Wochenausblick: Ist die heiße britische Inflation permanent?

Was Big Data angeht gibt es diese Woche einiges zu sehen. Zunächst haben wir die VPI-Zahlen für Großbritannien. Bleibt die Inflation länger bestehen als gedacht? Flash-PMIs für Großbritannien und die EU kommen ebenfalls jetzt zu einer Zeit, in der es so aussieht, als ob die Wirtschaftstätigkeit sich verlangsamen würde. Außerdem ist es US-Earnings-Season mit Berichten der führenden Tech-Unternehmen.

VPI für Großbritannien: Falken und heiße Daten

Auf der Daten-Seite ist eine der großen Veröffentlichungen dieser Woche der Verbraucherpreisindex für Großbritannien.

Die Zahlen vom September zeigten, dass die Inflation in Großbritannien das Ziel der Bank of England von 2% für August übertroffen hat. Verbraucherpreise steigen in den letzten 12 Monaten um 3,2%, dem höchsten monatlichen Anstieg seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2017.

Das Office for National Statistics (ONS) sagte, dass der Anstieg „vermutlich vorübergehend ist“ und vermutlich das Regierungsprogramm „Eat out to Help out“ zu dem Anstieg beigetragen hat.

„Im August 2020 wurden viele Preise in Restaurants und Cafés aufgrund des „Eat Out to Help Out“-Programms der Regierung, bei dem Kunden zwischen Montag und Mittwoch Speisen und Getränke zum halben Preis zum Verzehr im Lokal (bis zu einem Wert von 10 £) angeboten wurden“, sagte das ONS in seiner Erklärung.

„Weil EOHO eine kurzfristige Maßnahme war, ist der Anstieg der 12-monatigen Inflationsrate im August 2021 vermutlich vorübergehend.“

Die offizielle Position war, dass höhere Preise nur vorübergehend bestehen bleiben würden, aber Stimmen aus der Bank of England warnen, dass sie länger bleiben könnten, als zunächst gedacht.

Der neue Chef-Ökonom der BoE Huw Pill sagte, dass er glaube, die heiße Inflation würde bleiben.

„Meiner Ansicht nach verschiebt sich dieses Risikogleichgewicht derzeit in Richtung großer Sorgen um die Inflationsaussichten, da sich die aktuelle Inflationsstärke als nachhaltiger erweisen könnte als ursprünglich erwartet“, sagte Pill im September.

Pill stimmt damit bei den immer lauter werdenden Falken in Rat der Bank of England mit ein. Eine Anzahl der MPC-Mitglieder rufen nach einer Zinserhöhung im früh im nächsten Jahr. Ein weiterer hoher VPI-Wert im September könnte daher dazu führen, dass die Stimme der Falken noch lauter wird.

Läuten die PMIs die wirtschaftliche Verlangsamung ein?

Es ist außerdem Zeit für Flash-PMIs.

Diese Woche werden Daten für Großbritannien und die EU veröffentlicht, nachdem der Bericht des letzten Monat darauf hindeutete, dass sich das Wachstum der beiden großen Volkswirtschaften verlangsamt.

Lassen Sie uns mit Großbritannien beginnen. Der IHS Markit Flash Composite für September zeigte, dass die Leistung auf den niedrigsten Stand seit Februar gefallen war. Großbritannien verzeichnet 54,1 Punkte, ein Abstieg von 54,8 im August.

Die Erholung scheint mit dem Beginn der Wintermonate stehenzubleiben. Geringere Wirtschaftstätigkeit zusammen mit höherer Inflation führen nicht gerade zum besten Ergebnis für die Zukunft der britischen Wirtschaft.

Der PMI für den Dienstleistungssektor fiel von 55,0 im August auf 54,6 im September, den niedrigsten Stand seit Februar, als Großbritannien noch im Lockdown war. Für das produzierende Gewerbe viel er von 60,3 auf 56,4, was wieder der niedrigste Stand seit Februar ist.

Auf der anderen Seite des Ärmelkanals ist es das gleiche. Das europäische Wachstum wurde durch Lieferengpässe gehemmt, was die Input-Kosten in der gesamten EU im letzten Monat auf ein 20-Jahres-Hoch trieb. Werden die PMI-Zahlen diesen Monat das Gleiche zeigen?

Was die Punkte angeht, zeigten die IHS-Verbundszahlen, dass das wirtschaftliche Wachstum im September auf ein Fünf-Monats-Tief gefallen ist. Die EU erreichte in dem Monat 56,1Punkte gegen 59,0 im August.

Das liegt weit unter den Marktprognosen. Eine Reuters-Umfrage deutete darauf hin, dass Ökonomen und Analysten glaubten, dass sich der Output verlangsamen würde, aber mit langsameren 58,5.

Die größten Faktoren scheinen hier Lieferengpässe zusammen mit einer allgemeinen Verlangsamung des BIP-Wachstum zu sein. Die EU-Wirtschaft nährt sich ihrer Vorpandemie-Größe, eine Verlangsamung war also immer in den Karten, aber nicht so drastisch.

Ich würde erwarten, dass die neuesten Zahlen am Freitag niedrigere PMI-Zahlen für die EU zeigen werden.

Immer neue Geschäftsberichte von der Wall Street – jetzt kommen die Tech-Aktien

Nächste Woche stecken wir mitten in der Q3-Earnings-Season. Die Großbanken waren letzte Woche dran, unter anderem Goldman Sachs, Citigroup und JPMorgan. Jetzt sind einige der Tech-Riesen dran, ihre jüngsten Geschäftsberichte zu teilen.

Netflix und Tesla sind die zwei, auf die man diese Woche besonders achten sollte. Beide legten starke Zahlen für Q1 und Q2 vor, haben aber angemerkt, dass die Leistung im dritten Quartal 2021 schlechter sein könnte.

Für weitere Informationen dazu, welche Unternehmen ihre Geschäftsberichte veröffentlichen, schauen Sie in unseren US-Earnings-Season-Kalender.

Top Wirtschafts-Daten

Date  Time (GMT+1)  Asset  Event 
Mon 18-Oct  3:00am  CNY  GDP q/y 
  3:00am  CNY  Retail Sales y/y 
  2:15pm  USD  Industrial Production m/m 
  3:30pm  CAD  BOC Business Outlook Survey 
Tue 19-Oct   1:30am  AUD  Monetary Policy Meeting Minutes 
       
Wed 20-Oct  7:00am  GBP  CPI y/y 
  1:30pm  CAD  CPI m/m 
  1:30pm  CAD  Common CPI y/y 
  1:30pm  CAD  Median CPI y/y 
  1:30pm  CAD  Trimmed CPI y/y 
  3:30pm  USD  Crude Oil Inventories 
       
Thu 21-Oct  1:30pm  USD  Philly Fed Manufacturing Index 
    USD  Unemployment Claims 
       
Fri 22-Oct  7:00am  GBP  Retail Sales m/m 
  8:15am  EUR  French Flash Manufacturing PMI 
  8:15am  EUR  French Flash Services PMI 
  8:30am  EUR  German Flash Manufacturing PMI 
  8:30am  EUR  German Flash Services PMI 
  9:00am  EUR  Flash Manufacturing PMI 
  9:00am  EUR  Flash Services PMI 
  9:30am  GBP  Flash Manufacturing PMI 
  9:30am  GBP  Flash Services PMI 
  1:30pm  CAD  Core Retail Sales m/m 
  1:30pm  CAD  Retail Sales m/m 
  2:45pm  USD  Flash Manufacturing PMI 
  2:45pm  USD  Flash Services PMI 
  Tentative  USD  Treasury Currency Report 

Top Geschäftsberichte

Tue 19 Oct  Wed 20 Oct  Thu 21 Oct  Fri 22 Oct 
Philip Morris International (PM)   Verizon Communications Inc (VZ)   AT&T (T)   American Express (AXP)  
       
Johnson & Johnson (JNJ)   International Business Machines (IBM)  Intel Corp (INTC)   Schlumberger Ltd (SLB)  
       
Procter & Gamble (PG)  Tesla Inc (TSLA)   Snap Inc A (SNAP)    
       
Netflix Inc (NFLX)        

 

Wochenausblick: Bereiten Sie sich auf die Flut der Q3-Geschäftsberichte vor

Wall Street wird diese Woche vor lauter Quartalsberichten brummen, da es diese Woche mit der Q3-Earnings-Season ernst wird. Auf der Zahlenseite erwarten uns die US-VPI-Zahlen, sowie ein Blick hinter die Kulissen der Fed mit den jüngsten FOMC-Sitzungsprotokollen.

Wichtige Inflations-Metrik mit US-VPI-Bericht

Zuerst steht die Veröffentlichung des Verpraucherpreisindex-Bericht am Mittwoch an, der die Inflation in den USA bemisst.

Nach der Veröffentlichung der August-Zahlen im September halten sich Jerome Powell und seine Kollegen an das bekannte Drehbuch: dass all diese hohe Inflation nur vorübergehend ist. Werden die Zahlen am Mittwoch das untermauern?

Im Vergleich zeigte der letzte, im September veröffentlichte VPI-Bericht eine kleine Abkühlung im August. Die zugrundeliegenden Preise stiegen am langsamsten seit 6 Monaten. Insgesamt stieg der VPI 0,3% nachdem er im Juli bereits 0,5% zugelegt hatte. In den 12 Monaten bis August stieg der VPI 5,3%, nachdem er im Jahresvergleich für Juli um 5,4% in die Höhe geschossen war.

Einige Fed-Mitglieder sind aber nicht besorgt.

„Ich kann mir gut vorstellen, dass dies vorübergehend erhöhte Preise sind, die auch wieder sinken werden, wenn Lieferengpässe behoben sind“, sagte der Präsident der Chicagoer Fed, Charles Evans, gegenüber CNBC. „Ich glaube es könnte länger dauern als wir erwarten, definitiv, da habe ich keine Zweifel. Aber ich glaube, dass die weitere Anstieg dieser Preise unwahrscheinlich ist.“

Treibstoffpreise steigen aber. Öl und Gas schossen letzte Woche in die Höhe. Höhere Ölpreise deuten im Allgemeinen auf höhere Input- und Transportkosten in mehreren Sektoren hin, die dann auf den Verbraucher abgewälzt werden können, was zu allgemein höheren Preisen führt. Vor dem Hintergrund könnten sich die höheren Energiepreise und ihre Auswirkungen deutlicher im VPI-Bericht des nächsten Monats hervortreten anstatt dem vom Mittwoch.

Sitzungsprotokolle des FOMC-Treffens könnten Einblicke ins Denken der Fed geben

Mittwoche sehen wir auch die Veröffentlichung des FOMC-Sitzungsprotokolle für das Treffen im September.

Wir wissen mittlerweile alle was kommt: Zinsen bleiben niedrig; Zurücknahme kommt bald.

Wir wissen aber auch, dass die Falken unter den Fed-Mitgliedern mit früher als erwarteten Zinserhöhungen rechnen. Es gibt das Gefühl, dass ein Anstieg der Zinsen im nächsten Jahr kommen könnte.

Der Vorsitzende Powell stimmte bei denen mit ein, die vor dem Nicht-Anheben der Schuldenbremse warnten. Finanzministerin Janet Yellen warnte Ende September, dass der US-Regierung das Geld ausgehen könnte, wenn nichts unternommen wird.

Die Nichtbedienung der US-Schulden würde Powell zufolge der US-Wirtschaft „deutliche Schäden“ zufügen. Präsident Biden hat angedeutet, dass ein Anstieg der Staatsschulden möglich ist, sodass die Krise vielleicht noch abgewendet werden kann.

Was die Steuerung der Wirtschaft angeht ist aber wahrscheinlich die Rücknahme die große Maßnahme. Man glaubt, dass die Fed ihre Unterstützung schrittweise zurücknehmen wird, bis sie bis Ende 2022 komplett zurückgenommen ist.

Es ist ein starkes Zeichen, dass die USA schnell zur wirtschaftlichen Normalität zurückkehren wollen. Aber die Bedrohung durch neue COVID-19-Varianten steht immer noch im Raum. Man kann nur hoffen, dass 2022 keine neue Delta-Variante zu einer Welle neuer Lockdowns führt oder die Fed steht im Regen.

Die Earning Season ist wieder hier

Gehen wir zur Wall Street. Wir stehen kurz vor Veröffentlichung der Gewinne des dritten Quartals von den ganz Großen, da diese Woche wieder die Earnings Season beginnt.

Wie immer beginnen wir mit den großen Investitionsbanken, die im Q2 wunderschöne Wachstumszahlen verzeichnet haben. Wird der Trend anhalten? JPMorgan, Wells Fargo, Citigroup, Goldman Sachs und andere bringen den Ball dieses Quartal ins Rollen. Der erste Geschäftsbericht kommt am Mittwoch von JP.

Obwohl es so aussieht als ob sich das Wachstum vom sehr guten zweiten Quartal 2021 verlangsamt, könnte uns immer noch ein sehr leistungsstarkes Quartal erwarten. Die US-Finanzdatengruppe FactSet prognostiziert für S&P500-Unternehmen ein Gewinnwachstum von 27,6% im dritten Quartal – die dritthöchste Jahresgewinnwachstumsrate des Index seit 2010.

Im Q3 gibt es auch noch Lieferengpässe. Es gab sie in der ersten Jahreshälfte, aber mit dem Anstieg der Preise von Rohmaterialien und Energie könnten wir eine Verlangsamung der Ergebnisse sehen.

Apple und Konsorten haben zwar gewarnt, dass sich das Absatzwachstum gegen Ende des Jahres verlangsamen könnte, aber lassen Sie uns mal abwarten, was passiert.

Unser Kalender für die US-Earnings-Season hält Sie auf dem Laufenden, welche Mega Caps wann melden, damit Sie Ihre Trades basierend auf den Gewinnberichten dieses Quartals planen können. Unten finden Sie eine Übersicht über die Unternehmen, die diese Woche ihre Geschäftsberichte veröffentlichen.

Top Wirtschafts-Daten

Date  Time (GMT+1  Asset  Event 
Tue Oct-12  10:00am  EUR  ZEW Economic Sentiment 
  10:00am  EUR  German ZEW Economic Sentiment 
  3:00pm  USD  JOLTS Job Openings 
       
  6:01pm  USD  10-y Bond Auction 
Wed Oct-13  1:30pm  USD  CPI m/m 
  1:30pm  USD  Core CPI m/m 
  6:01pm  USD  30-y Bond Auction 
  7:00pm  USD  FOMC Meeting Minutes 
       
Thu Oct-14  1:30am  AUD  Employment Change 
  1:30am  AUD  Unemployment Rate 
  1:30pm  USD  PPI m/m 
  1:30pm  USD  Core PPI m/m 
  1:30pm  USD  Unemployment Claims 
  4:00pm  USD  Crude Oil Inventories 
       
Fri Oct-15  1:30pm  USD  Core Retail Sales m/m 
  1:30pm  USD  Retail Sales m/m 
  1:30pm  USD  Empire State Manufacturing Index 
  3:00pm  USD  Prelim UoM Consumer Sentiment 
  Tentative  USD  Treasury Currency Report 

 

Key earnings data 

Wed 13 Oct  Thu 14 Oct  Fri 15 Oct 
JPMorgan Chase & Co (JPM) PMO  Bank of America Corp (BAC) PMO  Goldman Sachs Group Inc (GS) PMO 
     
Wells Fargo & Co (WFC) E  Citigroup Inc (C) PMO  Goldman Sachs Group Inc (GS) PMO 
     
  Morgan Stanley (MS) PMO   

 

Wochenausblick: Könnten PCE-Zahlen für die USA die Fed zum Zurückfahren bringen?

Auf dem Plan stehen diese Woche: Wir verabschieden Angela Merkel und schauen, was die Zukunft für Deutschland bringt, das zum ersten mal seit 10 Jahren nicht unter ihrer Führung ist. Uns erwarten außerdem große Veröffentlichungen von Daten aus den USA, unter anderem die Lieblingsmetrik der Fed zur Inflation und Zahlen zum kanadischen BIP. Wird sie rückfällig werden?

Wir wissen alle, dass die Fed PCE-Zahlen liebt. Personal Consumption Expenditures (also persönliche Konsumausgaben) ist ihre Lieblingsmetrik für Inflation – und eine, die das viel diskutierte Zurückfahren früher herbeiführen könnte, je nach dem wie die Zahlen für August aussehen.

Der breite Marktkonsens ist, dass die Fed im November oder Dezember beginnen wird, ihre wirtschaftliche Unterstützung zurückzuziehen, die Frage jetzt ist also der Anstieg des Leitzins’. Die Fed hat bereits im Juni ihre Vorhersagen zur Kern-PCE-Inflation für 2021 von 3,7% auf 3% zurückgefahren – sie wissen, dass es heiß ist. Vorsitzender Powell hat außerdem bekanntgegeben, dass die Fed dieses Jahr anfangen wird, Maßnahmen zurückzufahren. Die Frage ist jetzt, ob die Fed diese Erwartungen noch weiter nach oben korrigieren muss und was das für steigende Leitzinsen bedeuten könnte. Ein die Erwartungen übertreffender Wert diese Woche, könnte die Sorge schüren, dass dies der Fall ist.

Natürlich spielen da auch externe Faktoren noch eine Rolle. Es sollte außerdem erwähnt werden, dass 0,4%-Sprung im Juli den Erwartungen entsprach und eine Abkühlung im Vergleich zu den Zahlen vom Juni zeigte.

Im Juli hatte die Gesamtinflation 4,2% erreicht. Den jüngsten VPI-Zahlen zufolge stieg der Preis von Konsumgütern im August um 5,3%. Das entspricht den Erwartungen. Es könnte außerdem Hinweise darauf geben, in welche Richtung sich die PCE-Zahlen bewegen.

Die Fed hat zu Protokoll gegeben, dass sie kein Problem damit habe, die Inflation über dem Ziel von 2% laufen zu lassen, da sie diese Höhen für nur von vorübergehender Natur halten.

Die Vereinigten Staaten versucht wie alle großen Volkswirtschaften ihren Weg aus der Pandemie-Wirtschaft zurück zur Normalität zu finden. Es könnte der Fall sein, dass eine heiße Inflation die Wirtschaft weiterhin versengt, bevor sie 2022 ausbrennt und verblasst.

Die jüngsten PCE-Zahlen kommen am Freitag.

Daran gebunden ist das US-Verbrauchervertrauen. Logischerweise deuten höhere Preise auf eine schlechtere Konsumstimmung hin. Das kann man auch in den Zahlen vom August sehen und es könnte sein, dass sich das in den Zahlen für September, die wir Dienstag Nachmittag erhalten, fortsetzt.

Im August sank das Verbrauchervertrauen auf ein Sechs-Monatstief. Der Conference Board Index fiel im Juli auf 113,8 von einem angepassten Wert von 125,1.

„Besorgnis über die Delta-Variante – und in geringerem Maße steigende Gas- und Lebensmittelpreise – führten zu einer ungünstigeren Einschätzung der aktuellen Wirtschaftslage und der kurzfristigen Wachstumsaussichten“, sagte Lynn Franco, Senior Director of Economic Indicators beim Conference Board , in einer Erklärung zum Rückgang.

Mehr als 39 Millionen COVID-19-Fälle wurden bisher in im Laufe der Pandemie in den USA gemeldet.

Weg von den USA, schließt Deutschland das Kapitel Angela Merkel mit Ende ihrer Kanzlerschaft. Nach 16 Jahren tritt Merkel zurück, was dem aktuellen Wahlkampf einen Hauch spannender Veränderung bringt.

Nach Heute wird Deutschland einen brandneuen Kanzler haben. Vorsitzender der SPD Olaf Scholz war im Wahlkampf der Spitzenreiter vor den Konkurrenten von CDU und den Grünen.

Man geht davon aus, dass die Grünen, denen Umfragen zufolge das beste Wahlergebnis ihrer Geschichte bevorsteht, der Hauptpartner der SPD in einer neuen Koalition werden könnten.

Unsere Volkswirtschaftsexpertin und Politik-Guru Helen Thomas hat sich mit dem möglichen Ergebnis der aktuellen Bundestagswahl beschäftigt. Haben sich ihre Vorhersagen bewahrheitet?

Da wir gerade von Wahlen sprechen, die Kanadier haben vor kurzem für eine Reihe politischer Veränderungen gestimmt, mit PM Trudeau im Sattel für eine dritte Amtszeit. Die Mehrheit der Liberalen ist geschrumpft – was die wirtschaftlichen Schritte der Nation interessant lassen werden könnten.

Nach einem Rückgang von 1,1%, werden diesen Monat die monatlichen BIP-Zahlen für Kanada veröffentlicht. Schätzungen gingen von 2,5% Wachstum aus, als selbst wenn die vorgezogenen Wahlen Trudeau weiterhin im Amt lassen, wird er die gleichen Herausforderungen meistern müssen wie zuvor.

Die wirtschaftliche Erholung wird „weiterhin das gleiche Maß außergewöhnlicher Unterstützung erfordern“, sagte der Gouverneur der Bank of Canada Tiff Macklem. Es werden keine Anpassungen der Wirtschaftspolitik erwartet – trotz enttäuschender BIP-Zahlen im letzten Monat. Vielleicht sehen wir diesen Monat eine Trendwende oder verschwindet das Thema möglicherweise hinter dem Wahlkampf-Getöse?

Top Wirtschafts-Daten

Date  Time (GMT+1)  Asset  Event 
Sun 26-Sep  All Day  EUR  German Federal Elections 
       
Tue 28-Sep  2.30am  AUD  Core Retail Sales m/m 
  3.00pm  USD  CB Consumer Confidence 
       
Wed 29-Sep  3.30pm  OIL  US Crude Oil Inventories 
       
Thu 30-Sep  2.00am  CNH  China Manufacturing PMI 
  1.30pm  CAD  GDP m/m 
       
Fri 01-Oct  8.55am  EUR  German Final Manufactuing PMI 
  1.30pm  USD  Core PCE Index m/m 
  3.00pm  USD  ISM Manufacturing PMI 

 

Wochenausblick: Kündigt die Fed Rücknahmen ihrer Maßnahmen an?

Alle Blicke sind auf die Federal Reserve gerichtet und darauf, ob sie das FOMC-Treffen vom September dazu nutzen wird, die langerwartete Rücknahme der Anleihenkäufe zu verkünden. In der Zwischenzeit werden die heißen Inflations-Zahlen der letzten Woche die Bank of England zum Nachdenken gebracht haben, ob sie nicht eine falkenartigere Position beziehen sollte.

Kündigt die Fed eine Rücknahme der quantitative Lockerungen an?

Während die Märkte nicht erwarten, dass die Federal Reserve in Richtung einer Rücknahme der Anleihekäufe rast, besteht am Markt ein breiter Konsens darüber, dass sie ab November damit beginnen wird, das Tempo ihres QE-Programms zu reduzieren. Das bedeutet, dass das Treffen diese Woche ein geeigneter Moment für die Fed sein könnte, den Markt vorzuwarnen.

Die VPI-Inflation der letzten Woche trübte die Aussichten ein wenig – sie war etwas schwächer als erwartet, was der Fed etwas mehr Spielraum verschaffte. Die schwachen Arbeitsplatzzahlen für August könnten aber bedeuten, dass die Fed sich noch nicht zu einer Rücknahme im November verpflichten möchte. Sie könnten signalisieren, dass sie immer noch daran glauben, dass eine Rücknahme angemessen ist, ohne aber einen festen Zeitrahmen bekanntzugeben.

Die Anleger werden das größte Interesse daran haben, wie die politischen Entscheidungsträger das Tempo der Erholung am Arbeitsmarkt einschätzen und ob ihrer Meinung nach der Inflationsdruck permanenter ist als gedacht. Man wird die jüngsten Wirtschaftsaussichten genaustens auf Anzeichen dafür beobachten, ob die Fed ihre Meinung zur Geschwindigkeit der Inflation und zum Wachstum ändert.

Bank of England antwortet auf heiße Inflations-Zahlen

Die Bank of England wird beim Treffen diese Woche auf den größten je gemessenen Sprung der Inflation antworten müssen. Die Inflation beschleunigte sich von 2% im Juli auf 3,2% im August und liegt damit deutlich über dem Ziel der Zentralbank von 2%. Könnte das die BoE dazu zwingen, die Geldpolitik früher als erwartet anzuziehen? Eine falkenartige Bank of England wäre ein Schub für den Pfund Sterling.

Die wichtigsten Wirtschaftszahlen

Zusätzlich zum oben genannten warten die Märkte diese Woche gespannt auf eine Reihe wirtschaftlicher Daten, unter anderem eine neue Runde Flash-PMIs für die Euro-Zone, Großbritannien und die USA am Donnerstag. Die Bank of Japan wird sich auch bald wieder treffen. Gouverneur Kuroda merkte kürzlich an, dass die Zentralbank die Geldpolitik falls notwendig weiter lockern werde, etwa durch Zinssenkungen.

Geschäftsberichte von Nike und FedEx

Es stehen nicht mehr viele Geschäftsberichte im Kalender, aber es gibt Updates von Nike, FedEx und weiteren. Nike gab im Juni ein sehr starkes Q4-Ergebnis bekannt, was die Aktie auf Rekordhöhe schießen lies. Verkäufe im vierten Quartal stiegen 96% im Vergleich zum Vorjahr und 21% im Vergleich zu 2019. Die Gewinnmargen verbessern sich durch den greifenden Wandel des Unternehmens zu einer direkten Versorgung des Verbrauchers hin ebenfalls. „Das Finanzjahr 2021 war ein unglaublich wichtiges für NIKE, da wir unsere Consumer Direct Acceleration Strategy an den Markt gebracht haben,“ sagte CEO John Donahoe. Allerdings sind Aktien in letzter Zeit wegen Sorgen über Probleme bei den Lieferketten gefallen, so sind in der Produktion in Vietnam Millionen Einheiten durch Covid verloren gegangen.

„Im Laufe seiner Geschichte war die Aktie von Nike sehr eng mit dem Umsatzwachstum korreliert. Daher glauben wir, dass die Aktie von Nike mit zunehmenden Beweisen dafür, dass die Verkäufe wahrscheinlich ins Stocken geraten werden, bestenfalls Wasser treten wird, bis mehr Klarheit über die Produktionsprobleme besteht, und im schlimmsten Fall unter einer reduzierten Verkaufsprognose und der daraus resultierenden Mehrfachkompression leiden wird“, sagten BTIG-Analysten in einer Notiz, in der die Aktie auf neutral herabgestuft wurde.

Es erwarten uns außerdem Geschäftsberichte von Adobe, General Mills und Costco.

Top Wirtschafts-Daten

Mon Sep 20  12:01am  GBP  Rightmove HPI m/m 
  All Day  JPY  Japan Bank Holiday 
  All Day  CNH  China Bank Holiday 
  7:00am  EUR  German PPI m/m 
  Tentative  EUR  German Buba Monthly Report 
  3:00pm  USD  NAHB Housing Market Index 
  All Day  CAD  Canada Federal Election 
  10:00pm  NZD  Westpac Consumer Sentiment 
Tue Sep 21  All Day  CNH  China Bank Holiday 
  2:30am  AUD  Monetary Policy Meeting Minutes 
  7:00am  CHF  Trade Balance 
    GBP  Public Sector Net Borrowing 
  11:00am  GBP  CBI Industrial Order Expectations 
  1:30pm  CAD  NHPI m/m 
    USD  Building Permits 
    USD  Current Account 
    USD  Housing Starts 
  2:00pm  CNH  CB Leading Index m/m 
  3:30pm  AUD  CB Leading Index m/m 
  Tentative  NZD  GDT Price Index 
Wed Sep 22  Tentative  JPY  Monetary Policy Statement 
  Tentative  JPY  BOJ Policy Rate 
  Tentative  JPY  BOJ Press Conference 
  2:00pm  CHF  SNB Quarterly Bulletin 
  3:00pm  EUR  Consumer Confidence 
    USD  Existing Home Sales 
  3:30pm  Oil  Crude Oil Inventories 
  7:00pm  USD  FOMC Economic Projections 
    USD  FOMC Monetary Policy Statement 
  7:30pm  USD  FOMC Press Conference 
Thu Sep 23  12:00am  AUD  Flash Manufacturing PMI 
    AUD  Flash Services PMI 
  All Day  JPY  Japan Bank Holiday 
  Tentative  EUR  German Import Prices m/m 
  8:15am  EUR  French Flash Manufacturing PMI 
    EUR  French Flash Services PMI 
  8:30am  CHF  SNB Monetary Policy Assessment 
    CHF  SNB Policy Rate 
    EUR  German Flash Manufacturing PMI 
    EUR  German Flash Services PMI 
  9:00am  EUR  Flash Manufacturing PMI 
    EUR  Flash Services PMI 
    EUR  ECB Economic Bulletin 
  9:30am  GBP  UK Flash Manufacturing PMI 
    GBP  UK Flash Services PMI 
  12:00pm  GBP  Bank of England monetary policy decision 
  1:30pm  CAD  Core Retail Sales m/m 
    CAD  Retail Sales m/m 
    USD  US unemployment Claims 
  2:45pm  USD  US Flash Manufacturing PMI 
    USD  US Flash Services PMI 
  3:00pm  USD  CB Leading Index m/m 
  3:30pm  Nat Gas  Natural Gas Storage 
  10:45pm  NZD  Trade Balance 
Fri Sep 24  12:01am  GBP  GfK Consumer Confidence 
  12:30am  JPY  National Core CPI y/y 
  1:30am  JPY  Flash Manufacturing PMI 
  7:00am  EUR  German GfK Consumer Climate 
  9:00am  EUR  German ifo Business Climate 
  3:00pm  USD  New Home Sales 

 

 

Wochenausblick: USA und Großbritannien haben saftige Inflationszahlen vor

Inflation liegt diese Woche im Fokus. VPI-Berichte stehen ganz oben auf der Agenda und geben einen Einblick zur Inflationsentwicklung in zwei wichtigen Volkswirtschaften. Sie befinden sich vielleicht auf einem ähnlichen Weg, aber es gibt wichtige Unterschiede in den Inflationsdaten der USA und Großbritannien. In der kommenden Woche werden wir mehr davon sehen.

Die wichtigste Veröffentlichung diese Woche sind die Daten zum US-Verbraucherpreisindex. Mit Gerede über eine mögliche Rücknahme in den kommenden Monaten, wird die Fed die VPI-Zahlen vom Dienstag zweifellos genau im Auge behalten – ebenso wie die Märkte insgesamt.

Nach der VPI-Inflation vom Juli von 5,4%. dem höchsten Wert seit 13 Jahren, hoffen Marktbeobachter darauf, dass die USA die höchste Inflation nun hinter sich gelassen hat. Und tatsächlich gibt es einige Hinweise darauf, dass dies der Fall sein könnte.

So stieg zum Beispiel der VPI auf Jahresbasis im Juli um 4,3% nachdem er im Juli um 4,5% gestiegen war.

Die gleichen kleinen Rückgänge wurden auch in anderen wichtigen Bereichen beobachtet.

Die Preise für Autos und Lastwagen beispielsweise, die einen Großteil der jüngsten Inflationszunahme in den USA ausmachen, stiegen im Juli 0,2% im Vergleich zu 10,2% im Juni.

Wenn man die volatilen Nahrungsmittel- und Energie-Komponenten auslässt, stieg der VPI 0,3%, nachdem er im Juni um 0,9% gestiegen war. Das war der kleinste Zuwachs in den letzten vier Monaten und die erste Verlangsamung im sogenannten Kern-VPI seit Februar.

Die Anzeichen sind also da, aber durch schwächeres Arbeitsmarktwachstum sind die USA wieder weiter von den Zielen zur Rücknahme entfernt, sodass der VPI-Bericht dieser Woche doppelt bedeutend ist. Die Märkte preisen Inflation weiterhin ein und es gibt keine echten Hinweise darauf, dass die Fed die aktuellen hohen Preise für einen Dauerzustand hält.

Bei den VPI-Daten ist es wichtig, weitere messbare monatliche Rückgänge, die diese Behauptung untermauern würden, im Blick zu behalten.

Interessanterweise sanken die US-Einzelhandelsabsätze im Juli schneller als erwartet – möglicherweise bedingt durch höhere Ausgaben für Konsumgüter. Wir werden die US-Einzelhandelsabsätze für August am Donnerstag sehen.

Zusammen mit hohen Preisen hat es eine Verschiebung weg von Konsumgüterkauf gegeben. Stattdessen werden mehr Dienstleistungen und Erfahrungen erworben.

Das ist genauer betrachtet auch logisch. Millionen Amerikaner haben die letzten 18 Monate zuhause eingepfercht verbracht. Da die Lockdowns nun zurückgenommen werden, ist es logisch, dass Konsumenten sich weniger auf’s Shoppen konzentrieren und lieber raus wollen, um das Leben wieder zu genießen.

Weitere Aspekte, wie etwa Versorgungsengpässe, die die Verfügbarkeit von Produkten beeinflussen, haben zum Rückgang der Einzelhandelsabsätze beigetragen. Vor allem Verkäufe von Fahrzeugen haben einen Schlag hinnehmen müssen, was am weltweiten Versorgungsengpass für Computerchips liegt, die integraler Bestandteil moderner Fahrzeugfertigung sind.

Insgesamt sind die Absatzzahlen im Juli um 1,1% zurückgegangen. Allerdings gibt es noch ein paar Gründe den US-Einzelhandel optimistisch gegenüberzustehen. Sie sind insgesamt 17,2% im Vergleich zum Vor-Pandemie-Niveau gestiegen. Auch die Haushaltseinkommen steigen, was zu einer besseren Performance führen kann – wenn die Inflationspreise jedoch länger als erwartet andauern, könnten die monatlichen Rückgänge weitergehen.

Bleiben wir bei Inflation: Großbritannien erhält diese Woche die eigenen VPI-Daten. Inflation, eine Steuererhöhung und ein verlangsamtes Wachstum sind nicht gerade die idealen Zutaten für eine gesunde britische Wirtschaft, aber die diese Woche erscheinenden Daten betreffen den Stand der Dinge vor Rishi Sunaks vorgeschlagener Steuererhöhung.

Die Zahlen für Juli haben einige überrascht. Die VPI-Inflation erreicht in den 12 Monaten vor Juli 2,0% – das erste mal, das sie auf das Ziellevel der Bank of England zurückgegangen ist. Für etwas Kontext: vorhergesagt waren 2,3%. Die VPI-Inflation für Juni lag außerdem bei 2,5%.

Während die BoE glücklich damit sein dürfte, dass die Inflation für Juli zurückgegangen ist, muss sie dennoch vorsichtig sein, dass es sich hierbei nicht um einen Ausreißer gehandelt hat.

Es gibt einige Signale dafür, dass dies nicht der Anfang einer sich festigenden VPI-Inflation um die 2%-Marke ist. Input- und Output-Kosten von Fabriken stiegen beispielsweise deutlich im Juli (9,9% Anstieg im Input, 4,3% Anstieg im Output).

Einige der Falken im Geldpolitischen Ausschuss der BoE überlegen die Zinsen zu heben, sollte die Inflation doch nicht nur vorübergehend sein.

Michael Saunders, Mitglied des BoE-Rates, sagte kürzlich: „Wenn sich die Wirtschaft weiter erholt und die Inflation Anzeichen einer anhaltenden Entwicklung zeigt, könnte es richtig sein, an einen Zinsanstieg im nächsten Jahr oder so zu denken. Aber das ist kein Versprechen und hängt von der wirtschaftlichen Situation ab.“

Wir werden mehr wissen, wenn diese Woche die britischen VPI-Zahlen für August kommen.

Top Wirtschafts-Daten

Date  Time (GMT+1)  Asset  Event 
Tue 14-Sep  1.30pm  USD  CPI m/m 
  1.30pm  USD  Core CPI m/m 
       
Wed 15-Sep  7.00am  GBP  CPI y/y 
  1.30pm  CAD  CPI m/m 
  3.30pm  OIL  US Crude Oil Inventories 
  11.45pm  NZD  GDP q/q 
       
Thu 16-Sep  2.30am  AUD  Employment Change 
  2.30am  AUD  Unemployment Rate 
  1.30pm  USD  Core Retail Sales m/m 
  1.30pm  USD  Retail Sales m/m 
  3.30pm  GAS  US Natural Gas Inventories 
       
Fri 17-Sep  7.00am  GBP  Retail sales m/m 

Wochenausblick: Im Brennpunkt stehen die Beschäftigungszahlen

Diese Woche dreht sich alles um wirtschaftliche Größen. Der Beschäftigungsbericht für die USA wird am Freitag veröffentlicht, wir beginnen die Woche aber mit den jüngsten PMI-Daten zur chinesischen Fertigungsindustrie. OPEC und ihre Verbündeten werden ebenfalls ein Treffen abhalten. Es wird also eine volle Woche für die Weltwirtschaft.

Der US-Arbeitsmarkt hat uns in den vergangenen 18 Monaten in Abgründe und enorme Höhen geführt. Die Pandemie hat sicher ihre Spuren hinterlassen, aber mit erhöhten Beschäftigung haben wir neues Leben in die Venen der US-Wirtschaft fließen sehen.

Betrachten Sie nur einmal die Beschäftigungszahlen des letzten Monats. Die Zahlen für Juli zeigten einen die Erwartungen übertreffenden Zuwachs von 943.000 neuen Arbeitsplätzen.

Am Freitag werden nun die Beschäftigungszahlen für August herausgegeben. Die Märkte werden sie natürlich genau im Blick behalten. Es ist ja auch die große Veröffentlichung des Monats. Aber vor dem Hintergrund der Trends, die wir 2021 beobachten konnten, nehmen die Beschäftigungszahlen diese Woche eine andere Form an.

So kamen zum Beispiel für Beschäftigungszahlen für April 785.000 neue Arbeitsplätze hinzu, eine Steigerung zum Vormonat um 200.000. Aber im Mai sank der NFP-Bericht um über 500.000 auf 269.000.

Juni und Juli zeigten aufeinanderfolgend Wachstum, aber es ist wichtig, sich davon nicht ablenken zu lassen. Wir haben in der jüngeren Vergangenheit gesehen, dass Wachstumsflauten auf Boom-Monate folgen können.

Die Federal Reserve hat ihre politischen Entscheidungen deutlich an die Gesundheit des Arbeitsmarkts geknüpft, sodass dieser Bericht nach dem Jackson Hole Symposium letzte Woche von besonderem Interesse sein dürfte.

So wie Beginn eines neuen Monats uns einen weiteren US-Arbeitsmarktbericht bringt, bringt er uns ebenfalls ein neues Treffen der OPEC+.

Letzte Woche fielen die Benchmarks für WTI und Brent auf 3-Monats-Tiefs, obwohl sie sich seitdem wieder etwas erholt haben. Brent hat bereits die 70 USD-Marke wieder überschritten und WTI steht auf über 67 USD.

Sich ändernde Nachfrageerwartungen könnten sich auf den Rohöl-Preis auswirken. Schlüssel-Importeure haben Reisebeschränkungen oder neue Lockdowns verhängt. Einige chinesische Öl-Häfen zum Beispiel haben durch steigende Fallzahlen der Delta-Varianten COVID-19 schließen müssen.

Aber OPEC+ hat ihren Kurs bisher beibehalten. Sie haben sich immer noch der Produktsteigerung um etwa 400.000 Barrel pro Tag pro Monat ab August verschrieben. Auch auf Drängen von Präsident Biden haben sie bisher keinen Anlass gesehen, diese Zahlen nach oben zu schrauben. Bisher liegt das Niveau bei 400.000 Barrel pro Tag pro Monat.

Es ist wichtig alles zu wiederholen, was OPEC und ihre Alliierten diese Jahr unternommen haben, um die Ölpreise zu stützen. Angesichts der weltweit zunehmenden COVID-19-Fälle könnte sich die Balance zwischen Angebot und Nachfrage, die das Kartell zu erhalten versucht, verschieben, aber OPEC+ zählt vermutlich auf anziehende Impfprogramme, um das zu erhalten.

Wir wissen alle, dass Öl einer der Schlüsselstoffe für Wirtschaftswachstum in unserem, auf fossilen Brennstoffen basierenden Weltwirtschaftssystem. China ist der weltweit größte Importeur von Rohöl, daher wird die Produktionsleistung des Landes genau beobachtet – insbesondere angesichts potenziell niedrigerer Ölimporte in den letzten Monaten.

Wir könnten die Wirkung von weniger Öl und einem massiven Anstieg von Fällen der Delta-Variante in den PMI-Zahlen für das produzierende Gewerbe für August sehen.

Der Wert vom Juli von 50,4 war der kleinste seit 15 Monaten. Junis 51,3 war eine leichte Steigerung der 51,0 vom Mai, aber der Trend scheint eine sich verlangsamende Produktionsleistung in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft zu sein.

Die Schließung von Häfen wird der Produktionsmenge keinen Gefallen tun. Und zur Zeit hohe Rohstoffpreise ebenfalls nicht. Arbeitskräftemangel und höhere Input-Kosten haben ihren Teil zu einer Verlangsamung der Produktion auch in Großbritannien und den USA beigetragen. Das ist kein auf China beschränktes Phänomen.

Ein PMI-Wert über 50 deutet auf Wachstum hin, aber wir sehen China gefährlich nahe dran, darunter zu fallen. Die PMI-Veröffentlichung am Dienstag wird es zeigen.

 

Top Wirtschafts-Daten

 

Date  Time (GMT+1)  Asset  Event 
Mon 30-Aug  3.00pm  USD  US Pending House Sales 
       
Tue 31-Aug  2.00am  CNH  Manufacturing PMI 
  1.30pm  CAD  GDP m/m 
  2.45pm  USD  Chicago PMI 
  3.00pm  USD  CB Consumer Confidence 
       
Wed 01-Sep  ALL DAY  OIL  OPEC Meetings 
  ALL DAY  OIL  OPEC-JMMC Meetings 
  2.30am  AUD   GDP m/m 
  8.55am  EUR  German Final Manufacturing PMI 
  1.15pm  USD  ADP Nonfarm Employment Change 
  3.00pm  USD  ISM Manufacturing PMI  
  3.30pm  OIL  US Crude Oil Inventories 
       
Thu 02-Sep  3.30pm  GAS  US Natural Gas Inventories 
       
Fri 03-Sep  1.30pm  USD  US Nonfarm Payrolls 
  1.30pm  USD  Average Hourly Earnings 
  1.30pm  USD  Unemployment Rate 
  3.00pm  USD  ISM Services PMI 
  Tentative  GBP  Monetary Policy Report Hearings 

Wochenausblick: Jackson Hole im Fokus

Das Jackson Hole Symposium ist diese Woche die Hauptveranstaltung.

Dieses jährliche Treffen von allem was in der Finanzpolitik Rang und Namen hat ist bereits häufiger Ort großer politischer Veränderungen gewesen. Die Märkte erwarten, dass der Vorsitzende der Fed Jerome Powell das Treffen in diesem Jahr dazu nutzen wird, Änderungen der Politik der quantitativen Lockerung und der Konjunkturpakete ankündigen wird.

Powell könnte das Symposium dazu nutzen, eine Rücknahme des aktuellen Anleihenkauf-Programms anzukündigen. Die Fed deutete dies in ihren Juli-Sitzungen an, und es gab viele Gerüchte, dass eine Reduzierung auf dem Weg ist, aber Händler und Investoren haben bisher noch kein offizielles grünes Licht erhalten.

Derzeit kauft die Fed monatlich festverzinsliche Vermögenswerte im Wert von 120 Milliarden USD. 80 Milliarden USD stammen aus Staatsanleihen und die restlichen 40 Milliarden USD stammen aus hypothekarisch gesicherten Wertpapieren. All das war Teil des Ideen-Pakets, das helfen sollte, die von COVID gebeuteltete US-Wirtschaft zu stützen.

Vor allem Anleihenhändler und die Devisenmärkte warten gespannt auf das Treffen am Donnerstag. Klarheit zum wirtschaftlichen Kurs und Ideen, wie in der von Delta dominierten Umgebung manövriert werden kann, werden viel dazu beitragen, die Sorgen zu mindern. Jetzt liegt es an Powell.

Seit Jahresanfang ist die Wirtschaft schnell gewachsen, selbst wenn das BIP-Wachstum im letzten Quartal die Erwartungen verfehlt hat. Ein schnelles Wachstum kann aber auch andere Herausforderungen mitbringen. In diesem Fall ist das die Inflation. CPI und PPI wachsen weiterhin im Rekordtempo und während Powell zufrieden damit war, die Wirtschaft heiß laufen zu lassen, jetzt sollte er sich aber ein paar Topflappen holen, damit er sich nicht die Finger verbrennt.

Wenn man schon von der Inflation spricht: uns erwarten Freitag weitere Daten zur Inflation mit der Veröffentlichung des Personal Consumption Expenditure Index, dem bevorzugtem Messinstrument der Inflation der Fed.

Das PCE-Wachstum lag für Juli bei 0,4% und damit unter den erwarteten 0,6%, aber ein Anstieg von aufs Jahr gerechnet 3,5%. Da er in den vergangenen Monaten schnell gestiegen ist, werden Powell und Co. ihn am Freitag zur Veröffentlichung definitiv im Auge behalten.

Weitere wirtschaftliche Gesundheitsindikatoren kommen am Montag in Form einer PMI-Flut auf uns zu. Wir werden dann Veröffentlichungen erhalten, die die Leistung amerikanischer Unternehmen bewerten, sowie Einsichten von IHS Markit zu britischen und europäischen Aktivitäten.

Flash-PMI-Zahlen für die Leistungsfähigkeit der herstellenden Industrie und des Dienstleistungssektors der USA werden am Montag veröffentlicht. Es wird viel zu entpacken geben, wenn diese veröffentlicht werden, zumal die Zahlen für Juli ein solides, aber langsames Wachstum der amerikanischen Geschäftstätigkeit meldeten.

Dienstleistungen und produzierendes Gewerbe spüren weiterhin den Druck von Inflation und COVID-19. Fabrik-Leistung hat dazu geführt, dass der Produktions-Index von 63,7 im Juni auf 59,7 im Juli (ein Vier-Monats-Tief) gefallen ist, während der Dienstleistungsbereich ebenfalls von 64,6 auf 59,8 gesunken ist.

Höhere Inputkosten, Arbeitskräftemangel und steigende Kosten für Rohmaterialen beschränken das Wachstum. Zur Verdeutlichung: ein Wert von über 50 deutet auf Wachstum hin, aber es scheint, als ob es zu einer Verlangsamung der amerikanischen Produktivität kommt.

Für Großbritannien sieht es den PMI-Zahlen zufolge nicht groß anderes aus. Die Index-Werte für August werden am Montag morgen veröffentlicht, aber wir haben gesehen, dass Engpässe in den Lieferketten und geringe Verfügbarkeit von Arbeitskräften die Leistung zurückhält.

Der IHS Markit PMI-Wert für den Dienstleistungsbereich Großbritanniens lag im Juli bei 59,6, ein deutlicher Rückgang gegenüber 62,4 im Juni. Das produzierende Gewerbe zeigte eine ähnliche Abnahme von 62,2 auf 59,2.

„Immer mehr Unternehmen erleben Einschränkungen beim Wachstum durch Engpässe bei Arbeitskräften und Materialien, während wir auf der Nachfrageseite bereits die Höhe der aufgestauten Konsumausgaben hinter uns haben“, sagte Tim Moore, Wirtschaftsdirektor von IHS Markit.

Im Gegensatz dazu zeigte die EU-Produktion im Juli einen starken Anstieg. Der endgültige zusammengesetzte Einkaufsmanagerindex von IHS Markit erreichte im Juli 60,2 – den höchsten Stand seit Juni 2006 – was auf eine starke Leistung sowohl im Dienstleistungssektor als auch im verarbeitenden Gewerbe hinweist.

Um das allerdings aufrecht zu erhalten wird die EU vorsichtig sein und die Fehler der USA und Großbritanniens in der Logistik und im Arbeitsmarkt vermeiden müssen. Das ist eher unwahrscheinlich, sodass uns im August ein niedrigerer Wert erwarten könnte.

Top Wirtschafts-Daten

Date  Time (GMT+1)   Asset  Event 
Mon 23-Aug  8.15am  EUR  French Flash Manufacturing PMI 
  8.15am  EUR  French Flash Services PMI 
  8.30am  EUR  German Flash Manufacturing PMI 
  8.30am  EUR  German Flash Services PMI 
  9.00am  EUR  Flash Manufacturing PMI 
  9.00am  EUR  Flash Services PMI 
  9.30am  GBP  Flash Manufacturing PMI 
  9.30am  GBP  Flash Services PMI 
  2.45pm  USD  Flash Manufacturing PMI 
  2.45pm  USD  Flash Services PMI 
       
Wed 24-Aug  3.30pm  OIL  US Crude Oil Inventories 
       
Thu 25-Aug  ALL DAY  USD  Jackson Hole Symposium 
  1.30pm  USD  Preliminary GDP q/q 
  1.30pm  USD  Unemployment Claims 
       
Fri 26-Aug  ALL DAY  USD  Jackson Hole Symposium 
  1.30pm  USD  Core PCE Price Index m/m 

 

Wochenausblick: FOMC-Sitzungsprotokolle offenbaren das Denken der Fed

Diese Woche sehen wir die jüngsten FOMC-Sitzungsprotokolle, die uns Einblicke in die innere Arbeitsweise der Fed geben werden. Außerdem haben wir einige große Daten-Veröffentlichungen. Nach einem unerwarteten Anstieg im Juni stehen die US-Einzelhandelsabsatzzahlen im Vordergrund, sowie die jüngsten VPI-Zahlen für die britische Wirtschaft.

Diese Woche werden die Sitzungsprotokolle vom FOMC-Treffen im Juli veröffentlicht.

Die liegen ziemlich genauso, wie zum zweitägigen Treffen der Fed im letzten Monat.

Die Zinsen wurden nicht vom historischen Tief angehoben und die Fed hat auch nicht bekannt gegeben, wann sie plant das Anleihenkauf-Programm über monatlich 120 Milliarden USD anzupassen.

„Im Dezember letzten Jahres hatte der Ausschuss angekündigt, seine Bestände an Staatsanleihen um mindestens 80 Milliarden USD pro Monat und an hypothekarisch gesicherten Wertpapieren um mindestens 40 Milliarden USD pro Monat aufstocken zu wollen, bis weitere wesentliche Fortschritte bei der Erreichung seiner Ziele der maximalen Beschäftigung und der Preisstabilität erzielt worden sind“, so der FOMC in einer Erklärung. „Seit dem hat die Wirtschaft Fortschritte in Richtung dieser Ziele gemacht, die der Ausschuss in zukünftigen Treffen auch betrachten wird.“

Der O-Ton ist, dass sich die Wirtschaft, trotz schnell steigender Covid-19-Fallzahlen erholt. Allerdings könnten pandemiebedingte Veränderungen der Wirtschaft den Vorsitzenden Powell dazu zwingen, schneller als erwartet handeln zu müssen.

Wir haben in aufeinanderfolgenden VPI-Veröffentlichungen einen Anstieg der Kerninflation gesehen – aber auch ein Sinken der Beschäftigungsquote. Die Beschäftigungszahlen vom letzten Monat waren mit 943.000 neuen Arbeitsplätzen in der US-Wirtschaft unter en stärksten seit Jahren. Außerdem fiel die Arbeitslosenquote auf 5,4%.

Beschäftigung ist einer der wichtigsten Metriken der Fed, bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Gesundheit der Vereinigten Staaten und der Anpassung der Geldmarktpolitik. Wir haben bereits Gerüchte gehört, das Rücknahmen auf dem Weg sein könnten, was die Einsichten, die wir mit den FOMC-Protokollen vom Mittwoch gewinnen könnten, bereits überholen könnte.

Auf der Zahlen-Seite erwarten uns diese Woche die US-Einzelhandelsabsätze. Die Märkte sind gespannt, ob der überraschende Anstieg vom Juni eine einmalige Sache war oder den Beginn eines neuen Trends darstellt.

Kern-Einzelhandelsabsätze stiegen um 1,1% und gesamt stieg der Einzelhandelsabsatz im Juni um 0,6%, was die Märkte nicht erwartet hatten. Auf das Jahr gerechnet sind die Absätze im Vergleich zum Juni 2020 um 18% gestiegen.

Das US-Handelsministerium zitiert Covid-19-Impfungen, niedrige Zinsen und riesige Konjunkturpakete als Treiber des Einzelhandelsabsatzes. Aber wie bereits erwähnt, war das für US-Ökonomen ein kleiner Schock. Mit der langsamen Wiedereröffnung der US-Wirtschaft verlagern sich die Konsumausgaben in Richtung Erfahrungen und Reisen, weg von Konsumgütern.

Tatsächlich wurden bei der letzten Bekanntgaben zum Einzelhandelsabsatz die Zahlen für Mai nach unten korrigiert. Es gab tatsächlich eine Abnahme von 1,7% im Mai statt der ursprünglich berichteten 1,3%. Das lag wieder am Trend weg von Konsumgütern hin zu Erfahrungen.

Um bei Zahlen zu bleiben: der britische Verbraucherpreisindex für Juli kommt am Mittwoch morgen.

Die Zahlen vom Juni zeigten den höchsten VPI seit drei Jahren. Bei 2,5% für Juni, einem Anstieg von 2,1% gegenüber dem Vormonat, liegt die Verbraucherpreisinflation jetzt auf dem höchsten Wert seit 2018. Das könnte die Bank of England dazu bringen, ihre Haltung zu steigenden Zinsen früher zu ändern als erwartet.

Dennoch hielt Gouverneur Bailey auf der Sitzung im August an der zurückhaltenden Haltung der britischen Zentralbank fest und betrachtete die VPI-Inflation als vorübergehend. Die britische Geldmarktpolitik hat diesmal keine Veränderung erfahren.

Allerdings hat die Bank of England ihre langfristige Inflationsaussichten angepasst. Sie glaubt jetzt, dass die Inflation über die nächsten 12 Monate bei 3,1% liegen wird – ein Anstieg gegenüber der Vorhersage vom Juni von 2,8%.

Werden wir wieder einen VPI sehen, der die Erwartungen übertrifft – und wird das genug sein, Gouverneur Bailey und Co. zum Handeln zu bewegen?

Da wir gerade von Zentralbanken sprechen, die Reserve Bank of New Zealand gibt nächste Woche ihre Stellungsnahme zum Zins für August bekannt.

Die Gerüchteküche munkelt, dass die RBNZ die Zinsen bereits nächsten Monat anheben könnten. Sie hat bereits im Juli bekannt gegeben, ihr Programm der quantitativen Lockerung zurückzunehmen, was Beobachter überraschte.

„Unsere derzeitige Erwartung ist, dass die RBNZ die Zinssätze in der geldpolitischen Stellungnahme (MPS) vom August anheben wird, gefolgt von einer anschließenden Erhöhung in jeder weiteren MPS, bis der Zinssatz im Jahr 2022 1,75% erreicht“, sagte Finn Robinson, Ökonom bei Australia and New Zealand Banking Group (ANZ).

Zur Zeit liegt der Kassakurs bei 0,25%, gleichbleibend vom Vorjahr.

Das ist eine wahrscheinliche Antwort auf eine steigenden VPI-Inflation. Die Zahlen vom Juli zeigen einen Anstieg des neuseeländischen Verbraucherpreisindex’ um 1,3%, was die Gesamtinflation auf 3,3% bringt und das Inflationsziel der RBNZ von 1-3% übersteigt.

Wenn es zu einem Zinsanstieg kommt, wäre Neuseeland eines der ersten Länder, wenn nicht sogar das erste Land, das dies tut.

Es ist außerdem die letzte Woche der Earnings Season diesen Quartals. Wir erwarten die Berichte weniger Large Caps, Walmart ist das größte Unternehmen, dass noch berichten muss, aber Sie mit unserem Earnings Kalender sehen, welche Unternehmen ihr Quartalsberichte veröffentlichen.

Top Wirtschafts-Daten

Date  Time (GMT+1)  Asset  Event 
Tue 17-Aug  2.30am  AUD  Monetary Policy Meeting Minutes 
  1.30pm  USD  Core Retail Sales m/m 
  1.30pm  USD  Retail Sales m/m 
       
Wed 18-Aug  3.00am  NZD  Official Cash Rate 
  3.00am  NZD  RBNZ Monetary Policy Statement 
  3.00am  NZD  RBNZ Rate Statement 
  4.00am  NZD  RBNZ Press Conference 
  7.00am  GBP  UK CPI m/m 
  1.30pm  CAD  CPI m/m 
  3.30pm  OIL  US Crude Oil Inventories 
  7.00pm  USD  FOMC Meeting Minutes 
       
Thu 19-Aug  2.30am  AUD  Employment Change 
  2.30am  AUD  Unemployment Rate 
       
Fri 20-Aug  7.00am  GBP  Retail Sales m/m 

 

Top Geschäftsberichte

Mon 16 Aug  Tue 17 Aug  Wed 18 Aug 
Roblox Corporation  Walmart   Lumentum Holdings 
 
Cisco Systems 
 
NVIDIA  

 

Wochenausblick: OPEC+-Treffen bei steigendem Druck auf die Ölmärkte durch die Delta-Variante

Das OPEC-JMMC-Treffen im August, das nach den zähen Verhandlungen im Juli verschoben wurden, findet diese Woche statt. Händler werden beim Kartell nach Antworten auf potenzielle Rückschläge bei der Erholung der Nachfrage suchen, die durch die weltweit steigende Fallzahlen durch die Delta-Variante verursacht werden.

An anderer Stelle werden die britischen BIP-Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht, wobei man auf starkes Wachstum hofft, während die US-VPI-Inflation ebenfalls im Fokus steht, da die Zahlen für Juli diese Woche erscheinen.

Es ist vermutlich keine Übertreibung zu sagen, dass Juli für die OPEC und ihre Verbündeten ein anstrengender Monat war. Sie wird hoffen zum Treffen am Donnerstag diese Woche weitere Konflikte zu vermeiden.

Das Kartell hat sein bestes versucht, die Produktion nicht zu weit zurückzufahren. Für die relative Stärke der Preise, trotz der Bewegungen letzten Woche, sind die Anstrengungen die Förderungen zu mindern und die Preise zu schützen insgesamt erfolgreich gewesen.

Im Juli-Treffen fing dann die Fassade der OPEC zu bröckeln. Es ist immer ein Balance-Akt, wenn Mitglieder und Verbündete zusammenkommen, um die Interessen der einzelne Mitgliedstaaten gegeneinander abzuwägen. Die Öl-Förderung ist ja integraler Bestandteil all ihrer Volkswirtschaften. In diesem Fall haben sich die Vereinigten Arabischen Emirate dafür stark gemacht, die Einschränkungen zu mindern und die Basis-Werte neu zu ermitteln – etwas gegen das sich Saudi-Arabien gewehrt hat.

Das ist jetzt alles Schnee von gestern. Eine Einigung wurde erzielt, nach verzögerten und neu-organisierten Treffen und hektischen Verhandlungen auf beiden Seiten. Die Hähne wurden aufgedreht. Im Ergebnis wurden neue Basis-Werte für die Mitglieder ausgearbeitet, auch für den Haupt-Anstifter, die Vereinigte Arabischen Emirate.

Ab August kommen 400.000 Barrel pro Tag zusätzlich zur monatlichen Fördermenge von OPEC+. Das sollte die Förderung bis Ende 2022 auf etwa 2 Millionen Barrel pro Tag bringen. OPEC hat außerdem bestätigt, dass die Vereinbarung zu Fördereinschnitten bis April 2022 verlängert wurde.

Das Treffen diesen Monat findet unter einem anderen Stern statt, da Fälle mit der Delta-Variante des Coronavirus weltweit steigen. Das könnte die Erholung der Nachfrage massiv beinträchtigen und daher eine Anpassung der Pläne von OPEC+ für die Zukunft erfordern.

Ein Verlangsamung der Produktion in China könnte das Denken der OPEC ebenfalls beeinflussen. China ist der weltgrößte Importeur von Roh-Öl, wenn also weniger Öl für die Versorgung der Fabriken benötigt werden, könnten die Preise mit der Reaktion der Märkte auf geringere Roh-Öl-Importe in China sinken.

Aber was auch passiert, OPEC wird zweifelsfrei großes Interesse daran haben, nächtelange Verhandlungen wie im Juli zu vermeiden. So oder so wird das Treffen am Donnerstag interessant werden.

Diese Woche kommen außerdem die vorläufigen Zahlen für das britische BIP-Wachstum für das zweite Quartal.

Man geht davon aus, dass ein starkes Impfprogramm zusammen mit sinkenden COVID-Fällen, das Wachstum im Q2 gefördert hat, nachdem das britische BIP im Q1 um 1,6% zurückgegangen ist. Allerdings werden höhere Konsumausgaben, die für den Zeitraum zwischen Mai und Juli etwa 70% des Bruttoinlandsproduktes ausgemacht haben, vermutlich weiterhin der hauptsächliche Wachstumsantrieb bleiben.

Was sind also die Prognosen? Die British Chamber of Commerce (BCC) glaubt, dass das Wachstum für das zweite Quartal 2021 bei 4,1% liegen wird.

„Die britische Wirtschaft befindet sich in einem vorübergehenden Sweet Spot, ausgelöst durch die aufgestaute Nachfrage, die sich jetzt entlädt, wenn die Einschränkungen wie geplant nachlassen, und die anhaltende staatliche Unterstützung, die voraussichtlich zu einer erheblichen Belebung der Wirtschaftstätigkeit im Sommer führen wird, unterstützt durch das schnell-voranschreitende Impfprogramm.“, sagte die BCC in einer Erklärung.

Langfristig liegen die Vorhersagen für BIP-Wachstum zwischen 7% und 8%. Die Prognose der Confederation of British Industry‘s ist mit 8,1% für das Jahr eine der optimistischeren.

Zum jetzigen Stand liegt das britische Inlandsprodukt immer noch 8,8% unter dem Vor-Pandemie-Wert. Das langfristige Wachstum wird vermutlich mit der Wirkung der Inflation und weniger Unterstützung durch die Regierung zu 2022 hin abkühlen.

Und da wir gerade von Inflation reden, die andere große Veröffentlichung diese Woche ist der US-Verbraucherpreisindex für Juli.

Falls die Inflation weiterhin mit dieser Geschwindigkeit voranschreitet, könnte das die Standhaftigkeit der Fed in Frage stellen. Der Vorsitzende Powell steht hinter der historisch-tiefen Zinsquote und scheint kein Problem damit zu haben, die Wirtschaft heißlaufen zu lassen, aber ist das wirklich nachhaltig?

Die Inflation des Verbraucherpreisindex‘ für Juni hat bereits einige Ökonomen beunruhigt. Mit einem Anstieg von 5,4% auf das Jahr gerechnet, hat der Index seinen schnellsten Anstieg seit August 2008 erlebt.

Bisher stuft die Fed die Inflation als „übergangsweise“ ein und bleibt weiterhin auf seinem Kurs. Die Modelle der Fed gehen von einer Headline-Inflation von 3% bis Ende des Jahres 2021 aus, bevor sie 2022 wieder auf 2,1% fallen wird.

Da die Konsumausgaben mit etwa 68% den Großteil des Wachstumsmotors der US-Wirtschaft ausmachen, ist es nicht verwunderlich, warum einige Beobachter unruhig werden und weitere Maßnahmen einfordern. Das Bruttoinlandsprodukt beispielsweise hat seine Wachstumserwartungen für das Q1 verfehlt, da hohe Preise Konsumausgaben einschränken.

Der VPI für Juli könnte für die Fed daher doppelt wichtig sein.

Es ist eine ruhige Woche für Geschäftsberichte an der Wall Street, aber es gibt noch ein paar Large Caps die dran sind. Die Headliners für diese Woche sind unter anderem Disney, Palantir und Airbnb, die alle am Donnerstag ihre Geschäftsberichte veröffentlichen.

Schauen Sie sich unseren Kalender der US-Earnings-Season an, um zu sehen, welche weiteren Large Caps diese Woche und darüber hinaus noch ihre Geschäftsberichte veröffentlichen.

Top Wirtschafts-Daten

Date Time (GMT+1) Asset Event
Tue 10-Aug 10.00am EUR ZEW Economic Sentiment
10.00am EUR German ZEW Economic Sentiment
Wed 11-Aug 1.30am AUD Westpac Consumer Sentiment
1.30pm USD CPI m/m
1.30pm USD Core CPI m/m
3.30pm OIL US Crude Oil Inventories
Thu 12-Aug ALL DAY OIL OPEC-JMMC Meetings
7.00am GBP Prelim UK GDP
1.30pm USD PPI m/m
1.30pm USD Core PPI m/m
3.30pm GAS Natural Gas

 

Top Geschäftsberichte

Mon 9 Aug Tue 10 Aug Thu 12 Aug
The Trade Desk (TTD) PMO Coinbase Global (COIN) AMC Palantir Technologies (PLTR) PMO
Viatris (VTRS) PMO Airbnb (ABNB) AMC
Walt Disney (DIS) AMC

Wochenausblick: Alle Augen auf den Bericht zum US-Arbeitsmarkt

Den Märkten steht eine volle Woche bevor, mit Zahlen zum US-Arbeitsmarkt als Hauptveranstaltung, sowie Stellungnahmen von zwei großen Zentralbanken.

Lassen Sie uns mit den jüngsten Zahlen zum US-Arbeitsmarkt beginnen.

Die Werte für Juni lagen über den Erwartungen und die Märkte werden noch genauer auf die Zahlen am Freitag gucken.

850.000 Arbeitsplätze sind im Juni zur US-Wirtschaft hinzugekommen – weit über den vorhergesagt 720.000. Das war außerdem der sechste Monat in Folge, in dem Neuzuwächse verzeichnet werden konnten.

Allerdings stieg die Arbeitslosenquote von 5,8% auf 5,9% – und damit über den vorhergesagten 5,6%. Teilnahme am Arbeitsmarkt, eine wichtige Kennzahl für die Feststellung von landesweiten Arbeitskraftknappheiten, steht weiterhin bei 61,6%.

Neuanstellungen scheinen insgesamt über den Frühling etwas zurückgegangen zu sein. Dafür gibt es einige Gründe: Angst vor dem Virus, Kosten für Kinderbetreuung, bessere Arbeitslosenversicherung, Konjunkturpakete und Urlaubsregelungen. Es gibt allerdings Berichte, dass Unternehmen ihre Gehälter angehoben haben, um Angestellte für neue Positionen zu gewinnen.

Die Beschäftigungsquote ist außerdem eine wichtige Kennzahl für den Fed-Vorsitzenden Jerome Powell, mit der Konjunkturpakete und Unterstützungsschwellen für die US-Wirtschaft bewertet werden können.

Wir wissen, dass Powell und Co kein Problem damit haben, die Wirtschaft heißlaufen zu lassen, selbst im Angesicht steigender Inflation. Wie Powell beim letzten Fed-Treffen betonte, fehlen der US-Wirtschaft noch 7,5 Millionen Arbeitsplätze, obwohl einige Berichte darauf hindeuten, dass es 6,8 Millionen sein könnten. Bis diese Lücke geschlossen ist, können wir mit weiteren Konjunkturpaketen und Unterstützung durch die Fed rechnen.

Was Indizes anbelangt, haben der S&P 500 und Nasdaq sehr gut auf die Rekordwerte vom letzten Monat zur Beschäftigung reagiert und haben neue Höhen erreicht. Händler von Indizes werden darauf hoffen, dass es im Juli genauso ist.

Um bei US-Zahlen zu bleiben, ISM, ein der wichtigsten Reporter für Einkaufsmanagerindizes für die US-Wirtschaft, veröffentlicht diese Woche Berichte zum produzierenden Gewerbe und Dienstleistungen.

Dem PMI-Bericht von ISM zufolge war die US-Produktion im vergangenen Monat noch robust, aber Versorgungsprobleme hemmen weiterhin das Wachstum. Die Zahlen für Fabriken lag bei 60,6 – ein Rückgang von den 61,2 vom Mai.

Der Trend ist immer noch stark. Vier der fünf Sub-Indizes, die von ISM bewertet werden, zeigen hohes Wachstum. Das Verbraucherinteresse an neuen Gütern ist immer noch hoch, trotz steigender Preise. Aber Arbeitskräftemangel in Verbindung mit steigenden Preisen für Rohstoffe und Materialien haben zu einem Flaschenhals und Knappheiten geführten, wodurch Produzenten Probleme haben, die Nachfrage zu bedienen.

„Rekordlange Vorlaufzeiten für Rohstoffe, weitreichende Verknappungen kritischer Grundstoffe, steigende Rohstoffpreise und Schwierigkeiten beim Transport von Produkten wirken sich weiterhin auf alle Segmente der verarbeitenden Wirtschaft aus“, sagte Timothy Fiore, Vorsitzender des ISM Manufacturing Business Survey Committee.

Das gleiche kann auch für den Dienstleistungssektor gesagt werden: im Juni wuchs er, aber diese Wachstum hat sich im Vergleich zum Rekord-Mai abgeschwächt. In diesem Fall fiel der Index von 63,5 auf 60,1.

„Das Wachstumstempo im Dienstleistungssektor ist weiterhin stark, trotz des leichten Rückgangs gegenüber dem Allzeithoch im Vormonat“, erklärte der Vorsitzende des ISM Services Business Survey Committee Anthony Nieves. „Herausforderungen mit Materialknappheiten, Inflation, Logistik und Personal wirken sich weiterhin hemmend auf die Geschäftssituation aus.“

Diese Dynamik beizubehalten ist für die wirtschaftliche Gesundheit Amerikas von großer Bedeutung – zumal die USA voraussichtlich die treibende Kraft hinter der globalen Wirtschaftserholung für den Rest dieses Jahres und darüber hinaus sein werden.

Weg von den Zahlen: nächste Woche erwarten uns die Stellungnahmen zweier Zentralbanken.

Wir starten mit der Bank of England: Hier ist die steigende Inflation das große Thema.

Im Juni erreichte die Inflation 2,5%, dank eines breiten Anstiegs der Konsumgüter. Das könnte einfach nur aufgestaute Nachfrage sein, die jetzt in der britischen Wirtschaft ankommt, da die Inflation aber ihren höchsten Stand seit drei Jahren erreicht hat, könnten die Nerven der Ökonomen auf die Probe gestellt werden.

Gouverneur Bailey hat seine Position bereits klar kommuniziert: die Preissprünge sind nur vorübergehend und könnten bis zum Jahresende Höhen von bis zu 3% erreichen. Danach sollte es aber auf akzeptable Werte fallen. Derzeit hat die BoE das Mandat die Inflation auf 2% zuzuführen und sie dort zu halten.

Allerdings sagte Bailey, dass er bereit sei, einen Zinsanstieg anzugehen, sollte die Inflation außer Kontrolle geraten.

Die Reserve Bank of Australia teilte uns diese Woche außerdem ihre jüngsten Gedanken zur Geldmarktpolitik und Ausrichtung mit.

Vermutlich kommen keine großen Veränderungen. Gouverneur Philip Lowe war sehr deutlich, dass bis mindestens 2024 kein Zinsanstieg zu erwarten sei. Und das trotz der starken wirtschaftliche Grundlage Australiens.

Die historisch niedrige Zinsrate von 0,1% bleibt uns erhalten. Was allerdings Interessant ist, ist dass das Treffen vom Juli zu einigen Veränderungen des australischen Programm quantitativer Lockerungen geführt hat. Das Pendel ist zurück geschwungen. Ab September wird das Anleihen-Kauf-Programm der RBA von 5 Milliarden AUD auf 4 Milliarden AUD pro Woche verlangsamt.

Das Fundament für weitere Anpassungen wurde somit von Gouverneur Lowe gelegt. Lassen Sie uns sehen, was das Treffen diese Woche an kleinen Änderungen mitsichbringt.

Wir können keine Vorschau der kommenden Woche beenden, ohne auf die US-Earnings Season zu sprechen zu kommen.

Die dritte Woche der Geschäftsberichte der Large Caps für das zweite Quartal 2021 beginnt am Montag. Es ist nicht so viel los wie letzte Woche, aber wir haben immer noch einige wichtige Geschäftsberichte, nämlich von Alibaba und von Uber.

Schauen Sie sich unseren US-Earnings-Kalender an, um weitere Informationen dazu zu erhalten, welche Firmen diese Woche ihre Geschäftsberichte veröffentlichen oder schauen Sie unten.

Top Wirtschafts-Daten

Date Time (GMT+1) Asset Event
Mon 2-Aug 8.55am EUR German Final Manufacturing PMI
  3.00pm USD US ISM Manufacturing PMI
 
Tue 3-Aug 5.30am AUD RBA Rate Statement
  5.30am AUD Cash Statement
  11.45pm NZD Employment Change q/q
  11.45pm NZD Unemployment Rate
 
Wed 4-Aug 2.30am AUD Retail Sales m/m
  1.15pm USD ADP Nonfarm Employment Change
  3.00pm USD US ISM Services PMI
  3.30pm OIL US Crude Oil Inventories
 
Thu 5-Aug 12.00pm GBP Asset Purchase Facility
  12.00pm GBP BOE Monetary Policy Report
  12.00pm GBP MPC Asset Purchase Facility Votes
  12.00pm GBP Monetary Policy Summary
  12.00pm GBP MPC Official Bank Rate Votes
  12.00pm GBP Official Bank Rate
  3.30pm GAS US Natural Gas Inventories
 
Fri 6-Aug 2.30am AUD RBA Monetary Policy Statement
  1.30pm CAD Employment Change
  1.30pm CAD Unemployment Rate
  1.30pm USD Average Hourly Earnings q/q
  1.30pm USD Nonfarm Employment Change
  1.30pm USD Unemployment Rate

 

Top Geschäftsberichte

Mon 2 Aug Tue 3 Aug Wed 4 Aug Thu 5 Aug
Arista Networks Alibaba General Motors Ball Corp
Activision Blizzard The Kraft Heinz Co Beyond Meat
Roku Inc Illumina
Uber Technologies Square Inc
The Trade Desk
Virgin Galactic Holdings

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ASIC (Australien)

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