Wochenausblick: Bereiten Sie sich auf die Flut der Q3-Geschäftsberichte vor

Wall Street wird diese Woche vor lauter Quartalsberichten brummen, da es diese Woche mit der Q3-Earnings-Season ernst wird. Auf der Zahlenseite erwarten uns die US-VPI-Zahlen, sowie ein Blick hinter die Kulissen der Fed mit den jüngsten FOMC-Sitzungsprotokollen.

Wichtige Inflations-Metrik mit US-VPI-Bericht

Zuerst steht die Veröffentlichung des Verpraucherpreisindex-Bericht am Mittwoch an, der die Inflation in den USA bemisst.

Nach der Veröffentlichung der August-Zahlen im September halten sich Jerome Powell und seine Kollegen an das bekannte Drehbuch: dass all diese hohe Inflation nur vorübergehend ist. Werden die Zahlen am Mittwoch das untermauern?

Im Vergleich zeigte der letzte, im September veröffentlichte VPI-Bericht eine kleine Abkühlung im August. Die zugrundeliegenden Preise stiegen am langsamsten seit 6 Monaten. Insgesamt stieg der VPI 0,3% nachdem er im Juli bereits 0,5% zugelegt hatte. In den 12 Monaten bis August stieg der VPI 5,3%, nachdem er im Jahresvergleich für Juli um 5,4% in die Höhe geschossen war.

Einige Fed-Mitglieder sind aber nicht besorgt.

„Ich kann mir gut vorstellen, dass dies vorübergehend erhöhte Preise sind, die auch wieder sinken werden, wenn Lieferengpässe behoben sind“, sagte der Präsident der Chicagoer Fed, Charles Evans, gegenüber CNBC. „Ich glaube es könnte länger dauern als wir erwarten, definitiv, da habe ich keine Zweifel. Aber ich glaube, dass die weitere Anstieg dieser Preise unwahrscheinlich ist.“

Treibstoffpreise steigen aber. Öl und Gas schossen letzte Woche in die Höhe. Höhere Ölpreise deuten im Allgemeinen auf höhere Input- und Transportkosten in mehreren Sektoren hin, die dann auf den Verbraucher abgewälzt werden können, was zu allgemein höheren Preisen führt. Vor dem Hintergrund könnten sich die höheren Energiepreise und ihre Auswirkungen deutlicher im VPI-Bericht des nächsten Monats hervortreten anstatt dem vom Mittwoch.

Sitzungsprotokolle des FOMC-Treffens könnten Einblicke ins Denken der Fed geben

Mittwoche sehen wir auch die Veröffentlichung des FOMC-Sitzungsprotokolle für das Treffen im September.

Wir wissen mittlerweile alle was kommt: Zinsen bleiben niedrig; Zurücknahme kommt bald.

Wir wissen aber auch, dass die Falken unter den Fed-Mitgliedern mit früher als erwarteten Zinserhöhungen rechnen. Es gibt das Gefühl, dass ein Anstieg der Zinsen im nächsten Jahr kommen könnte.

Der Vorsitzende Powell stimmte bei denen mit ein, die vor dem Nicht-Anheben der Schuldenbremse warnten. Finanzministerin Janet Yellen warnte Ende September, dass der US-Regierung das Geld ausgehen könnte, wenn nichts unternommen wird.

Die Nichtbedienung der US-Schulden würde Powell zufolge der US-Wirtschaft „deutliche Schäden“ zufügen. Präsident Biden hat angedeutet, dass ein Anstieg der Staatsschulden möglich ist, sodass die Krise vielleicht noch abgewendet werden kann.

Was die Steuerung der Wirtschaft angeht ist aber wahrscheinlich die Rücknahme die große Maßnahme. Man glaubt, dass die Fed ihre Unterstützung schrittweise zurücknehmen wird, bis sie bis Ende 2022 komplett zurückgenommen ist.

Es ist ein starkes Zeichen, dass die USA schnell zur wirtschaftlichen Normalität zurückkehren wollen. Aber die Bedrohung durch neue COVID-19-Varianten steht immer noch im Raum. Man kann nur hoffen, dass 2022 keine neue Delta-Variante zu einer Welle neuer Lockdowns führt oder die Fed steht im Regen.

Die Earning Season ist wieder hier

Gehen wir zur Wall Street. Wir stehen kurz vor Veröffentlichung der Gewinne des dritten Quartals von den ganz Großen, da diese Woche wieder die Earnings Season beginnt.

Wie immer beginnen wir mit den großen Investitionsbanken, die im Q2 wunderschöne Wachstumszahlen verzeichnet haben. Wird der Trend anhalten? JPMorgan, Wells Fargo, Citigroup, Goldman Sachs und andere bringen den Ball dieses Quartal ins Rollen. Der erste Geschäftsbericht kommt am Mittwoch von JP.

Obwohl es so aussieht als ob sich das Wachstum vom sehr guten zweiten Quartal 2021 verlangsamt, könnte uns immer noch ein sehr leistungsstarkes Quartal erwarten. Die US-Finanzdatengruppe FactSet prognostiziert für S&P500-Unternehmen ein Gewinnwachstum von 27,6% im dritten Quartal – die dritthöchste Jahresgewinnwachstumsrate des Index seit 2010.

Im Q3 gibt es auch noch Lieferengpässe. Es gab sie in der ersten Jahreshälfte, aber mit dem Anstieg der Preise von Rohmaterialien und Energie könnten wir eine Verlangsamung der Ergebnisse sehen.

Apple und Konsorten haben zwar gewarnt, dass sich das Absatzwachstum gegen Ende des Jahres verlangsamen könnte, aber lassen Sie uns mal abwarten, was passiert.

Unser Kalender für die US-Earnings-Season hält Sie auf dem Laufenden, welche Mega Caps wann melden, damit Sie Ihre Trades basierend auf den Gewinnberichten dieses Quartals planen können. Unten finden Sie eine Übersicht über die Unternehmen, die diese Woche ihre Geschäftsberichte veröffentlichen.

Top Wirtschafts-Daten

Date  Time (GMT+1  Asset  Event 
Tue Oct-12  10:00am  EUR  ZEW Economic Sentiment 
  10:00am  EUR  German ZEW Economic Sentiment 
  3:00pm  USD  JOLTS Job Openings 
       
  6:01pm  USD  10-y Bond Auction 
Wed Oct-13  1:30pm  USD  CPI m/m 
  1:30pm  USD  Core CPI m/m 
  6:01pm  USD  30-y Bond Auction 
  7:00pm  USD  FOMC Meeting Minutes 
       
Thu Oct-14  1:30am  AUD  Employment Change 
  1:30am  AUD  Unemployment Rate 
  1:30pm  USD  PPI m/m 
  1:30pm  USD  Core PPI m/m 
  1:30pm  USD  Unemployment Claims 
  4:00pm  USD  Crude Oil Inventories 
       
Fri Oct-15  1:30pm  USD  Core Retail Sales m/m 
  1:30pm  USD  Retail Sales m/m 
  1:30pm  USD  Empire State Manufacturing Index 
  3:00pm  USD  Prelim UoM Consumer Sentiment 
  Tentative  USD  Treasury Currency Report 

 

Key earnings data 

Wed 13 Oct  Thu 14 Oct  Fri 15 Oct 
JPMorgan Chase & Co (JPM) PMO  Bank of America Corp (BAC) PMO  Goldman Sachs Group Inc (GS) PMO 
     
Wells Fargo & Co (WFC) E  Citigroup Inc (C) PMO  Goldman Sachs Group Inc (GS) PMO 
     
  Morgan Stanley (MS) PMO   

 

US CPI inflation on the money, futures higher

Dow futures rallied and pointed to a solid opening for Wall Street after another hot inflation print. Inflation remains elevated but the print did not exceed already lofty expectations. Dow being called to open up about 50-60pts, with the S&P 500 seen opening up around 4,442. US 10yr yields slipped and now trade a shade under 1.36%, gold moved up on the print to $1,745 from $1,735, whilst the dollar was offered on the news with EURUSD back to 1.1750 area having tested the YTD lows earlier in the session, before paring gains.

Increasing sense that inflation is here to stay but we’re not sensing the Fed is getting more angsty just yet, so allowing gold to climb. Indeed if anything, deceleration in price growth allows the Fed to take a slower route to the taper, so risk is finding some bid. Elsewhere the bid for equities filtered through to the FTSE 100, which hit a new HOD above 7,200, marking its strongest intra-day level since the pandemic struck.

Headline inflation was pretty much on the money and steady at 5.4% year-on-year, with prices advancing 0.5% in July vs the +0.9% whopper in June. Core month-on-month was down to +0.3% from the +0.9% in June and a little light of expectations for +0.4%. It was the smallest rise in four months. Shelter, food, energy, and new vehicles all increased in June, but used vehicles were a lot cooler at +0.2% vs the +10% we have seen in two of the previous three months. According to the BLS, the deceleration in the used cars and trucks index was a major factor in the smaller monthly increase in the index for all items less food and energy.

Some signs of recovery in pandemic-affected industries and pointing arguably to the kind of staffing and wage pressures felt in the hospitality sector as the food away from home index rose 0.8% in July, its largest monthly increase since February 1981. Ultimately, I would not see this as a narrative-changer for the Fed and the timing of its tapering. Of course, there is ever-present problem for the Fed in trying to balance employment with inflation – real wages, which are declining. Most people have a job, so most people are seeing their purchasing power eroded. What price jobs, jobs, jobs? Real average weekly earnings were -0.1% month-on-month vs -0.9% in Jun, though this was revised to -0.5%.

Wochenausblick: OPEC+-Treffen bei steigendem Druck auf die Ölmärkte durch die Delta-Variante

Das OPEC-JMMC-Treffen im August, das nach den zähen Verhandlungen im Juli verschoben wurden, findet diese Woche statt. Händler werden beim Kartell nach Antworten auf potenzielle Rückschläge bei der Erholung der Nachfrage suchen, die durch die weltweit steigende Fallzahlen durch die Delta-Variante verursacht werden.

An anderer Stelle werden die britischen BIP-Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht, wobei man auf starkes Wachstum hofft, während die US-VPI-Inflation ebenfalls im Fokus steht, da die Zahlen für Juli diese Woche erscheinen.

Es ist vermutlich keine Übertreibung zu sagen, dass Juli für die OPEC und ihre Verbündeten ein anstrengender Monat war. Sie wird hoffen zum Treffen am Donnerstag diese Woche weitere Konflikte zu vermeiden.

Das Kartell hat sein bestes versucht, die Produktion nicht zu weit zurückzufahren. Für die relative Stärke der Preise, trotz der Bewegungen letzten Woche, sind die Anstrengungen die Förderungen zu mindern und die Preise zu schützen insgesamt erfolgreich gewesen.

Im Juli-Treffen fing dann die Fassade der OPEC zu bröckeln. Es ist immer ein Balance-Akt, wenn Mitglieder und Verbündete zusammenkommen, um die Interessen der einzelne Mitgliedstaaten gegeneinander abzuwägen. Die Öl-Förderung ist ja integraler Bestandteil all ihrer Volkswirtschaften. In diesem Fall haben sich die Vereinigten Arabischen Emirate dafür stark gemacht, die Einschränkungen zu mindern und die Basis-Werte neu zu ermitteln – etwas gegen das sich Saudi-Arabien gewehrt hat.

Das ist jetzt alles Schnee von gestern. Eine Einigung wurde erzielt, nach verzögerten und neu-organisierten Treffen und hektischen Verhandlungen auf beiden Seiten. Die Hähne wurden aufgedreht. Im Ergebnis wurden neue Basis-Werte für die Mitglieder ausgearbeitet, auch für den Haupt-Anstifter, die Vereinigte Arabischen Emirate.

Ab August kommen 400.000 Barrel pro Tag zusätzlich zur monatlichen Fördermenge von OPEC+. Das sollte die Förderung bis Ende 2022 auf etwa 2 Millionen Barrel pro Tag bringen. OPEC hat außerdem bestätigt, dass die Vereinbarung zu Fördereinschnitten bis April 2022 verlängert wurde.

Das Treffen diesen Monat findet unter einem anderen Stern statt, da Fälle mit der Delta-Variante des Coronavirus weltweit steigen. Das könnte die Erholung der Nachfrage massiv beinträchtigen und daher eine Anpassung der Pläne von OPEC+ für die Zukunft erfordern.

Ein Verlangsamung der Produktion in China könnte das Denken der OPEC ebenfalls beeinflussen. China ist der weltgrößte Importeur von Roh-Öl, wenn also weniger Öl für die Versorgung der Fabriken benötigt werden, könnten die Preise mit der Reaktion der Märkte auf geringere Roh-Öl-Importe in China sinken.

Aber was auch passiert, OPEC wird zweifelsfrei großes Interesse daran haben, nächtelange Verhandlungen wie im Juli zu vermeiden. So oder so wird das Treffen am Donnerstag interessant werden.

Diese Woche kommen außerdem die vorläufigen Zahlen für das britische BIP-Wachstum für das zweite Quartal.

Man geht davon aus, dass ein starkes Impfprogramm zusammen mit sinkenden COVID-Fällen, das Wachstum im Q2 gefördert hat, nachdem das britische BIP im Q1 um 1,6% zurückgegangen ist. Allerdings werden höhere Konsumausgaben, die für den Zeitraum zwischen Mai und Juli etwa 70% des Bruttoinlandsproduktes ausgemacht haben, vermutlich weiterhin der hauptsächliche Wachstumsantrieb bleiben.

Was sind also die Prognosen? Die British Chamber of Commerce (BCC) glaubt, dass das Wachstum für das zweite Quartal 2021 bei 4,1% liegen wird.

„Die britische Wirtschaft befindet sich in einem vorübergehenden Sweet Spot, ausgelöst durch die aufgestaute Nachfrage, die sich jetzt entlädt, wenn die Einschränkungen wie geplant nachlassen, und die anhaltende staatliche Unterstützung, die voraussichtlich zu einer erheblichen Belebung der Wirtschaftstätigkeit im Sommer führen wird, unterstützt durch das schnell-voranschreitende Impfprogramm.“, sagte die BCC in einer Erklärung.

Langfristig liegen die Vorhersagen für BIP-Wachstum zwischen 7% und 8%. Die Prognose der Confederation of British Industry‘s ist mit 8,1% für das Jahr eine der optimistischeren.

Zum jetzigen Stand liegt das britische Inlandsprodukt immer noch 8,8% unter dem Vor-Pandemie-Wert. Das langfristige Wachstum wird vermutlich mit der Wirkung der Inflation und weniger Unterstützung durch die Regierung zu 2022 hin abkühlen.

Und da wir gerade von Inflation reden, die andere große Veröffentlichung diese Woche ist der US-Verbraucherpreisindex für Juli.

Falls die Inflation weiterhin mit dieser Geschwindigkeit voranschreitet, könnte das die Standhaftigkeit der Fed in Frage stellen. Der Vorsitzende Powell steht hinter der historisch-tiefen Zinsquote und scheint kein Problem damit zu haben, die Wirtschaft heißlaufen zu lassen, aber ist das wirklich nachhaltig?

Die Inflation des Verbraucherpreisindex‘ für Juni hat bereits einige Ökonomen beunruhigt. Mit einem Anstieg von 5,4% auf das Jahr gerechnet, hat der Index seinen schnellsten Anstieg seit August 2008 erlebt.

Bisher stuft die Fed die Inflation als „übergangsweise“ ein und bleibt weiterhin auf seinem Kurs. Die Modelle der Fed gehen von einer Headline-Inflation von 3% bis Ende des Jahres 2021 aus, bevor sie 2022 wieder auf 2,1% fallen wird.

Da die Konsumausgaben mit etwa 68% den Großteil des Wachstumsmotors der US-Wirtschaft ausmachen, ist es nicht verwunderlich, warum einige Beobachter unruhig werden und weitere Maßnahmen einfordern. Das Bruttoinlandsprodukt beispielsweise hat seine Wachstumserwartungen für das Q1 verfehlt, da hohe Preise Konsumausgaben einschränken.

Der VPI für Juli könnte für die Fed daher doppelt wichtig sein.

Es ist eine ruhige Woche für Geschäftsberichte an der Wall Street, aber es gibt noch ein paar Large Caps die dran sind. Die Headliners für diese Woche sind unter anderem Disney, Palantir und Airbnb, die alle am Donnerstag ihre Geschäftsberichte veröffentlichen.

Schauen Sie sich unseren Kalender der US-Earnings-Season an, um zu sehen, welche weiteren Large Caps diese Woche und darüber hinaus noch ihre Geschäftsberichte veröffentlichen.

Top Wirtschafts-Daten

Date Time (GMT+1) Asset Event
Tue 10-Aug 10.00am EUR ZEW Economic Sentiment
10.00am EUR German ZEW Economic Sentiment
Wed 11-Aug 1.30am AUD Westpac Consumer Sentiment
1.30pm USD CPI m/m
1.30pm USD Core CPI m/m
3.30pm OIL US Crude Oil Inventories
Thu 12-Aug ALL DAY OIL OPEC-JMMC Meetings
7.00am GBP Prelim UK GDP
1.30pm USD PPI m/m
1.30pm USD Core PPI m/m
3.30pm GAS Natural Gas

 

Top Geschäftsberichte

Mon 9 Aug Tue 10 Aug Thu 12 Aug
The Trade Desk (TTD) PMO Coinbase Global (COIN) AMC Palantir Technologies (PLTR) PMO
Viatris (VTRS) PMO Airbnb (ABNB) AMC
Walt Disney (DIS) AMC

Wochenausblick: Großbanken starten die US-Earnings-Flut

Die US-Earnings-Seasons beginnt diese Woche an der Wall Street. Die Large Caps werden ihre Geschäftsberichte zu Q2 2021 vorstellen. Dies bietet Anlegern wie immer spannende Handelsmöglichkeiten, aber dieses Quartal könnte aus Unternehmenssicht eines der bisher besten sein.

Die Analysten-Stimmung deutet auf ein hervorragendes Quartal für die Large Caps hin. Vorhersagen von FactSet deuten auf ein Wachstum von 61,9% für Unternehmen des S&P 500 hin. Das wäre das größte jährliche Wachstum des Index‘ seit 2009.

Großbanken dominieren die ersten Veröffentlichungen dieser Earning Season. In der ersten Woche erwarten wir unter anderem Berichte von JPMorgan Chase, Goldman Sachs, Wells Fargo und Citigroup.

Die Earnings Season hat dieses Quartal eine besondere Bedeutung. Der Markt wird daran abschätzen, welche Unternehmen bereit sind, sich aus der Pandemie-Wirtschaft zu befreien und sich halbwegs normalen Betriebsabläufen zuzuwenden – und welche damit Schwierigkeiten haben.

Wir haben einen Kalender für die US Earnings Season erstellt, der Details zu den Large Caps zusammenfasst, die dieses Quartal ihre Gewinne bekannt geben. Sehen Sie sich an, welche Unternehmen ihre Berichte veröffentlichen, um Ihre Trades für die kommende Saison planen.

Weg von Gewinnen und hin zu Daten: Diese Woche wird der US-Verbraucherpreisindex für Juni veröffentlicht.

Verbraucherpreise stiegen im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 5% – dem stärksten Anstieg seit August 2008. Das lag außerdem über den Erwartungen der Wall Street. Die unterliegende Inflation, ein Messwert, der Nahrungsmittel- und Energiepreise ausschließt, war um 3,8% gestiegen. Das war der stärkste Anstieg seit beinahe drei Jahrzehnten.

Die Zahlen für Mai, die vom Bureau of Labor Statistics zusammengestellt wurden, lösten eine Debatte darüber aus, ob die Fed die Wirtschaft heiß laufen lassen sollte. Die Inflation ist eine der Schlüsselkennzahlen der Fed, sodass ähnliche Zahlen für Juni zu einer Änderung der Politik oder einer Zinserhöhung führen könnten, um die heißlaufende Wirtschaft nach dem Lockdown abzukühlen.

Fitch meint, dass der VPI bis weit nach 2022 Spitzen schlagen könnte. Die Rating-Agentur glaubt nicht, dass die Versorgungsprobleme in naher Zukunft nachlassen werden und daher weiterhin die Preise für Verbrauchsgüter in die Höhe treiben werden.

Die Prognosen von Fitch sehen einen jährlichen Anstieg der Kern-VPI-Inflation um insgesamt 4,5% bis Ende 2021 vor, während die Nicht-Kern-Inflation bei 4,1% liegt. Die unterliegende Inflation würde dann bis Mitte 2022 auf 2,5% fallen.

Wir erwarten diese Woche außerdem die jüngsten Einzelhandelsabsatzzahlen für die USA. Die Märkte werden abwarten, ob der Rückgang des Gesamtumsatzes um 1,3 % und der Rückgang der Kerneinzelhandelsumsätze um 0,7 % im Mai ein Ausrutscher war oder ob sich der Trend im Juni fortgesetzt hat.

Trotz des kleinen monatlichen Rückgangs, sind die Einzelhandelsabsätze im Vergleich zum Vorjahr um 28,1% gestiegen.

Eine teilweise Erklärung des Rückgangs war eine Abkehr der Verbraucher vom Kauf von Gütern und Produkten hin zum Erwerb von „Erfahrungen“. Mit der fast vollständigen Rückkehr zur Normalität der Bewegungsfreiheit in den Vereinigten Staaten, ziehen es die Verbraucher vor, auszugehen, Reisen zu planen und Geld für Dienstleistungen auszugeben, anstatt sich dem Shopping-Rausch hinzugeben.

Ein weiterer Grund war der Rückgang der Einnahmen von Autohändlern von 3,4%. Der weltweite Lieferengpass für Halbleiter verzögert die Auslieferung neuer Fahrzeuge, wodurch die Verkäufe zum Stillstand kommen.

Interessanterweise wurden die Einzelhandelsabsatzzahlen für April im Mai nachträglich nach oben korrigiert. Anstatt wie anfangs gedacht statisch zu bleiben, stiegen sie im monatlichen Vergleich um 0,8%.

Außerdem wird die jüngste Zinserklärung der Bank of Canada erwartet. Gouverneur Tiff Macklem bestätigte im Juni, dass der Tagesgeldsatz stabil bei 0,25% bleiben und es in absehbarer Zeit keine Änderungen des Zinssatzes geben werde.

Macklem verpflichtete die Bank außerdem zu wöchentlichen Käufen kanadischer Staatsanleihen in Höhe von 3 Milliarden CAD, bekräftigte jedoch, dass diese mit fortschreitender wirtschaftlicher Erholung nachlassen würden.

Kanada war eine der ersten großen Volkswirtschaften, die im April ihre Anleihenkäufe zurückgefahren hat. Dennoch schrumpfte die Wirtschaft im April und Mai und das BIP für das erste Quartal blieb mit einem Wachstum von 5,6% hinter den Erwartungen zurück, vor allem wegen der Lockdowns im Winter.

Die Volkswirte der Bank of Canada sind allerdings zuversichtlich, dass die Erholung in den kommenden Monaten an Fahrt aufnehmen wird. Hohe Rohstoffpreise und ein Wachstum der Auslandsnachfrage werden die Wirtschaft vermutlich in Zukunft antreiben.

Eine weitere Rücknahme der Anleihenkäufe wird in der Erklärung vom 14. Juli erwartet.

Top Wirtschafts-Daten

Date  Time (GMT+1)  Asset  Event 
Tue 13-Jul  1.30pm  USD  CPI m/m 
  1.30pm  USD  Core CPI m/m 
       
Wed 14-Jul  3.00am  NZD  RBNZ Rate Statement 
  3.00am  NZD  Cash Rate 
  1.30pm  USD  PPI m/m 
  1.30pm  USD  Core PPI m/m 
  3.00pm  CAD  BOC Monetary Policy 
  3.00pm  CAD  BOC Rate Statement 
  3.00pm  CAD  Overnight Rate 
  3.30pm  OIL  Crude Oil Inventories 
  Tentative  CAD  BOC Press Conference 
       
Thu 15-Jul  2.30am  AUD  Employment Change 
  2.30am  AUD  Employment Rate 
  3.00am  CNH  GDP q/y 
  1.30pm  USD  Philly Fed Manufacturing Index 
  1.30pm  USD  Unemployment Claims 
  3.30pm  GAS  US Natural Gas Inventories 
  11.45pm  NZD  CPI q/q 
       
Fri 16-Jul  1.30pm  USD  Retail sales m/m 
  1.30pm  USD  Core retail sales m/m 

 

Top Geschäftsberichte

Tue 13 Jul  Wed 14 Jul  Thu 15 Jul 
JPMorgan Chase & Co   Bank of America Corp    
     
Goldman Sachs Group Inc   Citigroup Inc   Morgan Stanley  
     
PepsiCo Inc      
     
Wells Fargo & Co      

Markets look for direction from ECB, US CPI inflation

European stock markets were again lacking direction ahead of today’s closely awaited ECB meeting and a hotly anticipated inflation reading from the US. The FTSE 100 trades a little higher, the DAX a little lower. Wall Street closed lower with the major indices holding to well-worn ranges. The S&P 500 down 0.4% to 4,219.55 but remains just a few points below its all-time high of 4,238.04 set on May 7th.  

Meme stocks attracted the most interest as Clean Energy Fuels – the fourth most talked about stock on the /Wallstreetbets thread yesterday – rallied 31%. AMC fell 10% and Clover Health dropped 23% after a monster rally in the previous session. Today’s most-discussed stocks include WISH, CLF, WKHS, AMC and TLRY. 

 US inflation reading key risk event

If there is a worry about inflation – today’s US CPI print will tell us a lot – then the bond market is not showing it. US 10yr yields fell under 1.49% to the lowest level in 3 months. This is not just a Fed thing – the yield on longer dated paper such as the 30yr is also well off its 2021 highs. Today’s inflation reading still poses a risk to the market. The annual rate is forecast to climb to 4.7% in May, from 4.2% in April, whilst the core reading is seen at 3.4%, with the month-on-month at +0.4%. With the Federal Reserve anchoring its policy goals to employment, another hot reading won’t be too much to worry about. Nevertheless, the print will still lead to some volatility at 13:30 (BST) in index futures, numerous FX crosses and gold. An above forecast inflation reading would reignite market taper fears, albeit this is likely to be short-lived and one to fade as the Fed still has control of this, at least to the extent that the market believes it does.

ECB set to hold steady for now

The European Central Bank (ECB) convenes today amid a much rosier economic outlook than at the start of the year. But with the central bank having communicated its plans to front-load asset purchases, there is not expected to be any material change in policy or communication. It will be hard to avoid taper talk so how the ECB responds to questions around tapering will be of central importance to the market’s expectations and the euro. At the March meeting the ECB said it would pick up the pace of asset purchases, front-loading the PEPP scheme, but that it could still use less than the full envelope of €1.85tn if favourable financial conditions can be maintained without spending it all. The outcome of the March meeting was very much that the PEPP programme is more likely to end by March 2022 than be extended, albeit policy will remain very accommodative well beyond that point. Today it’s likely the ECB will support continuing running PEPP at around €80bn a month before starting to taper in September. 

Yields have been pressing higher but have retreated from the May peaks. The increased pace of asset purchases that was agreed in March came as a response to rising yields at the time. But the economic outlook – chiefly driven by a strong vaccine rollout that was slow to start but is now firing on all cylinders – has improved greatly since then. The ECB has been taking the line that inflation is temporary and rising bond yields reflect better fundamentals, so I don’t think it will be unduly concerned by a higher rate environment now due to the better economic picture. This will make talk of a taper very difficult to ignore. The language around the speed of asset purchases may change somewhat, and this could drive EZ yields + EUR higher. It will be very interesting to see what the ECB says about the state of financing conditions, and it is sure to continue to tie PEPP purchases to maintaining these as ‘favourable’.  

The big risk for EUR crosses around this meeting is: does the ECB silence taper talk with enough vigour to keep yields in check, or does it allow the market to think the more hawkish voices are winning the argument about when the central bank eventually exits emergency mode? With the ECB seen in a holding pattern, there is quite a low bar for a hawkish surprise.

Inflation has picked up since the last meeting, which could see the forecast for 2021 and 2022 revised upwards from the March level. EZ inflation rose to 2% in May from 1.6% in April, the first time it’s been on target in over two years. With growth in Q1 a little light, the rebound in the summer should mean GDP projections remain broadly unchanged. 

ECB speakers have been offering a few titbits since the last meeting. Of particular importance to the speed at which the ECB will exit emergency mode, Christine Lagarde stressed that inflationary pressures will be temporary – sticking to the global central banker script. At the April meeting she said tapering talk was premature. But she remains caught between the hawks and doves. Kazaks and Lane made it clear policymakers will look at the asset purchase programme again in June, which could involve scaling back the programme if the economic situation is better.  There were dovish comments from Panetta in late May, noting that it was too early to taper bond purchases. Banque de France Governor, Villeroy de Galhau, stressed that the ECB is going to be at least as slow to tighten as the Federal Reserve. 

Finally, London’s IPO market is showing signs of fatigue. Broker Marex has pulled its planned listing, while fuel cell company Elcogen and miner Tungsten have both delayed planned floats. Whilst there may be more to the Marex decision than simply ‘challenging IPO market conditions’, it does rather seem there is some amount of investor fatigue after a deluge of new issuance in the first quarter. Wise to pause. In the case of Marex, it may be wise to steer clear. 

Wochenausblick: Inflation stiehlt die Show, während EZB und BoC sprechen

Inflation ist diese Woche überall. Mit steigender Inflation stehen zwei wichtige Zinsentscheidungen der Zentralbanken, der Europäischen Zentralbank und der Bank of Canada stehen an. Was Zahlen angeht, ist der US-Verbraucherpreisindex nach den rasant steigenden Preisen vom April die große Veröffentlichung.

Die unerwartet hohe Inflation im Mai bedeutet, dass das Inflationsziel der EZB verletzt wurde.

Die Inflation für die Eurozone erreicht im Mai zum ersten Mal dieses Jahr 2%. Das politische Mandat der EZB ist, die Inflation um oder unter diesem Niveau zu halten. Zuvor hatte die EZB prognostiziert, dass die Inflation im letzten Quartal 2021 ihren Höchststand von 2% erreichen und dann im Laufe des Jahres 2022 wieder sinken wird.

Wird die Tatsache, dass 2% erreicht wurden, Änderungen der Politik erzwingen?

Moody sieht das nicht so. Die Ratingagentur geht davon aus, dass es trotz der zuletzt anziehenden Inflation zumindest mehrere Jahre lang keine Zinserhöhung geben wird.

„Nachdem die Wirtschaftstätigkeit wieder normal läuft, wird sich die Inflationsrate wahrscheinlich in der zweiten Jahreshälfte 2022 abschwächen, da die Auswirkungen einmaliger Preiserhöhungen aus den Inflationsdaten verschwinden“, sagte Moody’s.

Obwohl keine Zinsänderung prognostiziert wird, werden die Märkte auf der Pressekonferenz am Mittwoch weiterhin genau beobachten, ob es Änderungen der EZB-Politik gibt.

Die falkenartigen Ratsmitglieder der Zentralbank haben auf eine Lockerung des PEPP, des EU-Konjunkturpakets, bis zur zweiten Hälfte des Jahres 2021 gehofft. Sicherlich wird die Bank bei steigender Inflation zur Änderung gezwungen sein. Von jetzt an hängt alles von der Wirtschaftslage ab.

„Der Finanzrahmen kann bei Bedarf neu kalibriert werden, um günstige Finanzierungsbedingungen aufrechtzuerhalten, um so dem negativen pandemischen Schock auf dem Weg der Inflation entgegenzuwirken“, sagte die EZB in einer Erklärung nach der Sitzung im Mai.

Im Gegensatz zu der vorsichtigen EZB, ist die Bank of Canada ein wirtschaftlicher Vorreiter in Zeiten von Covid. Sie ist die erste Zentralbank, die aktiv damit beginnt, ihr Anleihekaufprogramm zu reduzieren, und könnte eine der ersten sein, die ihren Zentralbanksatz anhebt.

Dennoch wird der Zins von 0,25% sich vermutlich vor Juni nicht ändern. Eine Zinssteigerung kommt frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2022. Die Stellungnahme vom Juni ist allen Angaben nach eher eine Vorschau auf die möglichen Änderungen im Juli.

Die Inflation wird immer noch genaustens beobachtet. Im April lag die Inflation am oberen Ende der von der Bank of Canada ausgegebenen 1-3%, sodass die Wirtschaftslage die kanadische Zentralbank dazu zwingen könnte, die Zinsen etwas schneller zu ändern, wenn wir ähnliches sehen, wenn die Daten für Mai veröffentlicht werden.

Jetzt ist ein Zinsanstieg unwahrscheinlich. Stattdessen liegt der Fokus auf quantitativer Lockerung.

Reuters zufolge, glaube Analysten der sechs größten Privatkundenbanken, dass die BoC sich vorbereitet, Anleihenkäufe weiter zurückzufahren. Prognosen gehen davon aus, dass die Anleihekäufe von derzeit 3 Milliarden CAD pro Woche im nächsten Monat auf 2 Milliarden CAD (1,65 Milliarden USD) pro Woche zurückgefahren werden. Weitere Rücknahmen könnten im August kommen.

Was Zahlen angeht, kommt Donnerstag der US-Verbraucherpreisindex. Als wichtige Inflationskennzahl, wird er von den Märkten nach den unerwartet hohen Werten im April sorgfältig überwacht wird.

Von Dow Jones befragte Wirtschaftswissenschaftler gingen letzten Monat von einer VPI-Steigerung von 3,6% aus. Der letzte Wert lag bei 4,2% im Jahresvergleich – die schnellste Wachstumsrate seit 2008.

Viel davon kam von den zugrundeliegenden Wirtschaftsfaktoren, statt einer komplett aus dem Ruder laufenden Inflation. Die Preise im April 2020 sind durch die erste Lockdown-Welle abgestürzt. Mit dem Erstarken der US-Wirtschaft, sind auch die Verbraucherpreise gestiegen.

Daher bezeichnet die Fed die Zahlen vom April als „vorübergehend“ und bleibt bei seinem Skript. Die US-Notenbank geht davon aus, dass sich die Inflation im Jahresverlauf abkühlen und wieder auf das angezielte Niveau von 2% sinken wird.

Wenn die Zahlen für Mai ähnlich aussehen, könnte die Fed zum Handeln gezwungen sein.

Top Wirtschafts-Daten

Date Time (GMT+1) Asset Event
Wed 9-Jun 3.00pm CAD BoC Rate Statement
  3.00pm CAD Overnight Rate
  Tentative CAD BoC Press Conference
  3.30pm Oil US Crude Oil Inventories
 
Thu 10-Jun 12.45pm EUR Main Referencing Rate
  12.45pm EUR Monetary Policy Statement
  1.30pm EUR ECB Press Conference
  1.30pm USD CPI m/m
  1.30pm USD Core CPI m/m

 

Top Geschäftsberichte

Date Company Event
Mon 7-Jun Marvell Technologies Q1 2022 Earnings
Tue 8-Jun GameStop Q1 2021 Earnings
 
Wed 9-Jun Inditex Q1 2021 Earnings

Wochenausblick: UK-Q1-BIP + US-Einzelhandelsabsätze und VIP-Veröffentlichung

Die britischen BIP-Zahlen für das erste Quartal werden heute veröffentlicht. Sie werden den Ton für das kommende Jahr angeben. Werden sich die optimistischen Aussichten der Ökonomen bewahrheiten? In den USA sind Einzelhandelsumsätze und Berichte zum VPI fällig, die die potenzielle Inflation im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs aufzeigen könnten. Anderswo macht sich die Wall Street für einen weiteren Ansturm von Geschäftsberichten bereit.

Passt das Q1-BIP Großbritanniens zur optimistischen Aussicht?

Man geht davon aus, dass die BIP-Zahlen für das erste Quartal weniger stark zurückgegangen sind, als zunächst befürchtet, da das Land in den Lockdown gegangen ist. Letzte Woche gab die Bank of England bekannt, dass sie erwartet, dass die Wirtschaft im ersten Quartal um 1,5% schrumpfen wird. Im vierteljährlichen geldpolitischen Bericht hat der MPC jedoch seine Wachstumsaussichten für das Gesamtjahr für die britische Wirtschaft auf einen Anstieg des BIP um 7,25% angehoben.

Diese Ansicht teilen Ökonomen. Anstatt eines düsteren Bildes, malten die Schätzungen eine sonnigere Ansicht für die Wirtschaft Großbritanniens. Vielleicht noch keine lichtdurchfluteten Auenlandschaften, aber vielversprechende Zahlen.

Konsensschätzungen erwarten ein Absinken des BIP zwischen einem und 2,5%. Barclays, Oxford Economics und ING nähern sich dem oberen Ende an und prognostizieren einen Rückgang von 2 bis 2,5%. Deloitte beziffert es dagegen mit -1,7%.

Wir reden viel über den Impfstoff, aber der Einfluss eines schnell eingeführten und umgesetzten landesweiten Impfprogramms können nicht unterschätzt werden. Immer mehr Menschen gehen wieder Arbeiten; Lockdown-Einschränkungen werden gelockert; Kneipen und Restaurants werden bald wieder vollständig offen sein; die Baubranche bereitet sich auf ein zweistelliges Wachstum vor.

In der Tat könnten wir angesichts längerer Prognosen einige der schnellsten BIP-Zuwächse in Großbritannien seit 30 Jahren betrachten.

Die Frühjahrsprognose des EY ITEM Club geht für das gesamte Jahr 2021 von einem jährlichen Wachstum von 6,8% aus. Bis zum zweiten Quartal 2022 kehrt die Wirtschaft auf das Niveau vor der Pandemie zurück. Goldman ist dem Analysten Sven Jari Stehn zufolge sogar noch optimistischer mit einer Vorhersage von 7,8%.

Sobald der Lockdown vollständig aufgehoben ist und die Wirtschaft wieder zur Normalität zurückgekehrt ist, werden wir wahrscheinlich einige der größten Wirtschaftswachstumszahlen der letzten Jahrzehnte sehen. Es hängt alles davon ab, wie erfolgreich sich das Land aus dem Lockdown manövriert.

Alle Augen sind mit steigender Inflation auf den US-VPI gerichtet

Die Inflation könnte anfangen, an der US-Wirtschaft zu knabbern. Die CPI-Daten für März zeigten einen Anstieg gegenüber dem Vormonat, sodass der Preisanstieg in den Release-Charts dieser Woche im April erneut an Bedeutung gewinnt.

Betrachtet man die Zahlen vom März, so stiegen die Verbraucherpreise gegenüber Februar um 0,6%, während sie um 2,6% höher waren als im März 2020. Ein Anstieg des Benzinpreises um 9,1% befeuerte den Anstieg des VPI, der über dem monatlichen Wachstum von 0,5% und dem Jahreswachstum von 2,5% lag, den Dow Jones geschätzt hatte.

Den Inflationsdruck auf die Wirtschaft wird man in Zukunft im Blick behalten müssen. Höhere Verbraucherpreise könnten sich als Katalysator für einen Anstieg des Basiszinssatz entpuppen, etwas das der Fed-Vorsitzende Jerome Powell bisher strikt verweigert hat. Im Moment lautet die Strategie der Fed, die Wirtschaft heiß laufen zu lassen.

Dennoch haben die Märkte bisher über das Jahr hinweg ein höheres Wachstum und eine höhere Inflation eingepreist. Die Renditen von Staatsanleihen haben auch in diesem Jahr einiges an Rumpeln verursacht, wobei die Renditen einige der höchsten Werte seit vor der Pandemie erreichten. Insgesamt tragen die Öffnung der Wirtschaft und wichtige staatliche Anreize zu einem inflationären Umfeld bei. Daher sollte die Fed die VPI-Zahlen dieses Monats mit scharfem Auge beobachten.

Kann April die Knüller-US-Einzelhandelsabsatzzahlen vom März erreichen?

Wir haben gesehen, dass die US-Wirtschaft 2021 auf’s Gas getreten hat mit einem Wachstum von 6,4% im ersten Quartal. Durchgehend sind die Aussichten besser, wenn auch etwas durch den Schatten der Inflation getrübt. Die Einzelhandelsstatistiken für April werden diese Woche nach einem Blowout im März veröffentlicht, aber es könnte sich bald ändern, wo US-Verbraucher ihr Geld ausgeben.

Insgesamt wuchsen der Absatz des US-Einzelhandels um riesigen 9,8% im Monatsvergleich zu März. Eine Kombination aus wärmerem Wetter, weniger strengen Lockdowns und Konjunkturpaketen treiben die Verkäufe in die Höhe. Das Wachstum war im Vergleich zum Vorjahr mit 30,4% kolossal.

Die größten Wachstumsbereiche waren Sportartikel (23,5%), Bekleidung (18,3%) und Autos (15,1%).

Allerdings könnten sich US-Verbraucher mit der Wiedereröffnung der Wirtschaft anderen Bereichen zuwenden. „Erfahrungen“ und Reisen könnten mit den Lockerungen der Reisebeschränkungen diesen Monat große Zugewinne sehen, während Verbraucher anfangen könnten, Geld in die Gastronomie zu stecken. Das könnte weiteres Geld aus dem Einzelhandel nehmen, sodass das Wachstum im April hinter der phänomenalen März-Leistung zurückbleiben könnten.

Earnings-Season an der Wall Street geht weiter

Wall Street macht sich für eine weitere neue Woche voller Quartalsgewinne der Large Caps bereit.

Einige Titanen berichten in der nächsten Phase der Earnings Season. Disney ist einer davon, auf den man ein Auge werfen sollte. Parks sind wieder auf, aber das wird zu spät gewesen sein, um einen wirklichen Einfluss auf die Einnahmen im Q1 gehabt zu haben. Stattdessen wird der Fokus auf dem Streamingdienst Disney+ liegen, der das letzte Jahr über Abonnenten nur so aufgesaugt hat.

Weiter werden die Einnahmen des chinesischen e-Commerce-Giganten Alibaba im Fokus stehen. Der Riese schlug Schätzungen in den letzten beiden Quartalen um durchschnittlich 19,29% und könnte auf dem Weg sein, dies erneut zu tun. Die Zack-Vorhersagen sind positiv, was normalerweise ein gutes Zeichen für die kommende Earnings Season ist.

Sehen Sie unten, für eine Übersicht über die Large Caps, die diese Woche berichten.

Top Wirtschafts-Daten

Date  Time (GMT+1)  Currency  Event 
Mon 10-May  02.30am  AUD  Retail sales m/m 
       
Tue 11-May  10.30am  AUD  Annual budget release 
       
Wed 12-May  07.00am  GBP  Prelim GDP q/q 
  1.30pm  USD  CPI m/m 
  1.30pm  USD  Core CPI m/m 
  3.30pm  USD  US Crude Oil Inventories 
       
Thu 13-May  1.30pm  USD  Unemployment Claims 
  3.30pm  USD  US Natural Gas Inventories 
       
Fri 14-May  1.30pm  USD  Retail Sales m/m 
  1.30pm  USD  Core Retail Sales m/m 
  2.15pm  USD  Industrial Production m/m 
  3.30pm  USD  Prelim UoM Consumer Sentiment 

Top Geschäftsberichte

Date  Company  Event 
Mon 10-May  Duke Energy  Q1 2021 Earnings 
  Air  Q1 2021 Earnings 
  Mariott Inc.  Q1 2021 Earnings 
  Tyson Foods  Q4 2021 Earnings 
  Panasonic Corp.  Q4 2021 Earnings 
     
Tue 11-May  Palantir Technologies  Q1 2021 Earnings 
  Electronic Arts  Q4 2021 Earnings 
  E.ON  Q1 2021 Earnings 
  Alstrom  Q4 2021 Earnings 
  Nissan  Q4 2020 Earnings 
  NAMCO BANDAI  Q4 2021 Earnings 
     
Wed 12-May  Toyota  Q4 2021 Earnings 
  Allianz  Q1 2021 Earnings 
  Deutsche Telekom  Q1 2021 Earnings 
  Merck  Q1 2021 Earnings 
  Bayer  Q1 2021 Earnings 
  Hapag-Lloyd   Q1 2021 Earnings 
  Fujifilm  Q4 2021 Earnings 
  Polyus Gold  Q1 2021 Earnings 
     
Thu 13-May  Alibaba  Q4 2021 Earnings 
  Walt Disney  Q2 2021 Earnings 
  Airbnb  Q1 2021 Earnings 
  Coinbase  Q1 2021 Earnings 
  Petrobras  Q1 2021 Earnings 
  Telefonica  Q1 2021 Earnings 
  BT Group  Q4 2021 Earnings 
  Mitsubishi  Q4 2021 Earnings 
  Suzuki  Q4 2020 Earnings 
  Rakuten  Q1 2021 Earnings 
  Burberry  Q4 2021 Earnings 
     
Fri 14-May  Rosneft  Q1 2021 Earnings 
  Honda  Q4 2021 Earnings 
  UNICHARM  Q1 2021 Earnings 
  Knorr-Bremse  Q1 2021 Earnings 
  Toshiba  Q4 2020 Earnings 

Wochenausblick: EZB spricht, US-Verbraucherpreisindex und BoC-Stellungnahme

Wir haben eine volle Woche für die europäische Wirtschaft vor uns, mit der Pressekonferenz der EZB und Aussagen zum Zins. Kommen Änderungen der Wirtschaftspolitik, um die steigenden Rendite aufzuhalten? In den USA werden die Zahlen des Verbraucherpreisindex’ veröffentlicht. Sie werden einen Einblick in die Wirkung der Inflation geben. Die Bank of Canada wird auch ihre Tagesgeldsatzerklärung abgeben, und ein starker wirtschaftlicher Ausblick für Kanada könnte eine Änderung der Anleihekaufpolitik bedeuten.

Wird die EZB ihr Anleihenkaufprogramm anpassen, um die steigenden Renditen anzugehen?

Die Anleiherenditen haben in den letzten Wochen viele geldpolitische Gespräche geprägt, und wir werden in der dieswöchigen Erklärung und Pressekonferenz der EZB auf die Reaktion der Europäischen Zentralbank auf steilere Kurven achten.

Wir haben bereits gesehen, dass Vorstandsmitglied Fabio Panetta sich dafür einsetzt, weiterhin Anleihen zu kaufen und die finanzielle Unterstützung aufrechtzuerhalten, während die Pandemie anhält.

„Der Anstieg der mit dem nominalen BIP gewichteten Renditekurve, den wir jetzt sehen, ist nicht willkommen und muss widerstanden werden. Wir sollten nicht zögern das Einkaufsvolumen zu erhöhen und das Pandemic emergency purchase programme (PEPP) in vollem Umfang oder wenn nötig auch darüber hinaus auszunutzen,“ sagte Panetta am Dienstag, den 2. März.

„Die Unterstützung der Politik wird dafür weit über das Ende der Pandemie hinaus erforderlich bleiben,“ fügte er hinzu. „Die Risiken zu geringer Stützung überwiegen die Risiken von zu geringer Stützung bei weitem. Mit dem längeren Niedrighalten der nominalen Rendite können wir einen starken Anker bieten, um versorgende Finanzierungskonditionen zu erhalten.“

Trotz dessen haben wir eine Verlangsamung des Anleihenkaufprogramms der EZB am Montag den 1. März gesehen. Zu dem Zeitpunkt hatte die Bank 12 Milliarde Euro in Anleihenkäufen getätigt, gegenüber 17,5 Milliarden Euro in der Vorwoche. Der Rückgang ist auf viel höhere Rücknahmen zurückzuführen, berichtet Bloomberg. Vielleicht ein Zeichen für eine anstehende Politikanpassung?

Das könnte den Wünschen Panettas zuwiderlaufen: „Wir müssen die Glaubwürdigkeit unserer Strategie festigen, indem wir demonstrieren, dass eine unangemessenes Anziehen nicht toleriert wird.“

„Wir haben Möglichkeiten darauf zu reagieren,“ sagte Jens Weidmann, Chef der deutschen Bundesbank, CNBC. „Das PEPP kommt mit einer gewissen Flexibilität und diese Flexibilität können wir nutzen, um auf eine solche Situation zu reagieren.“

Das Notfall-Anleihenkaufprogramm der EU wird bisher bis März 2022 weiter fortgeführt, mit einem Gesamtvolumen von 1,85 Billionen Euro. Weidmann gab an, dass die EZB die Einkäufe im Kontext steigender Renditen wieder ankurbeln könnte.

„Das ist ein Element, das auf dem Tisch ist, die Flexibilität, die wir in der Umsetzung des PEPP zu nutzen,“ sagte Weidmann. „Aber nochmals, der erste Schritt ist die Analyse der zugrundeliegenden Ursachen und die Einschätzung, welche Wirkung wir auf unser schlussendliches Ziel haben, der Preisstabilität.“

Die Renditen und die Reaktion der EZB werden bei der nächsten Ankündigung am 11. März im Mittelpunkt stehen.

US-Verbraucherpreisindex, Renditen und Inflation

Wir werden mit der Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex-Reports des US-Arbeitsministeriums weiter sehen, ob die Inflation in den USA wirklich Zähne zeigt.

Steigende Renditen von US-Anleihen sind quasi schon seit einigen Wochen Gesprächsmittelpunkt, da sie die globale Finanzwelt beeinflussen. Die Renditen der 10-jährigen US-Schatzanweisung überschritten am 17. Februar 1,3% und sind seitdem auf fast 1,6% gestiegen.

Renditen neigen dazu, zusammen mit Inflationserwartungen zu steigen, da Anleihen-Anleger weniger auf Anlagen mit niedrigen oder negativen Renditen aus sind. Höhere Renditen könnten außerdem mehr Schuldendienste für große Firmen bedeuten. Das wirkt sich negativ auf die Aktienmärkte aus, da Händler die Investitionsumgebung neu einschätzen.

Davor zeigte der Verbraucherpreisindex für Januar eine Schrumpfung, bei der die Inflation auf 0,3% zurückging. Im Vergleich zum Vorjahr blieb der VPI konstant bei 1,4%. Der Kern-Verbraucherpreisindex, der volatile Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, sank auf 1,4% im Januar von 1,6% im Dezember und sank damit tiefer, als die vom Markt erwarteten 1,5%.

Der Preisdruck war vermutlich im Februar stärker.

Die höhere Rendite und die Inflationsrate werden im Kontext weiterer Konjunkturpakete im Fokus bleiben. Das 1,9-Billionen-Dollar-Paket von Joe Biden wird sehr wahrscheinlich bald verabschiedet, was hoffentlich zu mehr Ausgaben und Konsum in der gesamten US-Wirtschaft führen wird. Mit mehr einfach erhältlichem Bargeld, könnte die Inflation weiter steigen.

Es gibt einiges aus den US-VPI-Veröffentlichungen dieses Monats herauszulesen.

BoC Zinsbekanntgabe – keine großen Änderungen erwartet

Die Bank of Canada wird diese Woche ihre jüngste Zinspolitik bestimmen. Könnte wir eine Zurücknahme der wirtschaftliche Stützung erleben? Vorläufige Berichte zum BIP suggerieren, dass der Ausblick für die kanadische Wirtschaft relativ gesund ist, sodass eine Zurücknahme der Anleihenrückkäufe am Horizont stehen könnte.

In einer Pressemitteilung vom Januar erklärte die kanadische Zentralbank, sie werde den aktuellen Leitzins halten, bis das Inflationsziel erreicht ist, während sie ihr quantitatives Lockerungsprogramm fortsetzt und jede Woche Anleihen im Wert von 4 Milliarden CAD kauft.

Allerdings zeigen die jüngsten kanadischen BIP-Zahlen eine widerstandsfähige Wirtschaft. Die kanadische Wirtschaft wuchs auf das Jahr gerechnet im vierten Quartal um 9,6%, wie Zahlen von Statistics Canada am Dienstag den 2. März zeigten, was über den von Analysten erwarteten 7,5% lag.

Zinssätze werden wahrscheinlich bis 2023 um die Null bleiben. Die Hypothekenzinsen haben sich jedoch aufgrund der steileren Renditekurven allmählich erhöht, aber der Leitzins wird noch einige Jahre lang niedrig bleiben, sagt BoC-Gouverneur Tiff Macklem.

Obwohl einige Beobachter der Ansicht sind, dass die stärkeren wirtschaftlichen Aussichten möglicherweise auf eine Kürzung der Anleihekäufe hindeuten, hat die BoC den Kauf von Provinzanleihen im Rahmen einer Gesamtstrategie beschleunigt, um steigenden Renditen entgegenzuwirken und den Provinzen mehr Liquidität zur Verfügung zu stellen, um ihre Wirtschaft in Zeiten der anhaltenden Covid-19-Pandemie zu stärken.

Die Zentralbank kaufte letzte Woche Anleihen im Wert von 436,5 Millionen CAD über das Provincial Bond Purchase Program – der größte Kauf seit Beginn der Anstrengungen im Mai.

Wie alle Volkswirtschaften, ist es allerdings unwahrscheinlich, dass Kanada weltbewegende Änderung während der am 10. März erwarteten Zinsentscheidung macht.

 

Top Wirtschafts-Daten der Woche

Date  Time (GMT  Currency  Event 
Wed 10 Mar  1.30pm  USD  CPI m/m 
  1.30pm  USD  Core CPI m/m 
  3.00pm  CAD  BoC Rate Statement 
  3.30pm  CAD  Overnight Rate 
  3.30pm  USD  US Crude Oil Inventories 
       
Thu 11 Mar  12.45pm  EUR  Main Refinancing Rate 
  12.45pm  EUR  Monetary Policy Statement 
  1.30pm  EUR  ECB Press Conference 
       
Fri 12 Mar  1.30pm  CAD  Employment Change 
  1.30pm  CAD  Unemployment Rate 

 

Top Geschäftsberichte diese Woche

Date  Company  Event 
Tue 09 Mar  Deutsche Post  Q4 2020 Earnings 
  Continental  Q4 2020 Earnings 
     
Wed 10 Mar  Oracle  Q3 2021 Earnings 
  Adidas  Q4 2020 Earnings 
  LUKOIL  Q4 2020 Earnings 
  Legal & General  Q4 2020 Earnings 
  Campbell Soup  Q2 2021 Earnings 
  Prada  Q4 2020 Earnings 
     
Thur 11 Mar  Rolls Royce  Q4 2020 Earnings 

Wochenausblick: Der Wirtschaftsausblick für die EU, Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex und Bekanntgabe des britischen BIPs

Im Wochenausblick gibt die EU eine möglicherweise nicht sehr rosige Wirtschaftsprognose heraus. Außerdem veröffentlicht England seine BIP-Zahlen – kommt die Rezession? In den Staaten werden die Zahlen zum Verbraucherpreisindex (VPI) herausgegeben, die auf Inflation deuten könnten, und Earnings Season geht an der Wall Street weiter mit den Quartalsberichten von Disney und anderen Large Caps.

US-VPI – wird die Inflation stärker werden?

Fange die Hunde der Inflation an zu bellen? Wir werden es herausfinden, da diese Woche die US-VPI-Zahlen für Januar herausgegeben werden.

Das Ministerium für Arbeit berichtete von einem Anstieg des VPI um 0,4% im Dezember, was auf einen Anstieg von 0,2% im November folgte. Auch wenn die Verbraucherpreise gestiegen sind, ist der Hauptantrieb hier Benzin. Die Benzinpreise stiegen in der letzten VPI-Periode um 8,4% und machen somit 60% des gesamten Anstiegs des Index’ aus. Nahrungsmittel sind andererseits um 0,4% gestiegen.

Wenn man die volatilen Nahrungsmittel- und Energiepreise herausrechnet, ist der VPI im Dezember um 0,1% gestiegen, im Zaum gehalten durch den gesunkenen Preis von Gebrauchtwagen, Flugpreisen, Krankenversicherungskosten und Freizeitaktivitäten.

Die VPI-Zahlen des letzten Monats entsprachen den Erwartungen der Volkswirtschaftler. Insgesamt stieg der VPI 2020 um 1,4%, der geringsten jährlichen Zunahme seit 2015 und ein Absinken in Höhe von 2,3% im Vergleich zu 2019.

Die Aussichten für die Zukunft sind gemischt. Auf der einen Seite wurden bereits 4,03 Billionen USD in die US-Wirtschaft in Form von Konjunkturpaketen gepumpt und Präsident Biden hat Pläne weitere 1,9 Billionen USD dazu kommen zu lassen. Ob es die Gesamtsumme durch den Kongress schaffte ist noch schwer abzuschätzen, aber so oder so sind weitere Konjunkturpakete auf dem Weg, was zu einer Überschreitung der Inflationsziele führen könnte.

Andererseits könnte der Preisdruck auch gutartig bleiben. Etwa 19 Millionen Amerikaner erhalten Arbeitslosenhilfe. Stress im Arbeitsmarkt könnten weiterhin das Lohnwachstum einschränken und zunehmender Leerstand könnte die Mietinflation im Zaum halten.

Ein nicht so rosiger EU-Wirtschaftsausblick

Europa könnte sich auf dem Weg in die Rezession befinden. Das ist die schonungslose Überschrift zur Bekanntgabe der Wirtschaftsprognose der EU in der kommenden Woche.

Im letzten Quartal 2020 gingen die über das Jahr gemachten Zugewinne wieder verloren, so schrumpfte die Gesamtwirtschaft der EU in den letzten 3 Monaten 2020 um 0,5%. Es ist die gleiche Geschichte, die wir über das ganze Jahr hinweg beobachten konnten: Lockdown wird gelockert, BIP steigt, aber Fallzahlen schießen in die Höhe, erneuter Lockdown, BIP schrumpft, Fallzahlen steigen dennoch.

Die EU sieht sich vor allem mit Problemen mit ihrem Impfstoffprogramm konfrontiert, obwohl die Koordination mit den vielen Mitgliedern des Blocks einen schon beinahe olympischen Kraftakt darstellt. Bisher sieht es nicht so aus, als zahle es sich aus. Die Schwierigkeit bei der Beschaffung von Impfstoffen ist ein Aspekt der Impfprobleme der EU, insbesondere die jüngste Spannung zwischen der EU und England über die Exporte von Oxfords AstraZeneca-Impfstoff.

Der Euro ist gegenüber Dollar und Pfund gefallen, so ist ein Euro zur Zeit etwa 0,88 GBP oder 1,20 USD wert – ein 9-Monats-Tief für den Euro und kein gutes Zeichen für eine gesunde Wirtschaft.

Erlebt Europa die Rezession? Es ist möglich. Im Grunde genommen muss der Block schnellst möglich viele Menschen Impfen und wieder ins tägliche Leben bringen. Konjunkturpakete werde hier außerdem eine große Rolle spielen, da das erste Geld des 750 Milliarden Euro Pakets in der ersten Hälfte 2021 anfangen sollte in der EU-Wirtschaft anzukommen. Ein Grund zur Hoffnung? Vielleicht, aber die Aussichten sind nicht besonders rosig.

Englisches BIP – wird England in die Rezession fallen?

Diese Woche veröffentlicht Großbritannien die jüngsten BIP-Zahlen. Das dritte Quartal 2020 zeigte einer Veröffentlichung der House of Commons Library zufolge ein Wachstum von 16%, was immer noch 8,6% weniger ist als im Vorjahr. Werden wir ein Schrumpfen sehen oder wird sich das Wachstum ins nächste Quartal fortsetzen?

Die Bank of England berichtet vom 4. Februar, dass es besser wäre, als zunächst befürchtet. Es wird davon ausgegangen, dass das britische BIP im letzten Quartal ein wenig gestiegen ist, auf ein Level etwa 8% unter dem vom vierten Quartal 2019.

Das ist etwas überraschend. Der Großteil Großbritanniens befindet sich seit November wieder im harten Lockdown, womit auch alle nicht notwendigen Geschäfte geschlossen blieben. Obwohl einige in der Vorweihnachtszeit öffne durften und sich Unternehmen an die sich ändernden Situation anpassen, könne es trotzdem nicht genug gewesen sein, um die Rezession zu vermeiden. Wie gesagt war das die große Ausgabensaison, mit Weihnachten und Black Friday zusammen im letzten Quartal. Vielleicht haben sie eine Rolle spielen und die britische Wirtschaft über Wasser halten können.

Die Rezession wird trotzdem vielen auf den Lippen liegen, wenn die offiziellen Q4-Zahlen veröffentlicht werden, da sie ein Stück weit Wetterfähnchen für die Wirtschaft im ersten Quartal 2021 sein werden. Die Lockdown-Maßnahme sind in Großbritannien streng und nicht essentielle Geschäfte bleiben bis auf weiteres geschlossen. Goldman Sachs hat seinen Ausblick für das erste Quartal 2021 in Großbritannien auf ein Wachstum von 1,5% korrigiert.

Gemischte Aussichten, aber es gibt einen kleinen Hoffnungsschimmer. Die Impfstoffeinführung in Großbritannien gehört zu den erfolgreichsten der Welt und es scheint, dass die Virusverbreitung mit steigender Impfrate eingegrenzt würde. Aber bleiben die Geschäfte geschlossen, scheint ein BIP-Wachstum für die britische Wirtschaft in Zukunft außer Reichweite. Wir werden mehr wissen, wenn die offiziellen BIP-Zahlen da sind.

Earnings Season geht weiter

Die Geschäftsberichte einiger Large Caps stehen noch aus. Die Earnings Season an der Wall Street geht weiter.

Disney sieht dieses Quartal nach einem der interessantesten Unternehmen aus, das man im Auge behalten sollte. Das „House of Mouse“ hat seine Finger in mehreren Geschäften, aber da wichtige Einnahmequellen wie Themenparks und Resorts und natürlich das Kino wegfallen, muss es diese durch Gewinne in anderen Geschäftsbereichen stützen.

Es sieht so aus, als ob es bereits wirkt. Disney+, der eigene Streaming-Dienst, hat bereits die Abonnenten-Vorhersagen überholt. Im April 2020 hatte Disney 60-90 Millionen Abonnenten bis 2024 im Auge. Im Februar 2021 lagen die Abonnenten-Zahlen schon bei 87 Millionen. Kommentatoren schätzen jetzt die Zahl der Neuabonnenten im Bereich von 250 Millionen ein.

Neben dem über Jahrzehnte etablierten und entwickelten eigenem geistigen Eigentum haben die Akquisitionen von Marvel und Star Wars durch Disney im Grunde genommen zwei der beliebtesten Franchise-Serien in die Hände eines Unternehmens gelegt, das es bereits gewohnt ist, obszön beliebte Unterhaltungsprodukte zu besitzen, zu vermarkten und zu schaffen. Grundsätzlich ist es außerordentlich klug, den Zugriff auf Filme und Fernsehserien auf einer einzigen Plattform zu beschränken.

Während das Einkommen in physischen Medien möglicherweise eingebrochen ist, könnte der digitale Markt dazu beitragen, Walt Disney in ein starkes Quartal zu bescheren.

Disney ist jetzt auf Platz 4 der meist bewunderten Unternehmen der Welt von Fortune und Nummer 1 im Unterhaltungsbereich. Der Markenwiedererkennungswert ist bereits immens, aber Fortune zufolge ist auch die Geschäftsführung ein gute Beispiel für das Erkennen und nutzen von Chancen für Erfolg.

Ein Blick auf einige der Large Caps die diese Woche Geschäftsberichte veröffentlichen finden Sie unten.

 

Top Wirtschafts-Daten der Woche

Date  Time (GMT)  Currency  Event 
Wed 10 Feb  1.30pm  USD  CPI m/m 
  1.30pm  USD  Core CPI m/m 
  3.30pm  USD  US Crude Oil Inventories 
       
Thu 11 Feb  10.00am  EUR  EU Economic Forecasts 
  1.30pm  USD  US Unemployment Claims 
  3.30pm  USD  US Natural Gas Inventories 
       
Fri 12 Feb  7.00am  USD  Prelim GDP q/q 

 

Top Geschäftsberichte diese Woche

Date  Company  Event 
Mon 8 Feb  Softbank  Q3 2020 Earnings 
  Take Two  Q3 2021 Earnings 
  Loews  Q4 2020 Earnings 
  Hasbro  Q4 2020 Earnings 
  Namco Bandai  Q3 2021 Earnings 
     
Tue 9 Feb  Cisco  Q2 2021 Earnings 
  Total  Q4 2020 Earnings 
  S&P Global  Q4 2020 Earnings 
  Daikin  Q3 2020 Earnings 
  DuPont  Q4 2020 Earnings 
  Honda  Q3 2020 Earnings 
  Twitter  Q4 2020 Earnings 
  Ocado  Q4 2020 Earnings 
  Fujifilm  Q3 2021 Earnings 
  Nissan  Q4 2020 Earnings 
     
Wed 10 Feb  Coca-Cola  Q4 2020 Earnings 
  Toyota  Q3 2021 Earnings 
  Commonwealth Bank Australia  Q2 2021 Earnings 
  General Motors  Q4 2020 Earnings 
  Heineken  Q4 2020 Earnings 
  Vestas  Q4 2020 Earnings 
  A.P Moeller-Maersk  Q4 2020 Earnings 
  IQVIA  Q4 2020 Earnings 
  Sun Life  Q4 2020 Earnings 
  Uber  Q4 2020 Earnings 
     
Thu 11 Feb  L’Oreal  Q4 2020 Earnings 
  AstraZeneca  Q4 2020 Earnings 
  Schneider Electric  Q4 2020 Earnings 
  Duke Energy  Q4 2020 Earnings 
  Kraft Heinz  Q4 2020 Earnings 
  Credit Agricole  Q4 2020 Earnings 
  Tyson Foods  Q1 2021 Earnings 
  ArcelorMittal  Q4 2020 Earnings 
  UniCredit  Q4 2020 Earnings 
  Kellogg  Q4 2020 Earnings 
  Expedia  Q4 2020 Earnings 
  HubSpot  Q4 2020 Earnings 
     
Fri 12 Feb  ING  Q4 2020 Earnings 

RBNZ on hold, US CPI on tap, UK & EU update on growth

Growth data

With the UK starting 2020 by leaving the EU and striking out on its own, markets would like to see that it ended 2019 on a strong economic footing when preliminary Q4 data is released. The data for most Eurozone members will be the second reading; the preliminary estimates showed expansion of just 0.1% as strong growth in Spain helped to offset contractions in France and Italy. Germany’s Q4 reading will be the flash estimate – analysts expect the Eurozone powerhouse to post a contraction of -0.1%.

RBNZ – Easing cycle is over

A round of strong labour market data last week has markets pricing in stronger odds that the RBNZ is done with its easing cycle. Unemployment dropped to 4% in Q4 and the underutilisation rate, which measures the labour market’s untapped capacity, fell to an 11-year low of 10% in December.

While the Chinese coronavirus outbreak is the latest economic headwind for markets and central banks to contend with, the strength of the domestic data should see the RBNZ confident enough to stand pat and see how the situation develops.

US CPI

Last month’s CPI reading showed the fastest pace of annual inflation in eight years, but a closer look at the numbers revealed some big weaknesses. Month-on-month, price growth slowed to 0.2% from 0.3% in November, core CPI slowed to 0.1% from 0.2%. Average earnings grew just 0.7% in 2019. More soft readings like this will support the market view that Fed policy will remain on hold until well into H2.

Earnings – Kraft Heinz and NVIDIA

Top reports this week will be Kraft Heinz before the market opens on February 13th and NVIDIA after the closing bell the same day. KHC has had a bad start to 2020, declining around 9% even as the S&P 500 and Nasdaq hit fresh record highs. The company is facing weakening demand and a lack of free cash with which to innovate.

Coronavirus fears caused a small stumble in NVIDIA’s continuing rally, with the stock quickly recovering. China accounts for around a quarter of the chipmaker’s revenue, so management may warn that the virus could dent demand in this key market. EPS of $1.66 is expected on revenue of $2.96 billion – both hefty increases on the same period a year ago.

Key Events

(All times GMT)
01.30 GMT 10-Feb China Consumer Price Index
06.30 GMT 11-Feb Daimler – Q4 2019
09.30 GMT 11-Feb UK Preliminary GDP (QoQ) & Manufacturing Production
Pre-Market 11-Feb Hasbro – Q4 2019
After-Market 11-Feb Lyft – Q4 2019
01.00 GMT 12-Feb RBNZ OCR Decision & Monetary Policy Statement
07.00 GMT 12-Feb Softbank – Q3 2019
15.30 GMT 12-Feb US EIA Crude Oil Inventories
After-Market 12-Feb Cisco – Q2 2020
07.00 GMT 13-Feb Barclays – Q4 2019
Pre-Market 13-Feb The Kraft Heinz Company – Q4 2019
13.30 GMT 13-Feb US Consumer Price Index
15.30 GMT 13-Feb US EIA Natural Gas Storage Data
After-Market 13-Feb NVIDIA – Q4 2020
13-Feb Airbus – Q4 2019
07.00 GMT 14-Feb Germany Preliminary GDP (QoQ)
10.00 GMT 14-Feb Eurozone Flash GDP (QoQ)
13.30 GMT 14-Feb US Retail Sales
15.00 GMT 14-Feb US Preliminary UoM Consumer Sentiment Index

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  • Kundengelder werden in getrennten Bankkonten geführt
  • FSCS-Anlegerentschädigung von bis zu 85.000 GDP. *Abhängig von Kriterien und Teilnahmeberechtigung
  • Versicherung mit 1.000.000 £ Deckungsbetrag**
  • Schutz vor Negativsaldo

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ASIC (Australien)

Produkte

  • CFD

  • Kundengelder werden in getrennten Bankkonten geführt
  • Elektronische Bestätigung
  • Schutz vor Negativsaldo
  • Versicherung mit 1.000.000 $ Deckungsbetrag**

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