Treffen in diesem Jahr dazu nutzen wird, Änderungen der Politik der quantitativen Lockerung und der Konjunkturpakete ankündigen wird.

Powell könnte das Symposium dazu nutzen, eine Rücknahme des aktuellen Anleihenkauf-Programms anzukündigen. Die Fed deutete dies in ihren Juli-Sitzungen an, und es gab viele Gerüchte, dass eine Reduzierung auf dem Weg ist, aber Händler und Investoren haben bisher noch kein offizielles grünes Licht erhalten.

Derzeit kauft die Fed monatlich festverzinsliche Vermögenswerte im Wert von 120 Milliarden USD. 80 Milliarden USD stammen aus Staatsanleihen und die restlichen 40 Milliarden USD stammen aus hypothekarisch gesicherten Wertpapieren. All das war Teil des Ideen-Pakets, das helfen sollte, die von COVID gebeuteltete US-Wirtschaft zu stützen.

Vor allem Anleihenhändler und die Devisenmärkte warten gespannt auf das Treffen am Donnerstag. Klarheit zum wirtschaftlichen Kurs und Ideen, wie in der von Delta dominierten Umgebung manövriert werden kann, werden viel dazu beitragen, die Sorgen zu mindern. Jetzt liegt es an Powell.

Seit Jahresanfang ist die Wirtschaft schnell gewachsen, selbst wenn das BIP-Wachstum im letzten Quartal die Erwartungen verfehlt hat. Ein schnelles Wachstum kann aber auch andere Herausforderungen mitbringen. In diesem Fall ist das die Inflation. CPI und PPI wachsen weiterhin im Rekordtempo und während Powell zufrieden damit war, die Wirtschaft heiß laufen zu lassen, jetzt sollte er sich aber ein paar Topflappen holen, damit er sich nicht die Finger verbrennt.

Wenn man schon von der Inflation spricht: uns erwarten Freitag weitere Daten zur Inflation mit der Veröffentlichung des Personal Consumption Expenditure Index, dem bevorzugtem Messinstrument der Inflation der Fed.

Das PCE-Wachstum lag für Juli bei 0,4% und damit unter den erwarteten 0,6%, aber ein Anstieg von aufs Jahr gerechnet 3,5%. Da er in den vergangenen Monaten schnell gestiegen ist, werden Powell und Co. ihn am Freitag zur Veröffentlichung definitiv im Auge behalten.

Weitere wirtschaftliche Gesundheitsindikatoren kommen am Montag in Form einer PMI-Flut auf uns zu. Wir werden dann Veröffentlichungen erhalten, die die Leistung amerikanischer Unternehmen bewerten, sowie Einsichten von IHS Markit zu britischen und europäischen Aktivitäten.

Flash-PMI-Zahlen für die Leistungsfähigkeit der herstellenden Industrie und des Dienstleistungssektors der USA werden am Montag veröffentlicht. Es wird viel zu entpacken geben, wenn diese veröffentlicht werden, zumal die Zahlen für Juli ein solides, aber langsames Wachstum der amerikanischen Geschäftstätigkeit meldeten.

Dienstleistungen und produzierendes Gewerbe spüren weiterhin den Druck von Inflation und COVID-19. Fabrik-Leistung hat dazu geführt, dass der Produktions-Index von 63,7 im Juni auf 59,7 im Juli (ein Vier-Monats-Tief) gefallen ist, während der Dienstleistungsbereich ebenfalls von 64,6 auf 59,8 gesunken ist.

Höhere Inputkosten, Arbeitskräftemangel und steigende Kosten für Rohmaterialen beschränken das Wachstum. Zur Verdeutlichung: ein Wert von über 50 deutet auf Wachstum hin, aber es scheint, als ob es zu einer Verlangsamung der amerikanischen Produktivität kommt.

Für Großbritannien sieht es den PMI-Zahlen zufolge nicht groß anderes aus. Die Index-Werte für August werden am Montag morgen veröffentlicht, aber wir haben gesehen, dass Engpässe in den Lieferketten und geringe Verfügbarkeit von Arbeitskräften die Leistung zurückhält.

Der IHS Markit PMI-Wert für den Dienstleistungsbereich Großbritanniens lag im Juli bei 59,6, ein deutlicher Rückgang gegenüber 62,4 im Juni. Das produzierende Gewerbe zeigte eine ähnliche Abnahme von 62,2 auf 59,2.

„Immer mehr Unternehmen erleben Einschränkungen beim Wachstum durch Engpässe bei Arbeitskräften und Materialien, während wir auf der Nachfrageseite bereits die Höhe der aufgestauten Konsumausgaben hinter uns haben“, sagte Tim Moore, Wirtschaftsdirektor von IHS Markit.

Im Gegensatz dazu zeigte die EU-Produktion im Juli einen starken Anstieg. Der endgültige zusammengesetzte Einkaufsmanagerindex von IHS Markit erreichte im Juli 60,2 – den höchsten Stand seit Juni 2006 – was auf eine starke Leistung sowohl im Dienstleistungssektor als auch im verarbeitenden Gewerbe hinweist.

Um das allerdings aufrecht zu erhalten wird die EU vorsichtig sein und die Fehler der USA und Großbritanniens in der Logistik und im Arbeitsmarkt vermeiden müssen. Das ist eher unwahrscheinlich, sodass uns im August ein niedrigerer Wert erwarten könnte.

Top Wirtschafts-Daten

Date  Time (GMT+1)   Asset  Event 
Mon 23-Aug  8.15am  EUR  French Flash Manufacturing PMI 
  8.15am  EUR  French Flash Services PMI 
  8.30am  EUR  German Flash Manufacturing PMI 
  8.30am  EUR  German Flash Services PMI 
  9.00am  EUR  Flash Manufacturing PMI 
  9.00am  EUR  Flash Services PMI 
  9.30am  GBP  Flash Manufacturing PMI 
  9.30am  GBP  Flash Services PMI 
  2.45pm  USD  Flash Manufacturing PMI 
  2.45pm  USD  Flash Services PMI 
       
Wed 24-Aug  3.30pm  OIL  US Crude Oil Inventories 
       
Thu 25-Aug  ALL DAY  USD  Jackson Hole Symposium 
  1.30pm  USD  Preliminary GDP q/q 
  1.30pm  USD  Unemployment Claims 
       
Fri 26-Aug  ALL DAY  USD  Jackson Hole Symposium 
  1.30pm  USD  Core PCE Price Index m/m 

 

Wochenausblick: FOMC-Sitzungsprotokolle offenbaren das Denken der Fed

Diese Woche sehen wir die jüngsten FOMC-Sitzungsprotokolle, die uns Einblicke in die innere Arbeitsweise der Fed geben werden. Außerdem haben wir einige große Daten-Veröffentlichungen. Nach einem unerwarteten Anstieg im Juni stehen die US-Einzelhandelsabsatzzahlen im Vordergrund, sowie die jüngsten VPI-Zahlen für die britische Wirtschaft.

Diese Woche werden die Sitzungsprotokolle vom FOMC-Treffen im Juli veröffentlicht.

Die liegen ziemlich genauso, wie zum zweitägigen Treffen der Fed im letzten Monat.

Die Zinsen wurden nicht vom historischen Tief angehoben und die Fed hat auch nicht bekannt gegeben, wann sie plant das Anleihenkauf-Programm über monatlich 120 Milliarden USD anzupassen.

„Im Dezember letzten Jahres hatte der Ausschuss angekündigt, seine Bestände an Staatsanleihen um mindestens 80 Milliarden USD pro Monat und an hypothekarisch gesicherten Wertpapieren um mindestens 40 Milliarden USD pro Monat aufstocken zu wollen, bis weitere wesentliche Fortschritte bei der Erreichung seiner Ziele der maximalen Beschäftigung und der Preisstabilität erzielt worden sind“, so der FOMC in einer Erklärung. „Seit dem hat die Wirtschaft Fortschritte in Richtung dieser Ziele gemacht, die der Ausschuss in zukünftigen Treffen auch betrachten wird.“

Der O-Ton ist, dass sich die Wirtschaft, trotz schnell steigender Covid-19-Fallzahlen erholt. Allerdings könnten pandemiebedingte Veränderungen der Wirtschaft den Vorsitzenden Powell dazu zwingen, schneller als erwartet handeln zu müssen.

Wir haben in aufeinanderfolgenden VPI-Veröffentlichungen einen Anstieg der Kerninflation gesehen – aber auch ein Sinken der Beschäftigungsquote. Die Beschäftigungszahlen vom letzten Monat waren mit 943.000 neuen Arbeitsplätzen in der US-Wirtschaft unter en stärksten seit Jahren. Außerdem fiel die Arbeitslosenquote auf 5,4%.

Beschäftigung ist einer der wichtigsten Metriken der Fed, bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Gesundheit der Vereinigten Staaten und der Anpassung der Geldmarktpolitik. Wir haben bereits Gerüchte gehört, das Rücknahmen auf dem Weg sein könnten, was die Einsichten, die wir mit den FOMC-Protokollen vom Mittwoch gewinnen könnten, bereits überholen könnte.

Auf der Zahlen-Seite erwarten uns diese Woche die US-Einzelhandelsabsätze. Die Märkte sind gespannt, ob der überraschende Anstieg vom Juni eine einmalige Sache war oder den Beginn eines neuen Trends darstellt.

Kern-Einzelhandelsabsätze stiegen um 1,1% und gesamt stieg der Einzelhandelsabsatz im Juni um 0,6%, was die Märkte nicht erwartet hatten. Auf das Jahr gerechnet sind die Absätze im Vergleich zum Juni 2020 um 18% gestiegen.

Das US-Handelsministerium zitiert Covid-19-Impfungen, niedrige Zinsen und riesige Konjunkturpakete als Treiber des Einzelhandelsabsatzes. Aber wie bereits erwähnt, war das für US-Ökonomen ein kleiner Schock. Mit der langsamen Wiedereröffnung der US-Wirtschaft verlagern sich die Konsumausgaben in Richtung Erfahrungen und Reisen, weg von Konsumgütern.

Tatsächlich wurden bei der letzten Bekanntgaben zum Einzelhandelsabsatz die Zahlen für Mai nach unten korrigiert. Es gab tatsächlich eine Abnahme von 1,7% im Mai statt der ursprünglich berichteten 1,3%. Das lag wieder am Trend weg von Konsumgütern hin zu Erfahrungen.

Um bei Zahlen zu bleiben: der britische Verbraucherpreisindex für Juli kommt am Mittwoch morgen.

Die Zahlen vom Juni zeigten den höchsten VPI seit drei Jahren. Bei 2,5% für Juni, einem Anstieg von 2,1% gegenüber dem Vormonat, liegt die Verbraucherpreisinflation jetzt auf dem höchsten Wert seit 2018. Das könnte die Bank of England dazu bringen, ihre Haltung zu steigenden Zinsen früher zu ändern als erwartet.

Dennoch hielt Gouverneur Bailey auf der Sitzung im August an der zurückhaltenden Haltung der britischen Zentralbank fest und betrachtete die VPI-Inflation als vorübergehend. Die britische Geldmarktpolitik hat diesmal keine Veränderung erfahren.

Allerdings hat die Bank of England ihre langfristige Inflationsaussichten angepasst. Sie glaubt jetzt, dass die Inflation über die nächsten 12 Monate bei 3,1% liegen wird – ein Anstieg gegenüber der Vorhersage vom Juni von 2,8%.

Werden wir wieder einen VPI sehen, der die Erwartungen übertrifft – und wird das genug sein, Gouverneur Bailey und Co. zum Handeln zu bewegen?

Da wir gerade von Zentralbanken sprechen, die Reserve Bank of New Zealand gibt nächste Woche ihre Stellungsnahme zum Zins für August bekannt.

Die Gerüchteküche munkelt, dass die RBNZ die Zinsen bereits nächsten Monat anheben könnten. Sie hat bereits im Juli bekannt gegeben, ihr Programm der quantitativen Lockerung zurückzunehmen, was Beobachter überraschte.

„Unsere derzeitige Erwartung ist, dass die RBNZ die Zinssätze in der geldpolitischen Stellungnahme (MPS) vom August anheben wird, gefolgt von einer anschließenden Erhöhung in jeder weiteren MPS, bis der Zinssatz im Jahr 2022 1,75% erreicht“, sagte Finn Robinson, Ökonom bei Australia and New Zealand Banking Group (ANZ).

Zur Zeit liegt der Kassakurs bei 0,25%, gleichbleibend vom Vorjahr.

Das ist eine wahrscheinliche Antwort auf eine steigenden VPI-Inflation. Die Zahlen vom Juli zeigen einen Anstieg des neuseeländischen Verbraucherpreisindex’ um 1,3%, was die Gesamtinflation auf 3,3% bringt und das Inflationsziel der RBNZ von 1-3% übersteigt.

Wenn es zu einem Zinsanstieg kommt, wäre Neuseeland eines der ersten Länder, wenn nicht sogar das erste Land, das dies tut.

Es ist außerdem die letzte Woche der Earnings Season diesen Quartals. Wir erwarten die Berichte weniger Large Caps, Walmart ist das größte Unternehmen, dass noch berichten muss, aber Sie mit unserem Earnings Kalender sehen, welche Unternehmen ihr Quartalsberichte veröffentlichen.

Top Wirtschafts-Daten

Date  Time (GMT+1)  Asset  Event 
Tue 17-Aug  2.30am  AUD  Monetary Policy Meeting Minutes 
  1.30pm  USD  Core Retail Sales m/m 
  1.30pm  USD  Retail Sales m/m 
       
Wed 18-Aug  3.00am  NZD  Official Cash Rate 
  3.00am  NZD  RBNZ Monetary Policy Statement 
  3.00am  NZD  RBNZ Rate Statement 
  4.00am  NZD  RBNZ Press Conference 
  7.00am  GBP  UK CPI m/m 
  1.30pm  CAD  CPI m/m 
  3.30pm  OIL  US Crude Oil Inventories 
  7.00pm  USD  FOMC Meeting Minutes 
       
Thu 19-Aug  2.30am  AUD  Employment Change 
  2.30am  AUD  Unemployment Rate 
       
Fri 20-Aug  7.00am  GBP  Retail Sales m/m 

 

Top Geschäftsberichte

Mon 16 Aug  Tue 17 Aug  Wed 18 Aug 
Roblox Corporation  Walmart   Lumentum Holdings 
 
Cisco Systems 
 
NVIDIA  

 

Wochenausblick: OPEC+-Treffen bei steigendem Druck auf die Ölmärkte durch die Delta-Variante

Das OPEC-JMMC-Treffen im August, das nach den zähen Verhandlungen im Juli verschoben wurden, findet diese Woche statt. Händler werden beim Kartell nach Antworten auf potenzielle Rückschläge bei der Erholung der Nachfrage suchen, die durch die weltweit steigende Fallzahlen durch die Delta-Variante verursacht werden.

An anderer Stelle werden die britischen BIP-Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht, wobei man auf starkes Wachstum hofft, während die US-VPI-Inflation ebenfalls im Fokus steht, da die Zahlen für Juli diese Woche erscheinen.

Es ist vermutlich keine Übertreibung zu sagen, dass Juli für die OPEC und ihre Verbündeten ein anstrengender Monat war. Sie wird hoffen zum Treffen am Donnerstag diese Woche weitere Konflikte zu vermeiden.

Das Kartell hat sein bestes versucht, die Produktion nicht zu weit zurückzufahren. Für die relative Stärke der Preise, trotz der Bewegungen letzten Woche, sind die Anstrengungen die Förderungen zu mindern und die Preise zu schützen insgesamt erfolgreich gewesen.

Im Juli-Treffen fing dann die Fassade der OPEC zu bröckeln. Es ist immer ein Balance-Akt, wenn Mitglieder und Verbündete zusammenkommen, um die Interessen der einzelne Mitgliedstaaten gegeneinander abzuwägen. Die Öl-Förderung ist ja integraler Bestandteil all ihrer Volkswirtschaften. In diesem Fall haben sich die Vereinigten Arabischen Emirate dafür stark gemacht, die Einschränkungen zu mindern und die Basis-Werte neu zu ermitteln – etwas gegen das sich Saudi-Arabien gewehrt hat.

Das ist jetzt alles Schnee von gestern. Eine Einigung wurde erzielt, nach verzögerten und neu-organisierten Treffen und hektischen Verhandlungen auf beiden Seiten. Die Hähne wurden aufgedreht. Im Ergebnis wurden neue Basis-Werte für die Mitglieder ausgearbeitet, auch für den Haupt-Anstifter, die Vereinigte Arabischen Emirate.

Ab August kommen 400.000 Barrel pro Tag zusätzlich zur monatlichen Fördermenge von OPEC+. Das sollte die Förderung bis Ende 2022 auf etwa 2 Millionen Barrel pro Tag bringen. OPEC hat außerdem bestätigt, dass die Vereinbarung zu Fördereinschnitten bis April 2022 verlängert wurde.

Das Treffen diesen Monat findet unter einem anderen Stern statt, da Fälle mit der Delta-Variante des Coronavirus weltweit steigen. Das könnte die Erholung der Nachfrage massiv beinträchtigen und daher eine Anpassung der Pläne von OPEC+ für die Zukunft erfordern.

Ein Verlangsamung der Produktion in China könnte das Denken der OPEC ebenfalls beeinflussen. China ist der weltgrößte Importeur von Roh-Öl, wenn also weniger Öl für die Versorgung der Fabriken benötigt werden, könnten die Preise mit der Reaktion der Märkte auf geringere Roh-Öl-Importe in China sinken.

Aber was auch passiert, OPEC wird zweifelsfrei großes Interesse daran haben, nächtelange Verhandlungen wie im Juli zu vermeiden. So oder so wird das Treffen am Donnerstag interessant werden.

Diese Woche kommen außerdem die vorläufigen Zahlen für das britische BIP-Wachstum für das zweite Quartal.

Man geht davon aus, dass ein starkes Impfprogramm zusammen mit sinkenden COVID-Fällen, das Wachstum im Q2 gefördert hat, nachdem das britische BIP im Q1 um 1,6% zurückgegangen ist. Allerdings werden höhere Konsumausgaben, die für den Zeitraum zwischen Mai und Juli etwa 70% des Bruttoinlandsproduktes ausgemacht haben, vermutlich weiterhin der hauptsächliche Wachstumsantrieb bleiben.

Was sind also die Prognosen? Die British Chamber of Commerce (BCC) glaubt, dass das Wachstum für das zweite Quartal 2021 bei 4,1% liegen wird.

„Die britische Wirtschaft befindet sich in einem vorübergehenden Sweet Spot, ausgelöst durch die aufgestaute Nachfrage, die sich jetzt entlädt, wenn die Einschränkungen wie geplant nachlassen, und die anhaltende staatliche Unterstützung, die voraussichtlich zu einer erheblichen Belebung der Wirtschaftstätigkeit im Sommer führen wird, unterstützt durch das schnell-voranschreitende Impfprogramm.“, sagte die BCC in einer Erklärung.

Langfristig liegen die Vorhersagen für BIP-Wachstum zwischen 7% und 8%. Die Prognose der Confederation of British Industry‘s ist mit 8,1% für das Jahr eine der optimistischeren.

Zum jetzigen Stand liegt das britische Inlandsprodukt immer noch 8,8% unter dem Vor-Pandemie-Wert. Das langfristige Wachstum wird vermutlich mit der Wirkung der Inflation und weniger Unterstützung durch die Regierung zu 2022 hin abkühlen.

Und da wir gerade von Inflation reden, die andere große Veröffentlichung diese Woche ist der US-Verbraucherpreisindex für Juli.

Falls die Inflation weiterhin mit dieser Geschwindigkeit voranschreitet, könnte das die Standhaftigkeit der Fed in Frage stellen. Der Vorsitzende Powell steht hinter der historisch-tiefen Zinsquote und scheint kein Problem damit zu haben, die Wirtschaft heißlaufen zu lassen, aber ist das wirklich nachhaltig?

Die Inflation des Verbraucherpreisindex‘ für Juni hat bereits einige Ökonomen beunruhigt. Mit einem Anstieg von 5,4% auf das Jahr gerechnet, hat der Index seinen schnellsten Anstieg seit August 2008 erlebt.

Bisher stuft die Fed die Inflation als „übergangsweise“ ein und bleibt weiterhin auf seinem Kurs. Die Modelle der Fed gehen von einer Headline-Inflation von 3% bis Ende des Jahres 2021 aus, bevor sie 2022 wieder auf 2,1% fallen wird.

Da die Konsumausgaben mit etwa 68% den Großteil des Wachstumsmotors der US-Wirtschaft ausmachen, ist es nicht verwunderlich, warum einige Beobachter unruhig werden und weitere Maßnahmen einfordern. Das Bruttoinlandsprodukt beispielsweise hat seine Wachstumserwartungen für das Q1 verfehlt, da hohe Preise Konsumausgaben einschränken.

Der VPI für Juli könnte für die Fed daher doppelt wichtig sein.

Es ist eine ruhige Woche für Geschäftsberichte an der Wall Street, aber es gibt noch ein paar Large Caps die dran sind. Die Headliners für diese Woche sind unter anderem Disney, Palantir und Airbnb, die alle am Donnerstag ihre Geschäftsberichte veröffentlichen.

Schauen Sie sich unseren Kalender der US-Earnings-Season an, um zu sehen, welche weiteren Large Caps diese Woche und darüber hinaus noch ihre Geschäftsberichte veröffentlichen.

Top Wirtschafts-Daten

Date Time (GMT+1) Asset Event
Tue 10-Aug 10.00am EUR ZEW Economic Sentiment
10.00am EUR German ZEW Economic Sentiment
Wed 11-Aug 1.30am AUD Westpac Consumer Sentiment
1.30pm USD CPI m/m
1.30pm USD Core CPI m/m
3.30pm OIL US Crude Oil Inventories
Thu 12-Aug ALL DAY OIL OPEC-JMMC Meetings
7.00am GBP Prelim UK GDP
1.30pm USD PPI m/m
1.30pm USD Core PPI m/m
3.30pm GAS Natural Gas

 

Top Geschäftsberichte

Mon 9 Aug Tue 10 Aug Thu 12 Aug
The Trade Desk (TTD) PMO Coinbase Global (COIN) AMC Palantir Technologies (PLTR) PMO
Viatris (VTRS) PMO Airbnb (ABNB) AMC
Walt Disney (DIS) AMC

Wochenausblick: Alle Augen auf den Bericht zum US-Arbeitsmarkt

Den Märkten steht eine volle Woche bevor, mit Zahlen zum US-Arbeitsmarkt als Hauptveranstaltung, sowie Stellungnahmen von zwei großen Zentralbanken.

Lassen Sie uns mit den jüngsten Zahlen zum US-Arbeitsmarkt beginnen.

Die Werte für Juni lagen über den Erwartungen und die Märkte werden noch genauer auf die Zahlen am Freitag gucken.

850.000 Arbeitsplätze sind im Juni zur US-Wirtschaft hinzugekommen – weit über den vorhergesagt 720.000. Das war außerdem der sechste Monat in Folge, in dem Neuzuwächse verzeichnet werden konnten.

Allerdings stieg die Arbeitslosenquote von 5,8% auf 5,9% – und damit über den vorhergesagten 5,6%. Teilnahme am Arbeitsmarkt, eine wichtige Kennzahl für die Feststellung von landesweiten Arbeitskraftknappheiten, steht weiterhin bei 61,6%.

Neuanstellungen scheinen insgesamt über den Frühling etwas zurückgegangen zu sein. Dafür gibt es einige Gründe: Angst vor dem Virus, Kosten für Kinderbetreuung, bessere Arbeitslosenversicherung, Konjunkturpakete und Urlaubsregelungen. Es gibt allerdings Berichte, dass Unternehmen ihre Gehälter angehoben haben, um Angestellte für neue Positionen zu gewinnen.

Die Beschäftigungsquote ist außerdem eine wichtige Kennzahl für den Fed-Vorsitzenden Jerome Powell, mit der Konjunkturpakete und Unterstützungsschwellen für die US-Wirtschaft bewertet werden können.

Wir wissen, dass Powell und Co kein Problem damit haben, die Wirtschaft heißlaufen zu lassen, selbst im Angesicht steigender Inflation. Wie Powell beim letzten Fed-Treffen betonte, fehlen der US-Wirtschaft noch 7,5 Millionen Arbeitsplätze, obwohl einige Berichte darauf hindeuten, dass es 6,8 Millionen sein könnten. Bis diese Lücke geschlossen ist, können wir mit weiteren Konjunkturpaketen und Unterstützung durch die Fed rechnen.

Was Indizes anbelangt, haben der S&P 500 und Nasdaq sehr gut auf die Rekordwerte vom letzten Monat zur Beschäftigung reagiert und haben neue Höhen erreicht. Händler von Indizes werden darauf hoffen, dass es im Juli genauso ist.

Um bei US-Zahlen zu bleiben, ISM, ein der wichtigsten Reporter für Einkaufsmanagerindizes für die US-Wirtschaft, veröffentlicht diese Woche Berichte zum produzierenden Gewerbe und Dienstleistungen.

Dem PMI-Bericht von ISM zufolge war die US-Produktion im vergangenen Monat noch robust, aber Versorgungsprobleme hemmen weiterhin das Wachstum. Die Zahlen für Fabriken lag bei 60,6 – ein Rückgang von den 61,2 vom Mai.

Der Trend ist immer noch stark. Vier der fünf Sub-Indizes, die von ISM bewertet werden, zeigen hohes Wachstum. Das Verbraucherinteresse an neuen Gütern ist immer noch hoch, trotz steigender Preise. Aber Arbeitskräftemangel in Verbindung mit steigenden Preisen für Rohstoffe und Materialien haben zu einem Flaschenhals und Knappheiten geführten, wodurch Produzenten Probleme haben, die Nachfrage zu bedienen.

„Rekordlange Vorlaufzeiten für Rohstoffe, weitreichende Verknappungen kritischer Grundstoffe, steigende Rohstoffpreise und Schwierigkeiten beim Transport von Produkten wirken sich weiterhin auf alle Segmente der verarbeitenden Wirtschaft aus“, sagte Timothy Fiore, Vorsitzender des ISM Manufacturing Business Survey Committee.

Das gleiche kann auch für den Dienstleistungssektor gesagt werden: im Juni wuchs er, aber diese Wachstum hat sich im Vergleich zum Rekord-Mai abgeschwächt. In diesem Fall fiel der Index von 63,5 auf 60,1.

„Das Wachstumstempo im Dienstleistungssektor ist weiterhin stark, trotz des leichten Rückgangs gegenüber dem Allzeithoch im Vormonat“, erklärte der Vorsitzende des ISM Services Business Survey Committee Anthony Nieves. „Herausforderungen mit Materialknappheiten, Inflation, Logistik und Personal wirken sich weiterhin hemmend auf die Geschäftssituation aus.“

Diese Dynamik beizubehalten ist für die wirtschaftliche Gesundheit Amerikas von großer Bedeutung – zumal die USA voraussichtlich die treibende Kraft hinter der globalen Wirtschaftserholung für den Rest dieses Jahres und darüber hinaus sein werden.

Weg von den Zahlen: nächste Woche erwarten uns die Stellungnahmen zweier Zentralbanken.

Wir starten mit der Bank of England: Hier ist die steigende Inflation das große Thema.

Im Juni erreichte die Inflation 2,5%, dank eines breiten Anstiegs der Konsumgüter. Das könnte einfach nur aufgestaute Nachfrage sein, die jetzt in der britischen Wirtschaft ankommt, da die Inflation aber ihren höchsten Stand seit drei Jahren erreicht hat, könnten die Nerven der Ökonomen auf die Probe gestellt werden.

Gouverneur Bailey hat seine Position bereits klar kommuniziert: die Preissprünge sind nur vorübergehend und könnten bis zum Jahresende Höhen von bis zu 3% erreichen. Danach sollte es aber auf akzeptable Werte fallen. Derzeit hat die BoE das Mandat die Inflation auf 2% zuzuführen und sie dort zu halten.

Allerdings sagte Bailey, dass er bereit sei, einen Zinsanstieg anzugehen, sollte die Inflation außer Kontrolle geraten.

Die Reserve Bank of Australia teilte uns diese Woche außerdem ihre jüngsten Gedanken zur Geldmarktpolitik und Ausrichtung mit.

Vermutlich kommen keine großen Veränderungen. Gouverneur Philip Lowe war sehr deutlich, dass bis mindestens 2024 kein Zinsanstieg zu erwarten sei. Und das trotz der starken wirtschaftliche Grundlage Australiens.

Die historisch niedrige Zinsrate von 0,1% bleibt uns erhalten. Was allerdings Interessant ist, ist dass das Treffen vom Juli zu einigen Veränderungen des australischen Programm quantitativer Lockerungen geführt hat. Das Pendel ist zurück geschwungen. Ab September wird das Anleihen-Kauf-Programm der RBA von 5 Milliarden AUD auf 4 Milliarden AUD pro Woche verlangsamt.

Das Fundament für weitere Anpassungen wurde somit von Gouverneur Lowe gelegt. Lassen Sie uns sehen, was das Treffen diese Woche an kleinen Änderungen mitsichbringt.

Wir können keine Vorschau der kommenden Woche beenden, ohne auf die US-Earnings Season zu sprechen zu kommen.

Die dritte Woche der Geschäftsberichte der Large Caps für das zweite Quartal 2021 beginnt am Montag. Es ist nicht so viel los wie letzte Woche, aber wir haben immer noch einige wichtige Geschäftsberichte, nämlich von Alibaba und von Uber.

Schauen Sie sich unseren US-Earnings-Kalender an, um weitere Informationen dazu zu erhalten, welche Firmen diese Woche ihre Geschäftsberichte veröffentlichen oder schauen Sie unten.

Top Wirtschafts-Daten

Date Time (GMT+1) Asset Event
Mon 2-Aug 8.55am EUR German Final Manufacturing PMI
  3.00pm USD US ISM Manufacturing PMI
 
Tue 3-Aug 5.30am AUD RBA Rate Statement
  5.30am AUD Cash Statement
  11.45pm NZD Employment Change q/q
  11.45pm NZD Unemployment Rate
 
Wed 4-Aug 2.30am AUD Retail Sales m/m
  1.15pm USD ADP Nonfarm Employment Change
  3.00pm USD US ISM Services PMI
  3.30pm OIL US Crude Oil Inventories
 
Thu 5-Aug 12.00pm GBP Asset Purchase Facility
  12.00pm GBP BOE Monetary Policy Report
  12.00pm GBP MPC Asset Purchase Facility Votes
  12.00pm GBP Monetary Policy Summary
  12.00pm GBP MPC Official Bank Rate Votes
  12.00pm GBP Official Bank Rate
  3.30pm GAS US Natural Gas Inventories
 
Fri 6-Aug 2.30am AUD RBA Monetary Policy Statement
  1.30pm CAD Employment Change
  1.30pm CAD Unemployment Rate
  1.30pm USD Average Hourly Earnings q/q
  1.30pm USD Nonfarm Employment Change
  1.30pm USD Unemployment Rate

 

Top Geschäftsberichte

Mon 2 Aug Tue 3 Aug Wed 4 Aug Thu 5 Aug
Arista Networks Alibaba General Motors Ball Corp
Activision Blizzard The Kraft Heinz Co Beyond Meat
Roku Inc Illumina
Uber Technologies Square Inc
The Trade Desk
Virgin Galactic Holdings

Wochenausblick: Fed trifft sich vor dem Hintergrund beißender Inflation

Die Fed trifft sich vor dem Hintergrund einer Inflation, die weiter die US-Wirtschaft beschäftigt. Werden wir von Powell und Co große Änderungen kommen? Auch das US-BIP liegt im Fokus, mit Prognose über größeres Quartalswachstum. In der Zwischenzeit tritt Tesla auf das Gaspedal in der bisher vollsten Woche der US-Earnings Season dieses Quartals.

Neben den Geschäftsberichten ist die große Veranstaltung der Woche das FOMC-Treffen im Juli.

Inflation und eine heiß-laufende Wirtschaft sind vermutlich die Top-Themen bei den Gesprächen im Juli. Vor kurzem haben wir erlebt, wie der Vorsitzende Powell vor dem Hintergrund steigender Inflation „kraftvolle Unterstützung“ für die US-Wirtschaft nach der Pandemie versprochen hat.

Powell zufolge steigen die Verbraucherpreise gerade wegen der wiedereröffnenden Wirtschaft, werden aber auch wieder zurückgehen. In einer Aussage vor dem US-Repräsentantenhaus hielt Powell an dem Job-Skript fest und wies darauf hin, dass noch 7,5 Millionen Arbeitsplätze weniger in der US-Wirtschaft vorhanden sind als vor der Pandemie.

Eine Minderung der Konjunkturpakete liegt Powell zufolge noch in weiter Ferne. Das Anleihenkaufprogramm der Fed über monatlich 120 Milliarden USD wird sich vermutlich nicht ändern. Wie bereits erwähnt, ist dieses an den Arbeitsmarkt gekoppelt. Das Anleihenkaufprogramm und die Unterstützung der Fed werden vermutlich noch so lange weiterlaufen, bis diese Lücken im Arbeitsmarkt wieder gefüllt sind.

Bis frühstens 2023 wird keine Zinssteigerung erwartet.

Aber trotz dem Gerede der Fed über eine breit angelegte Inflation, die auf die verstärkte Wirtschaftstätigkeit zurückzuführen sei, sind viele von dem Plan, die Wirtschaft heiß laufen zu lassen, immer noch nicht überzeugt.

Die Headline-VPIs vom Juni von 5,4% waren die höchsten Werte seit fast 13 Jahren. Beobachter auf Seiten der Demokraten und Republikaner werden hoffen, dass das schnell gezähmt werden kann.

Powell hat versprochen, dass wenn die Inflation aus dem Ruder läuft, „Instrumente eingesetzt werden, die die Inflation wieder zurückführen werden“.

Aber „es könnte ein Fehler sein, voreilich zu handeln“.

Um bei der US-Wirtschaft zu bleiben: uns erwarten die ersten Werte zum BIP der Nation im zweiten Quartal am Donnerstag.

Bisher sehen die Prognosen gut aus. Deloitte führt an, dass technologischer Fortschritt dazu beitragen könnte, die USA zu einem weiteren Rekordquartal zu führen und das Wachstum vor der Pandemie zu übertreffen.

The Conference Board (TCB) hat prognostiziert, dass die US-Wirtschaft auf das Jahr gesehen im zweiten Quartal 2021 um 9% wachsen wird.

„Mit der vollständigen Wiedereröffnung der Wirtschaft und steigendem Verbrauchervertrauen, erwarten wir, dass der Konsum die Erholung weiter vorantreibt – insbesondere die Ausgaben für persönliche Dienstleistungen“, sagte TCB. „Diese Ausgaben werden durch einen erstarkten Arbeitsmarkt und große Sparvermögen gestützt, die sich unter anderem aus drei Konjunkturpaketen aus dem letzten Jahr speisen.“

Wir haben in früheren PMI-Veröffentlichungen gesehen, dass die verarbeitende Industrie und der Dienstleistungssektor nach einem starken April und Mai bis in den Juni hinein weiterhin auf Wachstumsbasis agieren. Drei Monate soliden PMI-Wachstums sollte helfen, das Wachstum des US-BIPs dieses Quartal anzutreiben.

Aber diese ganze entladene Nachfrage, die sich zunächst aufgestaut hatte, führt zu den höheren Preisen für Kernkonsumgüter, die die USA derzeit erleben. Wir haben außerdem Berichte gehört, dass hohe Inputpreise beginnen, die Produktion zu beeinflussen. Zum Beispiel lag das PMI des verarbeitenden Gewerbes im Juni leicht unter dem vom Mai.

Aber wenn die Vorhersagen korrekt sind, könnten die USA eines der besten Wachstumsquartale seit Ende des zweiten Weltkriegs haben.

Weg von den Zahl, hin zu den Berichten: Es ist die bisher vollste Woche der Earnings Season in diesem Quartal.

Beinahe 40 Large Caps werden diese Woche ihre Geschäftsberichte für das zweite Quartal veröffentlichen. Unter anderem den Großteil der FAANG-Aktien. Netflix hat letzte Woche berichtet, aber die noch verbleibenden Tech-Giganten Alphabet (Google), Amazon, Facebook und Apple veröffentlichen diese Woche ihre Geschäftsberichte.

Tesla wird die Woche allerdings beginnen, mit dem Geschäftsbericht, der für Montag nach Schließen der Märkte erwartet wird.

Das ist interessant, da Tesla zwischen Mai 2020 und Mai 2021 um 330% des Aktienkurses gestiegen ist und die Aktienkurse traditionell vor Tesla-Veröffentlichungen dazu neigen zu steigen. Sie haben dies mit durchschnittlich 1,6% vor allen Quartals-Veröffentlichungen der letzten drei Jahre getan.

Der Autoproduzent von Elon Musk hat diese Quartal viel zu feiern. Zum ersten mal hatten sie 200.000 Auslieferungen in einem Quartal. Tesla hat außerdem eine Reihe neuer Automatisierungsdienste auf den Markt gebracht, die auf einem Abonnementservice von 199 USD pro Monat basieren.

Die Gewinnvorhersagen sind stark, aber kommenden Montag werden wir mehr wissen.

Für weitere Informationen dazu, welche Large Caps ihre Geschäftsberichte veröffentlichen, schauen Sie in unseren US Earnings Kalender.

Top Wirtschafts-Daten

Date Time (GMT+1) Asset Event
Mon 26-Jul 9.00am EUR German ifo Business Climate
 
Tue 27-Jul 3.00pm USD US Consumer Confidence
 
Wed 28-Jul 2.30am AUD CPI q/q
  2.30am AUD Trimmed Mean CPI q/q
  1.30pm CAD CPI m/m
  3.30pm OIL US Crude Oil Inventories
  7.00pm USD FOMC Statement
  7.00pm USD Federal Funds Rate
  7.30pm USD FOMC Press Conference
 
Thu 29-Jul 1.30pm USD Advanced GDP q/q
  3.30pm GAS US Natural Gas Inventories
 
Fr 30-Jul 9.00am EUR Germany Preliminary GDP q/q
  1.30pm CAD GDP m/m
  1.30pm USD Core PCE Price Index m/m

 

Top Geschäftsberichte

Mon 26 Jul Tue 27 Jul Wed 28 Jul Thu 29 Jul Fri 30 Jul
Tesla 3M Automatic Data Processing CME AbbVie
General Electric Boeing Keurig Dr Pepper Aon
Advanced Micro Devices McDonald’s Mastercard Caterpillar
Alphabet (Google) Pfizer Merck Chevron
Apple Shopify Amazon Exxon Mobil
Microsoft Spotify Gilead Procter & Gamble
Mondelez Facebook Liberty Global Takeda Pharmaceutical
Starbucks Ford Pinterest Berkshire Hathaway
Teladoc Health PayPal Twilio
Visa Qualcomm

 

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